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Manchmal hat das Leben einfach einen Flow. Affirmationen erfüllen sich und Energie wird entladen.

Momentan ist so eine Phase bei mir. Ich habe einen Dreh nach dem anderen, bekomme jede Menge Rollen angeboten und schaffe es in den Pausen trotzdem an meinen eigenen Projekten zu arbeiten.
Natürlich freue ich mich riesig darüber, aber der Flow ist auch nicht immer ganz einfach. So habe ich zum Beispiel überhaupt keine Zeit über die Dinge nachzudenken die ich tue. Ich schlafe wenig und mache viel.
In solchen Phasen fällt es mir dann besonders schwer Entscheidungen zu treffen, weil ich noch gar nicht richtig verarbeitet habe, was gerade passiert.

Bei Filmen kann das sehr fatal sein. Der Zuschauer muss zwischen den Szenen immer die Zeit bekommen, das Gesehene zu reflektieren. Bei Komödien ist das ganz besonders gut zu sehen. Und ich habe in letzter Zeit viele Komödien gesehen. Komödien folgen der Grundstruktur eines Drehbuch meist haargenau. Und das ist wichtig. Denn wenn der Zuschauer sich Gedanken über den Verlauf der Handlung machen muss, oder gedanklich noch in der letzten Szene ist, verpasst er vielleicht den nächsten Witz. Filme wie Jungfrau (40), männlich, sucht…, Dinner für Spinner oder Superbad sind deshalb so kurzweilig, weil sie vom Aufbau genau den Erwartungen des Zuschauers entsprechen. Sie geben einem zwischendurch immer wieder Zeit darüber nachzudenken, was gerade passiert ist, so dass man sich gleich nach dem Abspann über den Film unterhalten kann.

Ganz anders ist das bei Filmen wie Only God Forgives, Under The Skin oder Foxcatcher. Das sind Filme, die dem Zuschauer wenig Zeit geben zu reflektieren. Denn im Grunde gibt es auch keine Informationen zu verarbeiten. Gerade in Zeiten eines Flows schaue ich solche Filme unglaublich gerne. Ich sitze dann im Kino und genieße einfach die dichte Atmosphäre die geschaffen wird. Ich gebe mich ganz dem Moment hin, da ich weiß, dass ich die Intention hinter dem Film eh erst in ein paar Tagen verstehen werde. Wenn ich dann aus dem Kino komme, ist mein Kopf am arbeiten. Es ist gar nicht daran zu denken schon über den Film zu reden. Meist dauert es mehrere tage, bis ich den Film komplett begriffen habe. Tage an denen ich in jedem Gespräch auf eine Handlungsebene im Film verweisen will. An denen mich jede Situation an eine Situation im Film erinnert. An denen mein Unterbewusstsein arbeiten und ich nach und nach den Film entschlüssele. Ganz bewusst richten sich Nicolas Winding Refn, Jonathan Glazer oder Bennett Miller nicht nach den natürlichen Sehgewohnheiten des Zuschauers. Sie lassen einen die ganze Zeit in der Schwebe. Geben einem keine Zeit zu entspannen. Und erst viel später, nach Tagen oder Wochen, versteht man was sie einem vielleicht sagen wollten.

Vielleicht ist das bei einem Flow ja genauso. Vielleicht muss man einfach abschalten und genießen. Sich keine Gedanken darum machen, wie es weiter gehen wird oder ob man etwas ändern sollte. Vielleicht kann man während eines Flows einfach keine Entscheidungen treffen. Denn die Bedeutung hinter dem was man tut, wird einem erst viel später bewusst.

Roots

Zufall: Gibt’s das?

In diesem Monat beschäftigen die Red Bug Homies sich rein zufällig mit dem Thema Zufall.

Was soll das sein? Ein Zufall?

Ein Ereignis, von dem wir die Ursache nicht kennen?

Weil es keine Ursache gibt?

Das ist eine physikalische Frage. In der Quantenphysik scheint es nämlich so etwas zu geben. Radioaktive Teilchen zerfallen offensichtlich unvorhersehbar. Ließe sich fragen, ob diese Unvorhersehbarkeit nicht immer noch an unseren eingeschränkten Vorhersehbarkeitsmöglichkeiten liegen könnte.

Das wäre aber auch eine philosophische Frage. Kann es Ereignisse geben, die keine Ursache haben? Das wird in der Welt, wie wir sie wahrnehmen, kaum vorkommen. Das kann man dann gerne bis zum Urknall zurückverfolgen oder bis zum lieben Gott, der vielleicht vor aller Zeit, vor dem Urknall schon …

Oder ist vielleicht nur der Urknall zufällig und danach läuft alles folgerichtig ab? Wir sind aufgewachsen mit dieser Vorstellung vom großen Knall und den ersten ultraheißen Millisekunden und der rasend schnellen Ausdehnung des Universums und der rasend schnellen Abkühlung auf immer noch ultraheiße Temperaturen und dann die Entstehung der Materie, der Gaswolken, der Sterne, bis dann irgendwann nach 13 Milliarden und ein paar zerquetschten Jahren ein kleines Säugetier aus dem ostafrikanischen Graben krabbelt und sich in der afrikanischen Savanne aufrichtet, um über das hohe Gras zu schauen. Um ab dann aufrecht zu gehen und sich ein paar Jahrtausende später Gedanken über Zufälle zu machen. Über zufällige Mutationen, die diese ganze Evolution vorangetrieben haben. Oder doch alles vorherbestimmt durch den Knall damals. Und wir haben keinen Einfluss, sondern folgen willenlos einem gnadenlosen Mechanismus?

Da ist man schnell in einer wohlig, gruseligen Gedankenschleife. Denn das widerspricht irgendwie unserer Lebenserfahrung. Wir spüren schon so etwas wie einen Willen in uns. Wir haben schon den Eindruck, Entscheidungen zu treffen, die weder vorherbestimmt noch rein zufällig sind. Auch wenn diese Vorstellung durch die neuen Erkenntnisse über Big Data schon wieder einer heftigen Attacke ausgesetzt ist. Schließlich sind die Big Data längst algorithmisiert und nicht mehr nur Big, sondern eben auch Smart und wissen oft schon, wie wir uns in bestimmten Situationen entscheiden werden, während wir noch glauben darüber nachzudenken. Was wir für welchen Preis kaufen, ob wir klicken oder nicht, wen wir wählen, was wir über bestimmte Dinge denken.

Im echten Leben erleben wir immer wieder Zufälle.

Je näher man an ein Ereignis herantritt und je detaillierter der Blick wird, desto mehr Zufälle sehen wir.

Wenn wir z.B. in unser Ferienhaus nach Italien fahren, ist es kein Zufall, wenn wir dort auch ankommen. Wir haben Vorkehrungen getroffen, sind einer bestimmten Straße gefolgt und haben vielleicht sogar ungefähr die Ankunftszeit vorausgeplant. Die genaue Sekunde der Ankunft werden wir allerdings kaum vorhersagen können.

Nicht vorhersagbar heißt nicht, dass es keine Ursache hat. Es sind nur zu viele und zu komplexe. Wir nehmen es als Zufall. Wir können nicht alle Einzelheiten kennen.

Gehe ich noch näher heran, erscheint alles völlig zufällig. Ob ich ein paar Kilometer hinter einem roten Wagen fahre, oder welche Aufschrift der LKW neben mir hat. Wer im Autogrill vor mir in der Schlange steht, wann ein Schmetterling die Windschutzscheibe trifft, Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen …

Doch das nennen wir im Allgemeinen nicht Zufall. Warum nicht? Weil es uns gar nicht auffällt. Wir würden es auch nicht als Zufall empfinden, wenn der Mensch im Autogrill vor mir, wie ich auch, einen Cappucchino bestellt. Oh welch ein Zufall? Nein. Aber was wäre, wenn er die gleichen Schuhe und das gleiche T-Shirt wie ich trüge, na ja, schon eher: Zufall. Was wäre, wenn plötzlich drei, vier Autos unserer Marke und Farbe hintereinander führen? Zufall!?

Wir empfinden es erst dann als Zufall, wenn zwei Ereignisse zusammenkommen, die uns auffallen, die aber keinem ersichtlichen kausalen Zusammenhang haben  … und für uns auch in keinem offensichtlichen Sinnzusammenhang stehen.

Aber was ist, wenn der Schmetterling gerade die Scheibe hittet, während »When the music’s over« im Autoradio läuft, ? »I wanna hear, I wanna hear the scream of a butterfly«. Grüßt da Jim Morrisson direkt aus dem Jenseits?

Ist das noch Zufall oder schon Synchronizität, wie C.G. Jung es nannte. Ereignisse, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, deren Zusammentreffen von uns aber mit Bedeutung aufgeladen werden.

