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Haut: Interview mit Tattoo Artist Kathi

Als wir überlegt haben, wer welchen Beitrag im Oktober übernimmt, wusste ich sofort, ich MUSS für das Interview mit einem Tattoo-Artist sprechen. Kunst auf Haut – besser geht es doch gar nicht. Daher freue ich mich sehr, dass Kathi vom Tattoo-Studio Body Temple in Potsdam sich Zeit für meine Fragen genommen hat. Kathi ist in dem 4-köpfigen Tattoo-Team Expertin für Permanent Make-up, Dotwork, Neotribal, Fineline. Okay, stürzen wir uns gleich hinein.

Katrin: Hi Kathi, ich muss gestehen, dass ich hier gerade einen Fanmoment erlebe. KünstlerInnen, die gut zeichnen können, habe ich schon immer bewundert. Und dann zeichnest du nicht allein in deiner Kammer mit Radiergummi und großen Stapeln von Papier, also all den Hilfsmitteln, die wir Künstler so haben, um unsere Arbeit ständig verwerfen zu können, sondern auf Haut. Fehler – nicht vorgesehen. Ist es jedesmal aufregend, auf die Haut eines Menschen zu zeichnen oder gewöhnt man sich daran?

Kathi tätowiert das Logo des Body Temple

Kathi: Aufregend in dem Sinne „aufgeregt zu sein“ nicht, aber ich bin natürlich schon sehr konzentriert und aufmerksam. Da spreche ich nicht nur für mich, sondern für unser komplettes Team. Bei sehr anspruchsvollen Motiven wie Portraits oder schwierigen grafischen Bildern, bin ich auch schon mal ein wenig aufgeregt. Das erhöht aber die Konzentration. Gespräche während der Tattoositzung fallen dann oft weg und die Umgebung blende ich völlig aus. Mein Kunde oder Kundin und ich bilden dann so eine Art Mikrokosmos.

Bist du als Zeichnerin zum Tätowieren gekommen oder wolltest du immer schon tätowieren und hast dann dafür zeichnen gelernt?

In meiner Jugend habe ich gesungen und gemalt. Diese zwei Hobbys waren mein Glück, meine Talente und oft auch Ventil für alle möglichen Gefühle, die wir in uns haben, wenn wir die oft nicht leichten Altersstufen durchleben – du weisst sicher, was ich meine: Streit mit Freundinnen, Pubertät, Konflikte mit den Eltern und mit sich selbst, Abnabeln vom Elternhaus usw …

Kathi vom Body Temple Potsdam

Ich habe mir viel aus der Seele geträllert und wollte eigentlich musikalisch mein Arbeitsleben gestalten. Dazu kam es leider aus politischen Gründen nicht und ich habe mich dann mehr aufs Malen konzentriert. Nach längeren Auslandaufenthalten und Selbstfindungsversuchen nach der Wende habe ich schliesslich eine Ausbildung zur Kosmetikerin absolviert und mich mit der Zusatzausbildung fürs Permanent Make-up dann recht wohl gefühlt. Die Tätowierkunst und das Handwerk gab es zu DDR- Zeiten nicht – es hat für mich in dem Sinne nicht existiert. Mein Sprungbrett war also das Permanent Make-up. Was ich auf dem Augenlid kann, wird wohl auch an anderen Körperstellen funktionieren. Und so tastete ich mich an andere Bilder heran …

Die Haut – ist deine Leinwand. Leinwand kann unterschiedlich sein, Haut auch. Dick oder dünn, dunkel oder hell – welchen Einfluss hat die Haut der Menschen, die du stichst, auf deine Arbeit?

Die unterschiedliche Beschaffenheit der Haut (Alter, Hautdicke und auch die Körperstelle) muss ich immer mit einbeziehen und beachten. Somit ist es oft schwieriger, unbequemer (auch für den Kunden). Manchmal dauert es auch länger, aber das Ergebnis sollte von meiner Seite möglichst immer gleich gut sein. Weiche Körperpartien, wo – zum Beispiel – die Atmung noch mit einbezogen werden muss, sind logischerweise schwerer zu bearbeiten als eine schöne feste Wade oder ein Oberarm. Ich muss allerdings dazu sagen, dass auch die Pflege eines frisch gestochenen Tattoos mindestens genauso wichtig ist, um am Ende ein optimales Ergebnis für die Ewigkeit zu erzielen.

Welche Art von Haut tätowierst du am liebsten?

Optimal ist natürlich junge, knackige Haut über gut ausgebildeter Muskulatur.

Okay, verstehe! Wie stehst du dazu, Narben überzutätowieren?

Ich persönlich decke häufig Narben ab und helfe in diesen Fällen, diese meist unschönen Erlebnisse zu verarbeiten. Auch wenn die Narben manchmal noch zu sehen sind, ist die Optik abgelenkt, weil das schöne Bild im Vordergrund steht.

Die Haut ist einer ständigen Veränderung unterworfen. Sie ist an manchen Stellen dünner, an anderen von mehr Fettschichten unterpolstert. Und sie altert. Aus deiner Erfahrung: Gibt es Stellen, die sich besser für ein Tattoo eigenen und Stellen, von denen du eher abraten würdest?

Grundsätzlich rate ich ab, wenn die Kunden zu jung für sichtbare Körperstellen sind. Alles andere entscheide ich je nach dem, was und wo gemacht werden soll – bei jedem individuell.

Für mich sind Tattoos Statements. Was ist deine Erfahrung oder Einschätzung: Wie oft will jemand mit einem Tattoo eher „aus seiner Haut“ hinaus, sich befreien, sich verändern. Und wie oft will er oder sie ihre Persönlichkeit mit einem Tattoo unterstreichen, sich in ihrer Gruppe rückversichern, sich bestätigen. Also sich „mit Haut und Haaren“ einer Sache verschreiben?

Ich denke, dass es eine gesunde Mischung aus allen Typen ist. Für die einen ist der Körper mit Bildern ein Tagebuch, für einige ist es so eine Art Schmuck, der die Körperlinien und Formen unterstreichen soll, andere wollen sich hart von der Familie oder der Gesellschaft abgrenzen … Wir versuchen bei uns im Geschäft den ästhetischen Anspruch mit dem Kundenwunsch