Obwohl diese Bedeutungen auf den ersten Blick oft plausibel erscheinen, können sie nur intuitiv, nicht logisch, nicht naturwissenschaftlich erkannt werden. Dort gäbe es noch viel zu erforschen. Aber das macht Angst. Angst vor Paranoia und Borderline. Die Gefahr überall, in jedes »zufällige« Ereignis, in jede Zahlenfolge, Bedeutungen, Zeichen, versteckte Informationen hineinzulesen, ist groß.

Zufall, Fügung oder Bestimmung?

Da nennen wir durchaus auch etwas Zufall, von dem wir die Ursache kennen, oder zumindest im Nachhinein weit zurückverfolgen können.

Seien es die Verkettung unglücklicher Ereignisse, die zu Katastrophen führen oder überraschend glückliche Begegnungen.

Wie in dem Beispiel von Aristoteles, in dem ein Pferd aus dem Stall entkommt und damit einer Katastrophe entgeht. Das Pferd ist nicht aus dem Stall entkommen, um der Katastrophe zu entgehen. Erst im Nachhinein erscheint dann ein glücklicher Zufall als schicksalhafte Fügung.

Fast jeder wird, wenn er sie denn findet, der Liebe seines Lebens zufällig begegnen. Irgendwann wird man zufällig aufeinander getroffen sein. Egal, ob man auf zwei verschiedenen Erdteilen oder im gleichen Haus aufgewachsen ist.

Es läßt sich natürlich zurückverfolgen, wie es dazu gekommen ist, dass ich in den 80ern nach Berlin gekommen bin und in ein besetztes Haus gezogen bin. Und es lassen sich dafür auch viele Gründe finden. Vielleicht war sogar einer der Gründe, dass ich gespürt habe, dass sich dort Menschen aufhalten, die ich interessant finde, die etwas neues probieren, die etwas wagen. Und dass die Wahrscheinlichkeit, dort die Liebe meines Lebens zu finden, höher ist als in anderen Umgebungen.

Ihr, von der ich bis dahin gar nicht wußte, dass es sie auf dem Planeten gibt, dann wirklich zu begegnen, das heißt mit ihr zur gleichen Zeit am selben Ort zu sein, war natürlich nicht geplant. War reiner Zufall.

War gar nicht planbar. Jedenfalls mit den Begrenzungen eines menschlichen Bewusstseins. Also muss es Zufall sein. Oder Bestimmung? Ich glaube gern an die Bestimmung und bin sehr dankbar dafür.

Der Zufall und The Flow.

Dankbarkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung des Zufalls machen das Leben reicher. Damit uns etwas als Zufall auffällt, müssen wir ihn natürlich wahrnehmen. Und wenn wir ihn dann noch wertschätzen, kann er uns weiterbringen.

Als Bildhauer arbeite ich oft mit Zufällen.

Ich arbeite an einer Figur. In einem zufälligen Papierknick etwa sehe ich die Andeutung eines Knies, oder eine Drehung in der Hüfte. Ich sehe die Bewegung. Ein Grund erst einmal innezuhalten. Was war da gerade passiert? Etwas neues, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Obwohl ich das alles natürlich mit den Augen sehe, habe ich dennoch den Eindruck, dass ich jetzt mehr zuhöre als hinsehe.

Während des Arbeitsprozesses an der Figur ist nichts von vornherein festgelegt. Es gibt keine fertig geschweißte Armatur, die die Größe und Haltung festlegt. Keinen sachgemäßen Aufbau der Form in Ton oder Gips. Keine Vorzeichnungen, kein Modell. Alles ist im Fluß. Im Flow. Es kann alles passieren. Ab jetzt ist es eine spannende Konversation mit dem Material, mit der Figur, mit dem Zufall.

Bei dieser sensiblen fragilen Arbeit, ergeben sich andauernd Zufälle. Etwas fällt herunter, kippt um, löst sich. Und dann immer die Frage, was ergibt sich daraus neues, was soll so bleiben, wo soll etwas geändert werden?

So geht es dann weiter. Sehr vorsichtig, aber auch entschieden. Ich weiß, wenn ich in dem Dialogmodus mit dem Zufall bleibe, wird etwas Großartiges entstehen. No matter what. Ein meditativer Zustand, ein fokussierter Zustand, ein wacher Zustand. Alles ist gewollt und dem Zufall überlassen.

Wie im richtigen Leben.

 

 

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HOW TO MAKE ASSASSIN’S CREED: THE MOVIE

So I’m a huge fan of Assassins Creed. I played every single game and still vividly remember playing the first one with a friend on his computer. As I became more and more interested in filmmaking, I started to think about how to turn this world into a movie. How to approach the characters, the stories and the overall vibe of the games, so that they are accurately portrait on the big screen.

Over the time I came up with what I believe is a pretty good outline for an Assassin’s Creed movie. Now I know that they already made a movie, which kind of renders my ideas as useless, but thats why I thought I might just share them with you. I hope you enjoy.

So without further ado, here is my take on:

How To Make Assassin’s Creed: The Movie

Now Assassins Creed is an action game. Everybody knows that. But it’s also a stealth game. So our story sets of in a museum. It is night. Old statues and ceramics show us, that it’s some sort of ancient history museum. Prehistoric daggers and shields are presented in the dark cabinets. Everything is silent and still, apart from…A young girl, all dressed in black is sneaking through the corridors. She is looking for something. Wants to steel something. Carefully she’s looking around another corner. There it is. The artifacts she’s been looking for. The apple of eden. She approaches it carefully. But just as she is about to open the cabinet, a security guard enters frame. He is shining his flashlight into the darkness and then…onto the girl. Without the need to be quite anymore, the girl makes a leap and sprints past the guard outside the front gate. He immediately calls for back up.

Out on the streets the girl starts running. And we notice, that she’s actually pretty good at it. She’s jumping over and sliding under obstacles. But the police is on her toes now. With a lot of skill she starts climbing a building to get to the rooftop.The chase continues with her being on the roof, the police down on the streets. She jumps over a gap and manages to get away for a second until…bam…She runs into some kind of balustrade. She looks down. It’s a 30 feet drop. There is a swimming pool down there, but the girl hesitates. She looks back. The police will be there any minute. She looks down again. And we can see it in her eyes..she’s afraid of heights. Struggling to surpass her fear the girl slowly gets up onto the balustrade. One last look behind her. She’s ready to jump, when…bum. She gets tackled from the side. Black.

Voices. The girl slowly opens her eyes. She is in the back of a transporter, tied to some kind of stretcher. A woman in her 30s is looking over her. Immediately the girl starts screaming. ,Let me go! I didn’t do anything. You are not allowed to do that.‘ The woman looks at her. Amused. ,This might hurt a bit‘ She runs a needle into the girls arm and takes some of her blood. The girl isn’t pleased at all. ,What the fuck is wrong with you? You can’t do that. Who are you guys?‘ The woman puts the blood sample into a device and does some nerdy computer stuff. ,Calm down. We are friends of your fathers. We are with the Assassins Creed‘ The girl doesn’t calm down. ,What the fuck? My father is dead. And what the hell is the Assassins Creed?‘ There is voice from the drivers seat. And now we see the middle aged man driving the van. ,Are you sure you got the right girl?‘ The computer devices turn green. The woman smiles. ,I am.‘ She turns to the girl on the stretcher. ,If you don’t know who we are, I can’t tell you…but I can show you.‘ She lowers a bar over the girls face. It’s some kind of glas plate. The girl isn’t happy about that. She scream and tries to free herself.

It’s the first time that we see the animus. It is the device that helps the people in this world to access their ancestors memories. The most important device in the franchise one might say. But thats just what it is…a device. Nothing less and nothing more. So the animus should be kept as simple as possible. I personally really like the design of the first Assassins Creed game, where it was just a neat glasbar over the persons face. It is slick and it’s simple. And considering that they are in a van it’s probably some kind of self made version anyway. Nothing too fancy, because after all it’s just a device to help us explain the hight-tech stuff in this universe. No need for fancy, extravagant designs. We are interested in story. So let’s move along.

A man wakes up from a nightmare. He looks around in the small, and sparsely furnished room. Next to his is another bed. A young girl is sleeping in it. He smiles and gets up. Across the room is the opening to a balcony. Curtains are flowing in the wind. He steps onto the balcony and looks over the city. It is the same city the girl has been in…but it looks different now. More ancient. Everything is low-tech and unadvanced. The man is squinting his eyes, watching an eagle circling the towers of the city. Then he hears a noice. Someone is running up the stairs. And there are footsteps on the roof. The man turns around as he gets attacked by two hooded figures. He raises his arm to block the first hit, but the second one gets to him. One of the men reveals a hidden blade under his sleeve. He tries to cut our hero, but he puts up a good fight. Fast and aggressively he bashes his opponent into the wall. The other assassin shoves a blade into his shoulder. A small glitch, a scream, but the man continues to fight. He is strong, but the two hoods are better fighters. They attack him from both sides and one of them manages to cut his throat. Black.

A scream. The girl wakes up. She’s still tied to the stretcher. She can’t believe what she just saw. All her energy has left her body. Her voice tumbles. ,What the fuck was that?‘

And now, and only now, we can have our exposition. The woman in the van tells her everything. About her father, who was a modern day assassin, the ancestor of an assassin in the past. She tells the girl about the animus and how it is capable of showing the memories of ones ancestor. And about the apple of eden, that her father tried to find, and died in the process. ,But you already know all about that, don’t you?“ The girl didn’t know. She followed her fathers traces to find out who killed him. The apple of eden was her final lead, but she had no idea what it’s powers were…that her father was an assassin…that she is the descendant of an assassin. At this point it is also important to clarify the rules of the animus. These rules should be simple, and can never ever change.

  1. The animus allows you to access your ancestors memories at any point in time.
  2. You can walk around and explore their visions. You have free will, but have to stay in the boundaries of their world.
  3. If you kill someone that hasn’t been killed or if you get killed at the wrong time, you wake up in the animus.

,Thats why you woke up just then. Your ancestor won that fight. But you still need to train.‘

So thats what our heroin does. We have two storylines. The story of the girl in the present and the one of her ancestors in the past.

The girl quickly decides to finish what her father started. To find the apple of eden and to secure it. She is aware of the templars, that became a huge corporation in this day of age.  They want to get the apple to gain power and to rule over the world. To make sure her father didn’t die in vain, she decides to join the assassins. So the three Assassins are driving around in the van to stay unnoticed from the huge cooperation of templars, that is always looking for them and also to get to the places that the girl visits while in the animus. This is crucial to keep the modern storyline interesting and fun. The importance of a moving unit becomes more obvious when we progress in the story. And it helps us to keep the timelines in order. It’s a little trick, that I like to call „Same Place, Different Time“.

What that means, is that we can only ever change one of those things. If we go to a different place, we have to stay in the same timeline. If we switch between the timelines, the two timelines have to take place at the same location. The reason for that is, so that the audience doesn’t get confused over who is where and when. Also it makes for an interesting pattern, because you can always see the building and places in the past and then see, how time has altered them. Maybe the palace is a ruin now, maybe they build a bank where an old tavern ones was. The important thing is, that both timelines equally receive and solves clues that eventually lead to the finding of the apple. Let’s say for example, that the past assassin has buried an old text in a bathhouse. Then the modern day assassins will try to find this location and are looking for the scroll. This helps to keep both timelines interesting, engaging and most importantly connected.

So lets talk about our second storyline, where the ancestor is also looking for the apple of eden. Before we meet him he is an outlaw. A thief for hire. And after another heist for an unknown client, the two hooded figures attacked him. They were in fact assassins. But as soon as they find out, that he is a good fighter they try to recruit him. We follow the ancestor as he agrees to become an assassin and to help them find the apple of eden. They want to secure it before the emperor (or whoever our main villain is), who sided with the templars, is able to get his hand on it. But the motives of our second protagonist are less political. He sees the opportunity in being an assassin to gain money and power. He wants to use that to make a better life for himself and his sister, the girl sleeping in the bed next to him. He has promised to keep her safe and wants to provide her with a good lifestyle. So even though he appears to be the tougher one of the two hero, his motives are actually more emotional than the ones of our heroin. The past assassin also starts to train and at the end of act one both our heroes become proper assassins.

Now when it comes to the villain of the past, we can actually make up a character that is just bad. Don’t get me wrong, I like shaded bad guys, but since we already have two very layered main protagonist, I think we are on the safe side, when we create a character, that is as bad as we can imagine. And it’s also more fun. So let him be a guy of noble status. Let him be wealthy and greedy. We need to hate him. And we will…

The villains in the present are a bit more subtle. Huge corporations are neither fun in reality nor in movies. So our best option is not to show them at all. First of all that lets us connect with the main characters way more, because we can stay focused on their fear of the templars, instead of actually showing the terrifying templars. This approach also keeps the mystery that surrounds the templar order. And since you can’t actually depict a huge organization in a decent way, we might as well not do it at all.

Now before entering the second act, I want highlight a few elements, that are in my opinion crucial to a good assassins creed story. For me personally the Assassin’s Creed games have always been about mood. So these next chapters might be even more important than the actual story. The might seem trivial at first, but stick with me here.

One very important part of the games, especially in the newest installments, is weather. This might seem weird, but while playing in an open world, you constantly get to admire wonderful sunrises, clouded skies, rain and snow. This makes the games so much more immersive and sets up an engaging mood. So instead of just having all blue skies and sun, the Assassins Creed movie should focus on a lot of different time and weather conditions. It definitely helps to set the mood for each scenes and makes the world so much more relatable. Also, imagine our assassin trying to sneak into a bedroom. He is running across the rooftops to sneak through the window. And now imagine the same scene during a hefty and rainy storm. The task becomes so much more difficult. From jumping onto slippery rooftops to dripping water onto the floor of the bedroom. Weather truly intensives every task our assassin has to accomplish and lets us admire his wits and skill even more.

Another thing that makes these games so satisfying is the opportunity to evolve and improve your character. Now obviously that doesn’t transfer well into a movie, but there are still ways to at least slightly capture this feeling. When you are playing as your character and are waiting to unlock a certain weapon or outfit, you already know, what it is that you need and want. So in the movie, the characters (and audience) should always get a glimpse, of what’s to come. For example, the first few fights our assassin needs to face, should be without any gear at all. The assassins want to test him. But they also need to show him very early on, what kind of weapons they normally use. So that when he finally gets a hidden blade, we feel the accomplishment and the new level of skill he has reached. The money our assassin gains over the corse of the movie goes to his beloved sister, who also starts to get active. She not only renovates the house, so that we can see the changes in their lives, but she also starts a society of beggars, whores and thiefs, that undermine the city, gain informations and help out wherever they can. The same principle goes for our present time assassin girl, who gets more and more involved in the mysteries of the assassins and the solving of the puzzles. Soon she is able to operate the animus all by herself and her outfit becomes stealthier with each scene.

So our two assassins are well on their way to finding the apple of eden. They gathered clues and intel and despite a few set backs, it all seems to go pretty well. Up until the midpoint of the movie, where it seems, that they only need one final clue to find the artifact. And it is at this moment, that our evil main villain is executing a devilish plan. Of corse he knows about the new assassin, that quickly climbed the ranks of this secret society. He himself as hired him once two steal a thing or two. So in order to crush him and to show, that he is in fact the villain he kills the most beloved and innocent characters of them all. Our hero’s sister. This devastating act is a major set back in our heroes journey, because it not only crushes the lonely brother, but also our young girl in the present.

This might be a good time to talk about why I chose these specific main characters for the story and why they are who they are. Now first of all, it doesn’t make any sense whatsoever to have the character in both timelines to be played by the same actor. It’s neither part of the games history, nor does it follow any sense of logic. So if we have two main characters, we might as well make them as different as possible. This makes for a very interesting dynamic between the two and helps us highlight the deeper aspects of their personalities. The fact that we have a young girl, that is suddenly put into a strong male body, doesn’t only make for a quick laugh, but also opens up a very intriguing storyline of self discovery. Here we have a young girl, that in her core is a tough bad ass, and there is the strong protector, who literally has a very light and young core. As time progresses we start to see more and more similarities between the two characters that seemed so different at the beginning. And as the young girl starts to spend more time in her ancestors body, she starts to feel more comfortable with each passing second. There she is, fighting the real fights, living the real live, instead of just driving around and solving clues. You could say that she get’s a little addicted. And when the emperor kills..well…her sister, she is devastated. She starts to spend more and more time in the animus, completely abandoning her own life. Totally forgetting about the apple, she has only one goal in mind. Revenge. She has to kill the emperor. He took what mattered most to her and he should feel the pain for it.

The two friends in the van get more and more concerned, but since the girl is very capable of operating the animus on her own, there is not much they can do. And as the girl gets closer and closer to the emperor, the quest for the apple fades away. Until she finally kills the bastard….and wakes up. She’s back in the present. Something is wrong. What is wrong?

,I told you. You can’t kill someone who hasn’t been killed by your ancestor‘

The old assassin hasn’t killed the emperor. He didn’t do anything about the killing of his sister. The girl is devastated. How could he just live on?

,When your father died you didn’t seek revenge. Instead you tried to finish what he started. You stayed true to the mission. And so did your ancestor.‘

The truth hurts and the girl realizes, that her little vendetta has cost them a lot of time and act three is arriving rapidly.

Luckily there aren’t many clues left to solve. And after a little readjustment they are back on track. The ancestor is very close to the apple of eden. It is hidden in an old cave. He approaches the golden artifact. A device, that is created by the gods, capable of showing the past, the present and the future. With raw emotions he reaches out and touches the apple. Faded memories of the past circle him. Ancient assassins that interacted with the apple. And then there is another memory. One that he doesn’t understand. Can’t understand. It’s a young girl, that is reaching for the apple. And right when she is about to touch it, she gets stabbed in the back. The assassin is confused. He doesn’t know who that person is. But our girl does. She wakes up in the animus and the fight begins. Her saviors, the two assassins in the van…they were templars. They used her to get to the information. Now that they know where to find the apple, the girl is useless and they try to kill her. But the girl is now highly trained. All the time spent in the animus has left her with a strong mind and the power to kill. In the final battle, that takes place in the present, she defends the apple of eden. The animus gets destroyed in the process, but the girl is able to kill the templars.

With a sense of remorse, the weight of knowledge and a nostalgic heart the girl climbs the city and sits on the rooftops looking over the world. Not afraid of heights anymore. Changed forever. Her mission is finished…or has it just started?

An ending that gives the audience a sense of fulfillment but also leaves the opportunity for a sequel. (As you do these days). And that is another good thing about our two protagonists. We are now able to keep what worked and change what didn’t. We can revisit both of our characters. Or we can have the girl visit another ancestor of hers, or some other modern day assassin visits the same assassin in the past. Whatever suits us best, whatever the audience desires. Because just like the games, the movie should be able to capture fans for years on end.

Well and that is pretty much it. Obviously it’s just a very rough outline, not even mentioning all the historic facts and storylines that need to be woven in by the amazing Ubisoft team. But since this is a story arc, that would work with any time period I decided to leave that part up to someone else….

Please let me know if you like this concept and if you would watch that movie. If you didn’t like it, let me know what you would have done differently. How does your perfect Assassins Creed Movie look like? Do you think it’s possible to adapt games into feature films? I’m looking forward to your comments. And thanks for sticking around until the very end.

Lenny

 

 

 

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Harry Potter and the Secret of Sequels

SEQUELS


Despite the bad rap they always get, I’m actually a fan of sequels. They have the unique opportunity to bring us back to a place that we already know even though it doesn’t exist. When done right, they  further develop an emotional journey that we witnessed and exceed our  greatest expectations that came with the first installment.

But after getting out of yet another miserable sequel of a once awesome movie, I’m faced with the same old question.

Why do they suddenly forget how to write a fucking screenplay?

I mean they did it right the first time. The motives and character developments were solid, the plot had a decent pace and the emotions seemed to be oh so crystal clear. Everything work out. That’s the reason why they were able to do a sequel in the first place. Because they made a good movie. And then suddenly, as the second installment comes around everything is all over the place. The story is almost non-existent. Characters get introduced without any reason at all…and are killed off minutes later. The motivations of the main protagonist are a mess. Like an actual mess that no one seems to be able to unravel.

And no line of witty dialogue or a well rehearsed action scene is capable of covering that up.

THE SECRET OF THE SEQUEL

But the most frustrating part about it..it’s not that hard to write a good sequel. Honestly. The secret is actually surprisingly simple. And I will prove it to you using one of the best sequel in movie history:
The Harry Potter saga. Especially it’s first three installments: Philosopher Stone, Chamber of Secrets and Prisoner of Azkaban. With a very simple trick J.K. Rowling managed to capture an audience for years on end and create one of the most immersive fantasy-worlds in modern writing.

So if your are a movie buff that is sick and tired of awful sequels or you are a producer, screenwriter, filmmaker and eager to continue your story, listen up. Because here is the secret to Harry Potters immense success…

It’s all the same story.

KNOW YOUR GENRE

Now despite IMDb or common believe the Harry Potter movies aren’t actual fantasy stories. Sure they have magic and dragons and stuff, but in their core the movies (and books) are mystery stories. Three young students on their way to discover a mystery that needs to be solved. Gregory Austin McConnell actually described that pretty well in his essay on ,The cursed child’ and why it didn’t seem like a normal ,Harry-Potter-Story’.

So each year again and again Harry, Ron and Hermione come across a mission that they need to solve. They gather clues and informations and go on to overpower the bad guy with wit, skill and bravery. And although that doesn’t seem like much, most sequels forget what genre the original movie was even in. Because genre is not defined by the costumes, special effects or set pieces of the movie. It’s defined by its writing.

Side note: One solid way testing of whether a story is a mystery or an action adventure is by looking at it’s climax. An action adventure usually ends with an epic battle of good versus evil. Whereas in the Harry Potter stories…they are just talking. And I don’t say thats bad. I like the talking. But there is a lot of it!

The fact, that Harry Potter stories are mysteries becomes also fairly obvious when you watch (or read) Chamber of Secrets, where one of the characters is actually called Tom Riddle. The clue is in the name. And this leads me to the next similarity between all three of the movies.

MYSTERIOUS BAD GUY

 The antagonist. When Harry first discovers Toms Diary he takes him as a fine young man. He believes his stories and follows his advice. It’s only later on that he discovers that said young man is actually Lord Voldemort. Now this twist in character is seen almost throughout the entire Harry Potter franchise.

Lets take a look at year one: There we have Professor Quirrell who is portrait as a shy, stuttering mite only to find out the he was scheming to steel the philosopher stone all along. Even more important is the surprising turn of Professor Snape. Harry, Ron and Hermione strongly believe that he is eager to steal the stone himself, when in reality he tried to protect it.

In the second book (and film) this shift is seen in Professor Lockhart who is introduced as a stunning wizard. But when his moment comes he reveals himself to be a cocky liar who doesn’t know anything about anything. Tom Riddle on the other hand, who seemed so innocent, is revealed to be the true antagonist. Even the usual suspect Draco Malfoy is declared innocent when we find out, that it was the little Ginny who set the Basilisk free.

Not to bore you, but to complete the example, we go on to the third installment. There we have Sirius Black, in my opinion the greatest written character in human history, who is introduced as the most dangerous criminal the wizzarding- (and muggle-) world has ever seen. After Lord Voldemort that is. Only to discover later in the story that he was the good guy all along and that it was Ron’s Rat Scabbers aka Peter Pettigrew who committed all these crimes.

So every time we have a surprising change in character. It’s a motive that keeps recurring so I’m pretty sure you can find the character twist in the fourth book on your own.

,But this is merely a similarity in theme not in structure‘, you might say. And sure, although all these characters identities are revealed at roughly the same time in the story, I might let you have the argument. So lets dig deeper.

SAME PROCEDURE AS LAST YEAR

Each year starts with Harry being at the Dursleys.

Having the same starting point, just like in a sitcom really helps to capture the audience expectation of the previous movie.

But the Dursleys are boring. We want something magical to happen. So sure enough, in his first year, Harry frees a snake at the zoo. On accident of corse. Next year Dobby destroys the desert. Something that Harry didn’t plan on either. And in the third movie Harry blows up his aunt. This happens at almost the exact time in each book and get’s Harry in some trouble. Luckily there is someone or something to help him out of it. In book one Hagrid comes along and declares that Harry is indeed a wizzard. Second year it’s the Weasley Brothers who do the saving. And lastly we have the Knight Bus arriving to save the day.

It’s the exact same procedure each year again. Harry is at the Dursleys. He does something magical, gets into trouble and is saved by an ally. Same for all three stories? Then lets move on.

SAME PROCEDURE AS EVERY YEAR

One of the more ingenious ideas of J.K. Rowling is aligning the plot points of the story arc with the holidays of the year. So when Halloween comes around you can be sure something will happen. It’s a troll in the dungeons! Oh, there is a bloody message on the wall. Sirius attacked the fat lady. It’s the time of ghosts and horror. So let the bad guy close in. They might as well close the school over Halloween, because it’s getting way to dangerous.

Luckily Christmas isn’t far away. And it’s the Holiday of joy and love. And present!

So let’s give Harry something to help him defeat the bad guy. Like a cloak that makes him invisible. Or a potion that turns him into someone else. Or a map that let’s him get around unseen. It is Christmas after all…

And there are more patterns like this. Quidditch is there to hurt Harry. Whether it’s his broomstick that is out of control, or the Bludgers or the Dementors.

The forbidden forrest adds tension. And in order to get to the bad guy, Harry has to go down – like actually underground.

CHARACTERS


But not just the events in Hogwarts are boiled down to their singular meaning. Every character in the Harry Potter story has one purpose and one purpose only. They act on the framework of their personality and help or hinder Harry in his mission to save the wizzarding world.

Lets take Hagrid for example. He sure likes his creatures. That is his mayor character property. And every year he gets himself and one of his creatures into trouble. In the first year Harry, Ron and Hermione need to help him get rid of his Baby Dragon Norbert. Next they visit his pet Spider Aragog to prove his innocence. In the Prisoner of Azkaban they free Hagrid’s Hippogriff Buckbeak that is sentenced to death.

It’s a repeating pattern, that always stays the same. In each of the three stories Hagrid has some trouble with one of his creatures and needs help from our protagonists. And it’s not just Hagrid who keeps on playing the same song over and over again. But I’m sure you figured that out by now.

THE FINAL

So now that Hagrid is saved from his troubles lets focus on the bad guy, alright? We are almost at the end of the year. Harry, Ron and Hermione have gathered enough intel to take on the bad guy. But since Harry is our Hero he has to face him on his own. So let’s have Ron fall from a horse and Hermione not drink the potion. They’ve done their part. Harry can go on on his own now. Well next year is no different apart from the fact, that Hermione got knocked out pretty early on, leaving Ron and Harry to go down the Chamber of Secret. And if you think this is unfair and that Hermione should get her screen time as well, just take a look at Prisoner Of Azkaban, where it’s Ron who stays in the Hospital bed so that Harry and Hermione can pair up to save the world.

IN CONCLUSION

So these are just a few similarities between the three first books of the Harry Potter franchise. It’s actually quite the fun exercise to find the similarities between the stories. I have only pointed out the major plot points, but when you dig deeper, you will find different character flaws, situations or even sentences that are repeated throughout the series. I’m sure you will be able to find some more parallels on your own. And I’m also sure, that you might be able to figure out why the Order Of The Phoenix didn’t seem to work that well. But before you start screaming, heres a little disclaimer.

DISCLAIMER

I’m not writing all this to denigrate J.K. Rowling. I’m not saying: Oh she’s so lazy. She just wrote the same story over and over again and made millions of dollars off of i’.
Quite the opposite actually. I want more writers to be brave enough to stick to their story. Because in the end, it’s all one song anyways.
I think that J.K. Rowling’s imagination really proves her skill in writing. You can tell the old story over and over again. But making up flying cars, little boys trapped in diaries, a tree that tries to kill you, Dementors (frankly the best creature ever created in human history (if you want to call them ,created‘ that is)) or even the Knight Bus. These are all highly original ideas. Especially when you think about how smoothly they are woven into the story structure of these mystery books.

ADDING CHARACTERS

Now there is one last thing I want to talk about before I leave you to it. And that is scale. Most of the franchise seem to be build around one statement and one statement only: The more the merrier. Just take a look at the casting list of Pirates of The Caribbean 2 vs. it’s predecessor. It almost doubled. Every time Hollywood gets it’s hands on a franchise they suddenly start to bring up side-characters, side-quests, side-stories. Without any need for them at all. Because all that does is to distract us from the main character.

Compare that to Harry Potter and the Chamber of Secrets where J.K. Rowling introduces just two new major characters. Gilderoy Lokchart and Tom Riddle. And one of them is a replacement for poor Professor Quirrell. That means, that most of the plot is wrapped around our three main protagonists Harry, Ron and Hermione (aka the ones that actually matter). And it works. Because the characters are strong and complex enough to stand on their own. You could tell a story of the three friends walking around in the forest and it would still be interesting…oh wait scratch that. But you get the point. Additional characters don’t further your plot, they don’t enhance the intensity of the story. They are cunning devise to try to avoid to deal with the main protagonist.

So if you are writing a sequel try the following. You are only allowed to replace the characters that died or disappeared in the original story and add one additional character. Like in Chamber of Secrets or in Prisoner Of Azkaban where you have Lockhart who is replaced by Lupin, Tom Riddle who is replaced by Wormtail and the one we want to add is Serius Black. No that is strong writing. To be able to trust your characters beyond explosion and action scenes and to be able to explore them even in the silent moments, where there is no distraction.

WHAT WE’VE LEARNED

There are two reasons why people come back to see more. The story and the characters. You can make up the most hideous things (like a time-traveling necklace), as long as you stay true to the story and the character you created in the first place. People want to see something new, sure. But when they let their imagination flow, they don’t come up with new interesting side character. They make up stories of who is going to pair up with whom. They stay within the boundaries of the world you created. And so should you!

Because as I said. Sequels are awesome. If they are done right!

Rausch

Rechenzentrum // Big Magic

‚Die Hard‘

Die Idee kam beim weihnachtlichen ‚Die Hard‘ schauen.

Ich habe mich so gelangweilt, um mich nicht ärgern zu müssen, dass mein Gehirn sich offensichtlich so sehr entspannt hat, dass diese eine Idee sich fröhlich bei mir einnisten konnte.

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Sie ist komplett fertig. Ich ändere nichts mehr daran. Die Idee hat sich schon gut auf unser Treffen vorbereitet. Ein guter Pitch.

Big Magic

Ich möchte an dieser Stelle ein Konzept erklären, von dem ich das erste Mal vor einem Jahr gehört habe. Es ist ein bisschen verrückt, aber Hear me out! Elizabeth Gilbert schreibt in ihrem Buch „Big Magic“ über Ideen und Inspiration. Dass Ideen nicht aus dir herauskommen, sondern du lediglich als Empfänger dienst. Ideen schwirren schon fertig die ganze Zeit um uns herum. Sie wollen realisiert werden und brauchen dafür dich. Also versuchen sie, deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Man kann Ideen wunderbar ignorieren. Durch Stress oder Ablenkung, durch schlechte Laune und ganz besonders natürlich durch Angst. Niemand zwingt dich, eine Idee zu realisieren. Als aller letztes die Idee selbst. Dann sucht sie sich eben einen anderen Arbeitspartner.

Seitdem ich vor einem Jahr das erste Mal davon gelesen hab, hat mich der Gedanke nicht losgelassen. Er nimmt nämlich den Druck von dir. Du presst Ideen nicht aus deinem tiefsten Inneren auf ein Blatt, in den Computer, auf die Leinwand. Du bist nur der Mittler zwischen der Gedankenwelt und der manifestierten Welt.

Das Genie in dir

Gilbert schreibt in ihrem Buch über den Unterschied zwischen „ein Genie sein“ und „ein Genie haben“.  Die Griechen nannten es „Eudaimonia“, was so viel heißt, wie von einem externen, göttlichen, kreativem, gutem Dämon besetzt zu sein. Die Römer nannten es „ein Genie haben“. Wie ein Mitbewohner, der dich ab und zu in deinem Zimmer besucht. Zur Zeit der Renaissance wechselte die Wahrnehmung von ‚haben‘ zu ’sein‘. Du bist ein Genie und wenn du dem nicht gerecht wirst, hast du versagt. Eine wahnsinnige Last. Das baut ohne Frage enormen Druck auf. Du bist das Genie, du bist Herr über deine Ideen.

Jeder hat kreative Momente, jeder kennt das Gefühl, komplett durchrauscht von Inspiration zu sein, das Kribbeln im Bauch, das Grinsen in den Augen, das Vorwärtsgefühl. Und niemand auf der Welt kaynn sich die ganze Zeit so fühlen. Sonst macht das Gefühl keinen Sinn mehr. Es ist besonders, ein Ausnahmezustand und sehr wertvoll.

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Im Flow sein

Wenn man dieses Gefühl hat, dann weil eine Idee oder Inspiration sich bei dir eingenistet hat. Das bedeutet, dass man sich kurz vorher unbewusst (manchmal natürlich auch bewusst) offen für einen kreativen Fluss gemacht hat. Sei es durch ein gutes Gespräch über einer Flasche Wein, ein intensives Konzert, eine schlechte Erfahrung, die man verarbeiten möchte. Lenny hat schon über im Flow sein geschrieben. Aber was passiert kurz vorher? Wie kann man sich aktiv in den Flow bringen? Bei manchen ist es vielleicht, ihr Zimmer oder Schreibtisch aufräumen, spazieren gehen und neue Eindrücke sammeln, Konzerte, Festivals, Filme. Sich mit kreativen Dingen umgeben. In Ausstellungen gehen, duschen und sich frisch machen. Man bereitet sich auf ein Treffen mit der Inspiration vor. Man zeigt: „Ich bin bereit, ich bin ein guter Arbeitspartner, auf mich kannst du dich verlassen.“

Zurück zu Rechenzentrum. Ich hatte schon lange wieder große Lust, einen weiteren Kurzfilm zu machen. Und ansonsten nicht wirklich konkrete Vorstellungen. Das hilft oft, denn so mache ich mich für alle Möglichkeiten offen und übersehe nicht etwas, das nicht in mein Konzept reinpasst.

Ich bin mit allen Drehs für das Jahr durch, Weihnachten steht vor der Tür, ich bin mit meinen allerliebsten Menschen in einem Raum, ganz entspannt und whoooosch, da kommt sie angeflogen.

Bruce Willis stapft also tapfer, barfuss durch Scherben und ich schwelge in der Geschichte, die später „Rechenzentrum“ werden sollte.

Die 48 Stunden Regel

Wichtig ist, dass man, wenn eine Idee ankommt, sofort etwas tut. Die 48-Stunden-Regel habe ich von Mama und Papa. Man muss innerhalb von 48 Stunden irgendetwas tun, um die Idee bei sich zu behalten. Sie aufschreiben, mit jemanden darüber reden, anfangen zu recherchieren. Man muss zeigen: „Ich habe dich gehört, ich bin dabei, du hast dich richtig entschieden, ich bin der richtige für den Job.“ Denn sonst wacht man in ein paar Monaten auf, nur um festzustellen, dass jemand anderes deine Idee verwirklicht hat.

Manche Ideen sind natürlich auch so groß, dass man sie beim besten Willen zu diesem Zeitpunkt nicht realisieren kann. Dann sagt man das der Idee, ganz freundlich und schickt sie weiter. Ideen wollen einfach nur realisiert werden. Von dir, von deiner Oma, von Bill Gates … pupsegal. Wenn du nicht kannst, schade, aber da bist du halt nicht der Richtige.

Rechenzentrum wollte zu mir und ich wollte zu Rechenzentrum. Und 10 Minuten nachdem ‚Die Hard‘ Abspann hatte ich die Idee aufgeschrieben und Lenny und Lukas in Boot geholt. Und so ging es auch weiter mit dem Projekt. Wir brauchen einen alten Computer, Lenny findet einen auf dem Sperrmüll, wir brauchen alt aussehende Notizen und Mama öffnet ihre Schubladen. Der Drehtag hätte nicht entspannter sein können. Nur wir drei, drei Locations, Pizza-Pause und danach Germknödel mit Sahne. Ohne unsere Freunde Karl und Lukas hätten wir es natürlich nicht machen können. Danke für den extrem coolen Look, Karl! Und danke, Lukas, für die geniale Schrift! Und natürlich Danke, an Sweetwood Films für die technische Unterstützung, an Ulrike Schlue für die Kostüme, an das Rechenzentrum Potsdam für die Location und natürlich an Lenny und Lukas!

Danny Elfman

Na ja und wie es so ist, man versucht einen kleinen schnuckeligen Kurzfilm zu dritt zu drehen, aus Jux und Tollerei und dann mischt sich Herr Elfman wieder ein. Er habe Musik komponiert, und dass sie doch auch für unseren Film passen würde, und dass es auch einen Wettbewerb gäbe. Na schön. Also eingereicht. Mal sehen, was die Idee noch alles mit uns vorhat. Wir sind auf jeden Fall dabei!

Hier könnt ihr euch das fertige Filmchen angucken:

‚Rechenzentrum‘

Und wenn es euch gefällt, auch gerne ein Herzchen geben :)

Und falls euch das ganze Ideen, Inspiration Thema gefällt lest Big Magic! Hier ist Gilberts TED- Talk.

 

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Ruhe

Kontrolle abgeben

Es gibt eine Sache, mit der ich mich momentan viel beschäftige. Und zwar: Kontrolle abgeben und Vertrauen in den Flow des Lebens haben.

Ich habe vor ein paar Tagen einen TEDx Talk gesehen namens „After Anorexia: Life’s too short to weigh your cornflakes“ gesehen. Er wurde mir die ganze letzte Woche immer auf Youtube angezeigt, aber ich dachte: Das interessiert mich nicht. Ich bin nicht magersüchtig.

Aber wie das Universum ja so ist, wenn es will, dass du etwas lernst, dann lässt es nicht locker.

Catherine Pawley, hat mit 18 eine Essstörung entwickelt. Jetzt nach fünf Jahren ist sie wieder gesund, obwohl, wie sie selber sagt, die Genesung von der Krankheit nicht linear verläuft, sondern immer mit Rückschlägen verbunden ist. Sie hat sich mit 18 total überfordert gefühlt, in ihrem Leben, mit ihrer Zukunft. Machtlos und ohne Kontrolle. Wer kennt das nicht? Und wie bekommt man Kontrolle? Indem man sich selber kontrolliert. Regeln aufstellt, die man befolgen muss. Sich selbst ein kleines Gefängnis baut, in dem es paradoxerweise sicher ist. Aus drei Regeln wurden schnell sechs und aus sechs schnell hunderte. ‚Nicht mehr essen als die Person, mit der man zusammen ist.‘ ‚Nicht zwischen den Mahlzeiten essen.‘ ‚Niemals essen genießen.‘ ‚Niemals Zucker trinken.‘ Natürlich wurde ihre Familie besorgt und Catherine wurde mit Anorexia diagnostiziert. Aber das führte nur dazu, dass sie mehr Regeln aufstellte.

„Rules that tell you how to live, what to do, what to say, what to eat. Rules take away chance and decision and they take away risk. They give you control.“ 

Und obwohl ich wirklich so fern von einer Essstörung bin (wofür ich sehr dankbar bin), kenne ich das Gefühl von Machtlosigkeit. Ich selbst überschütte mich, seitdem ich denken kann, mit Regeln. Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Kleine Regeln, die einem das Leben leichter machen. Oder?

Kopf und Bauch

Nun ist es nunmal so, dass ich mit einem kompletten Bauchmenschen zusammen bin. Und während ich schon den kompletten Tag in meinem Kopf durchgegangen bin, alle Umwege ausgekreuzt habe, um einen effizienten Tag zu haben, schon gegoogelt hab, wie das Wetter wird, und im Kopf alle meine Strumpfhosen nach Laufmaschen durchgegangen bin, dreimal gecheckt hab, ob Lukas sein Handy wirklich aufgeladen hat (meins ist sowieso immer aufgeladen), wacht Lukas gerade ganz entspannt zu einem schönen Frühlingstag auf.

Das Problem ist, dass ich sehr schlecht damit umgehen kann, wenn die Bilder im meinem Kopf, die ich mir vorher so kleinsäuberlich zurecht gelegt habe, nicht so klappen. „Wie, wir haben keine Eier? Aber heute ist mein Sonntagfrühstückeitag! “ Okay, dann macht der ganze Tag keinen Sinn mehr. Wir werden die Bahn verpassen, ich werde Kopfschmerzen kriegen, ich werde zwei Tage hintereinander Müsli essen und das auch noch ohne Hafermilch.

Das ist nämlich das Ding mit Regeln und Vorstellungen … man lernt nicht, spontan auf Situationen zu reagieren. Man weiß nichts mit sich anzufangen, wenn es eine kleine Variablen gibt. Alles kann dich aus der Bahn werfen.

Und deswegen sag ich hier laut und deutlich: Kopfmenschen haben es schwerer als Bauchmenschen! Logisch, würde ich ein paar mal im Monat mein Portemonnaie verlieren, um nicht immer diese Oberlehrerin im Kopf zu haben. Ich will auch mal aufwachen und feststellen, dass ich keine frische Wäsche mehr hab, weil ich nicht dran gedacht habe, sie zu waschen. Ich will auch mal eine ganze Bahnfahrt aus dem Fenster gucken, weil ich meine Kopfhörer vergessen oder meinen Ipod nicht aufgeladen habe. Oder will ich das?

Perfektion

In der Familie heißt es immer, die Welt für mich zusammengebrochen ist, wenn ich ein mal ein Glas im Restaurant umgestoßen habe. ‚Wie, ich habe einen Fehler gemacht?‘ ‚Was, ich bin nicht perfekt?‘ ‚Das kann nicht sein. Ich habe alles im Kopf schon durchgespielt. Wie konnte mir das passieren?‘

Lukas sagt gerne das ich clumsy bin. Dinge fallen lasse, mich stoße. Und er liebt diese Momente. Ich habe Angst vor ihnen. Aber sie fühlen sich auch wie ausatmen an. Denn was für ein Stress, die ganze Zeit alles im Kopf haben zu müssen. Kühlschrank auf, keine Eier da, dann gehen wir eben frühstücken. Akku alle, dann müssen wir halt Leute nach dem Weg fragen. Man muss sich mit dem wurschteligen, komplizierten chaotischen Leben konfrontieren. Aus seiner bubble rausgucken. Es riskieren.

Denn sein wir doch mal ehrlich. Ich bin nicht perfekt. Ich habe nicht immer alles im Kopf. Ich faile, ich falle.

Und das ist in Ordnung. Und es ist auch in Ordnung, wenn andere nicht alles im Kopf haben. Und genauso wie Catherine Pawley irgendwann verstanden hat, dass ihre Regeln sie langsam umbringen, merke ich, dass sie mich vom Leben abhalten. Das es so viele schöne Zufälle gibt.  Das Kontrolle abgeben, beängstigend ist und unsicher und ein großes Risiko, aber man einen Kampf mit sich selber kämpft, den man nicht gewinnen kann.

 

 

 

 

Royal

#OscarsSoMoonlit

Same procedure as every year

Of course we set down as a family and watched the Oscars last week. Like we do every year. Its a long night since it starts at around 2am here in Germany, but it’s full of glitter, glamor, movie politics and art.
Although nothing really unexpected happened, it was a great evening. Damien Chazelle won the best director Oscar and became the youngest person ever to receive this honor. Considering his great work for last years Whiplash, that was a very reasonable decision.  Jungle Book was awarded with the award for best special effect and Moonlight was crowned the best movie of the year. Everything the way it should be.

Ah, and then there was the #envelope. A little mix up, that wasn’t of any importance really. Or so I thought. While it happened, I was completely satisfied with the whole commotion. I mean it all worked out perfectly in the end. The next morning I was still completely fine with the events of the last night. But then I read the news. And suddenly it seemed to have become this big thing.
The Oscar Mistake. How the Oscars went wrong etc.

Sure, there was a mix up. Something that wasn’t supposed to happen. You can complain about it, but you can also just leave it. You don’t get upset when a kid forgets its lines at the school play, and although the Oscars are kind of a bigger events, its still the same principle. These things happen. Human errors. No big deal.

With great power comes great responsibilities

But that shouldn’t make us forget about the huge calmness and humanity with wich everyone involved handled the situation. It was a huge opportunity for greatness, and everyone lived up to that. The most impressing performance probably was by LaLaLand Producer Jordan Horowitz who not only was very kind in handing over the award, but also quick and clear enough to solve the whole commotion on stage. Without him it could have turned out pretty differently.

But also Barry Jenkins handled the situation very well. It was a good thing, that he was on stage beforehand, receiving his award for best adapted screenplay. It really seemed like he wanted to get everything of his chest in case he might not be on stage again. And it was a good thing he did, because in all the chaos, there wasn’t much room for long speeches. And they weren’t really necessary either.

In the backstage interviews, the Moonlight Producers were ask if they had prepared anything to say. Of corse they did. But rightfully they decided to go with the flow on this one. Embrace the situation. And it made the whole thing so much better.

Emma Stone said afterwards, that it might have been the craziest moment in Oscar History. But in my opinion it was also the greatest. Every Oscar speech is about humanity, being kind and thanking your closest friends and relatives. And although that is a great thing, in 2017 we got to see all that in action. It was one of the kindest and human situation I’ve ever seen on the Oscars.

#OscarsSoMoonlit

Last years Oscars were a very controversy event. #OscarsSoWhite was the trending Hashtag on Twitter due to the overload on white nominees. But Hollywood listened and Hollywood learned. Say what you want, but this year really was a turn around in that department. There were a record breaking six nominees for black actors and actresses.
Having that in mind it would have been so wrong if LaLaLand would have won best picture. Not because its a ,white movie‘ going against a ,black movie‘ but because its a movie about Hollywood itself vs. a movie about an underestimated minority. Giving the award to LaLaLand would have been a very selfish thing to do for a very stained entertainment business. Giving it to Moonlight on the other hand is a huge sign for change and opportunity. (Ignoring of course, that Moonlight simply might be the better movie.)

I think we all want more diversity in our culture and art. It enhances and enlightens every part of live and therefore we should try our best at creating equal opportunities for everybody.
It might not alway work as smoothly as it should be, but I’m more then certain, that we will get there.

And if LaLaLand handing over the Oscar to Moonlight isn’t a symbol for including black filmmakers in Hollywood, I don’t know what is.

Ruhe

Die Blume des Lebens

Die Blume des LebensBlume des Lebens

Ich bilde mir eigentlich ein, so ziemlich jedes weltweit bekannte Symbol irgendwie und wann – und wenn auch nur am Rande – einmal gesehehen zu haben. Ich habe mit so vielen verschiedenen Menschen studiert, gelebt, gearbeitet, geredet, hätte mir da die Blume des Lebens nicht irgendwann einmal begegnen müssen? Nein. Oder ich habe sie unbewusst übersehen.

Denn irgendwie war sie die ganze Zeit da. Sogar ganz nah. Zum Beispiel auf dem Räucherstäbchen-Teller, den Uwe zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Also frage ich mich, wo ich dieses Ornament noch überall übersehen habe? Mein Kunstgeschichtsstudium fällt mir ein, der Judo-Dojo, der Thai Chi-Übungsraum, Kunstbände, Plattencover, Bücher, Plakate … war ich blind? Warum? Zeit, einmal genauer hinzusehen.

Simpel und gleichzeitig komplex

Blume des Lebens

Ich sehe einen gelangweilten Schüler im Geometrieunterricht sitzen und Kreise mit seinem Zirkel malen. Erst einen. Dann den nächsten vom Mittelpunkt dieses Kreises aus, den nächsten Kreise von einem der zwei Schnittpunkte, die weiteren Kreise von den neuen Schnittpunkten aus … Klingt irgendwie deprimierend, aber wenn man sich das Ergebnis ansieht. Wow. So entsteht die Blume des Lebens, eine gemometrische Form aus 19 Kreisen und 90 „Blütenblättern“.

Leonardo da Vinci
Leonardo_da_Vinci_-_Blume des Lebens

Leonardo um 1512

Seit dem Kunstgeschichtsstudium bin ich ein großer Fan des rebellischen, neugierigen, unkonventionellen, sensiblen Leonardo da Vinci. Vermutlich Sohn einer arabischen Sklavin, die beim Vater gearbeitet hat. Sehr wahrscheinlich homosexuell. Auf jeden Fall hochintelligent und extrem visionär. Der die erste Müllabfuhr von Mailand organisiert und mehr als 30 Menschen seziert hat, da er sich so sehr für das Innere des Menschen interessierte, also die Adern, Knochen, Organe und Muskeln. Um mal das flauschige Bild aus den heutigen Museums-Stores von Leonardo ein wenig aufzumischen. Leonardo sah sich als Wissenschaftler – Haltung zur Kirche und Glaube wohl eher freundlich distanziert.

Codex Atlantis

Der Codex Atlantis ist eine Sammlung von Zeichnungen von Leonardo, oder die Sammlung. Er hat seine Zeichnungen darin nicht nur gesammelt, sondern neu gruppiert, zusammengeklebt, sortiert, sodass manchmal sogar sechs Zeichnungen auf einem Blatt zu sehen waren. Oder in Passepartouts geklebt, damit man Vorher- und Rückseite ansehen konnte. Ich nenne das Collage und modern und extrem interessant für andere Künstler, an die er bei der Herstellung und Aufbewahrung sicher gedacht hat. Ab 1960 hat man diese Sammlung „restauriert“, die Blätter getrennt und auf Einzelbilder geklebt (ja, genau wie die Quittungen bei der Steuererklärung), wodurch ein 12-bändiges Werk mit 1119 Blättern entstanden ist. (Ich hoffe, irgendjemand hat das Original im Urzustand fotografiert, damit spätere Restauratoren das alles wieder rückgängig machen können.)

Leonardo da Vincis Darstellung des Ornaments (Codex Atlanticus, fol. 309v)

Codex Atlanticus, fol. 309v

Jedenfalls ist eine dieser Zeichnungen – genau, die Blume des Lebens, die man damals allerdings gar nicht so genannt hat. Jetzt wäre natürlich interessant zu erfahren, was Leonardo da unter dem Symbol notiert hat …

Türschwelle
Perrot-Chipiez-1884_-_Sill_of_a_door,_from_Khorsabad_-_Louvre

Zeichnung von Jules Bourgoin (1838-1907)

Der erste Fund, einer Darstellung des Blume des Lebens-Ornaments findet sich im Palast von König Aššur-bāni-apli in Dur Šarrukin. Zeit: 645 v. Chr.  und heute in der assyrischen Abteilung des Louvre oder  im British Museum zu finden. Da sieht es tatsächlich mehr wie ein nettes Teppichmuster aus und setzt sich weit über 19 Kreise fort. Zufall? Absicht?

In Ägpyten taucht die Blume des Lebens als Graffiti an Tempelanlagen auf (Tempel Sethos I.), und lässt die Wissenschafler rätseln, wer die dort wann hingekritzelt hat. Wobei – das sieht schon ziemlich exakt aus. Es gibt das Muster in China unter der Pranke eines Löwen, die Blume des Lebens in Pfarrkirchen in Europa, in Indien an Tempelsäulen. Sagen wir einfach: Sie wurde schon fast überall auf der Welt gesehen, vor allem an öffentlichen Gebäuden, Tempeln, Kirchen. Und weil man Mustern in der Kunstgeschichte oder Architektur keine große Bedeutung schenkt, findet man bisher leider nirgendwo eine anständige Antwort auf die Frage, wieso dieses Symbol da oder dort auftaucht.

Heilige Geometrie

Die Blume des Leben ist eben kein Fall für die reine Wissenschaft. In der Gnostik und Esotherik dagegen kennt man geometrische Formen, die als Symbol für den Bauplan der Schöpfung, des Lebens verstanden werden. Formen, in denen alles – vom Atomkern bis zur Spiralgalaxie – aufgehoben sein soll und dargestellt ist. Weil alles Leben aus einem winzigen Samen/Ei erschaffen wurde und mit allem zusammenhängt.

„Jeder Teil eines Dings enthält etwas von der Natur des Ganzen.“ (Leonardo da Vinci)

Leonardo da Vinci etwa 1492

Womit wir wieder bei Leonardo wären.

Esoterik

Und gleichzeitig langsam und stetig die wissenschaftliche Ebene verlassen. In esotherischen Kreisen ist die Blume des Lebens als Schutzsymbol bekannt. Mit einem Aufkleber der Blume des Lebens auf einer Wasserflasche soll man den Inhalt beleben können, also energetisieren, säubern. Mit einem Symbol an der Wand Wohn- und Schlafräume entstören, an Arbeitplätzen den Elektrosmog verringern, mit einem Schmuckstück den Träger schützen oder harmonisieren. Well, well.

Blume des Lebens

 

Ich verstehe gerne, woher Dinge kommen. Was es damit auf sich hat. Da bin ich wohl Leonardo ähnlich. Mich interessiert  – fast alles.

Brauche ich eine Erklärung für eine Sache, ein Symbol? Eigentlich nicht. Denn zum einen kann ich es ausprobieren, zum anderen sieht es einfach schön aus. So what.

Jetzt, wo ich Bescheid weiß – oder ein wenig mehr Bescheid weiß, denn da scheint es eine Menge Geheimnisse zu geben – fühle ich mich etwas erleuchteter. Das Symblol werde ich nicht mehr übersehen. Und ich will definitiv auch so einen kleinen Aufkleber auf meinem Handy haben!

Radio

Buchempfehlungen

Hier ein paar Buchempfehlungen von Büchern, die ich in Italien gelesen hab:

Big Magic – Elizabeth Gilbert

Ach, Miss Gilbert. Sie haben sich in den letzten Jahren heimlich in meine persönliche Top Autoren Liga Buchempfehlungengespielt. Ich habe „Eat Pray Love“ in einer sehr emotionalen Umbruchphase gelesen. Es kam genau zum richtigen Zeitpunkt und war wie Balsam für meine Seele. Gilberts zweites autobiographisches Buch „Commited“ fand ich sehr spannend und lehrreich. Und mit „Signature of all Things“ hatte ich das erste mal einen richtigen Roman von ihr gelesen.

Big Magic“ ist erneut ein autobiographisches Buch. Oder eigentlich mehr ein langes Mantra. Eine Predigt über das kreative Leben. Gilbert erläutert ihre Vorstellung über Ideen und die Rolle des Künstlers bei derer Verwirklichung. Sie hat schon zwei TED Talks über dieses Thema gehalten, die mir beide sehr gefallen haben. Ich mag ihre lockere Schreibweise, ihr Talent, dem Leser das Gefühl zu geben, ganz persönlich mit ihm zu reden. Ich mag, wie sie sich selbst nicht zu ernst nimmt und gleichzeitig schon drei Bücher über sich selbst geschrieben hat. „Big Magic“ hat mich sehr inspiriert. Und ich würde es jedem empfehlen, der im Flow ist, der in den Flow kommen möchte oder der noch gar nicht weiß, was Flow für ihn bedeutet. Kreatives Leben geht über Kunst hinaus.

Unorthodox

fullsizerender-3Ein autobiographischer Roman einer chassidischen Jüdin die in den Neunzigern in New York, Williamsburg in einer streng gläubigen Gemeinde aufgewachsen ist. Ich liebe ausführliche Beschreibungen von Umgebungen, Essen, Klamotten in Büchern. Und das hat dieser Roman zuhauf. Gleichzeitig reizt mich natürlich der autobiographische Anteil. Allein, dass man dieses Buch in den Händen hält, verrät den Ausgang ihrer Geschichte. Doch wie ist sie von A nach B gekommen? Von einem streng behüteten Leben, welches von Männern und der Religion dominiert war – erst eine Woche vor ihre Zwangshochzeit hat sie das erste Gespräch über Aufklärung bekommen –, zu der Freiheit ein Buch über genau dieses Leben schreiben zu können. Eine junge Rebellin, deren Naivität oft unglaublich scheint. „Unorthodox“ erzählt von der Emanzipation einer jungen Frau und gibt gleichzeitig Einblick in eine sonst streng abgeschirmte Gemeinde.

The Tao of Wu – RZA

Für diejenigen, die noch nie etwas von RZA gehört haben (so wie ich vor diesem Buch): er ist ein Amerikanischer Rapper, der ’69 als Robert Diggs in New York geboren wurde. Er ist einer der Mitbegründer des Wu-Tang Clans. Ähnlich wie „Big Magic“ ist „The Tao of Wu“ ein Mix aus einem Ratgeber und einer fullsizerender-4Autobiographie. Man erfährt viel über sein Aufwachsen im Ghetto, über Ausgrenzung und junge Kriminalität. Der Kampf ums Überleben zwischen Waffen – und Drogenkriegen. Gleichzeitig ist RZA ein extrem spiritueller Mensch, der schon als Kind die Lehren des Islams verinnerlicht hat. Er macht Kung-Fu, meditiert und spielt Schach. Er redet viel über die Mathematik des Lebens und wie er innerhalb von fünf Jahren den Wu-Tang Clan und seine Mitglieder zu weltweitem Erfolg und Anerkennung gebracht hat.

Das Buch ist für jeden, der entweder Fan von RZA oder des Wu-Tang Clans ist, da man viele Insider Stories und Eindrücke bekommt. Aber auch für jeden, der sich selbst mit Spiritualität auseinander setzen möchte. Ich würde niemals alles unterschreiben, was RZA schreibt, aber wo macht man das schon? Denn es gibt viele Widersprüche in seinem Leben. Wie z.B sein Umgang mit Frauen und Drogen. An mir hat am meisten genagt, wie sehr er sich als erleuchtet darstellt. Dieses Selbstbewusstsein gehört zwar in der Hip-Hop Szene zum A und O des Überlebens, aber ist meiner Meinung nach schwierig auf Selbstreflexion und Spiritualität zu übertragen. Es hat mich dennoch nicht abgehalten, das Buch zu genießen. „Because I’m always down for some Philosophy“ (RZA)

Danke an Isa, Papa und Lukas für die tollen Geschenke!

Ruhe

Neumond

 

Also wenn ich mich entscheiden müsste, also nur wenn ich vor die Wahl gestellt werden würde, also wirklich nur wenn … ja also dann … wär Neumond mein Lieblingsmond.

Ich komm einfach extrem gut mit ihm klar. Er ist nicht so laut und protzig wie der Vollmond. Er ist mehr in sich gekehrt. Bescheidener. So frisch. Nicht gerade der Höhepunkt, aber der Anfang oder das Ende, wie man’s sieht. Neu halt.

Der Neumond eignet sich hervorragend für Veränderungen. Sei es Haare schneiden, Zimmer umräumen oder der Start einer Fastenkur. Dinge die man schon ewig machen will, aber irgendwie nicht so wirklich in den Flow kommt, der Neumond ist der richtige Zeitpunkt.

Also schreibt eure Neumondsvorsätze!  Hier sind meine:

  1. Das Handy am morgen für die ersten Stunden nicht aus dem Flugmodus holen
  2. Morgens Meditieren
  3. Handstand weiter üben
  4. wieder Gitarre spielen
  5. das Bild endlich aufhängen

 

Neumond-Juni-16

Am Sonntag (5.6) haben wir übrigens einen sogenannten MEGA-Neumond (den Begriff hab ich mir nicht ausgedacht), da sich ein „spannungsgeladenes Großes Kreuz“ am Himmel aufbaut.

Dieser Neumond steht im Zeichen Zwilling, genauso wie der Vollmond davor und der Vollmond darauf.

„Die Zeichen Zwillinge, Schütze, Jungfrau und Fische sind dabei besonders „unter Strom“. Die größte Wandlung wird hierbei von den Fische-Geborenen verlangt. Die größten Erkenntnisschritte dürften die Jungfrau-Geborenen erfahren.“

(…)

„Mit anderen Worten: Bringen Sie Ihre Wahrheit zum Ausdruck (Jupiter am Zukunftspunkt). Legen Sie alles das ab, wohinter Sie sich bis anhin versteckt haben (Neptun am Vergangenheitspunkt). Lassen Sie all die Schein-Ichs zurück, gehen Sie so auf andere Menschen zu, wie Sie wirklich sind, und erlauben Sie sich, glücklich zu sein und mit dem, was Ihnen Freude macht, zu expandieren.“

Also Kinnas, es wird Zeit sich ein paar Gedanken zu machen und zu expandieren.

Ich freu mich!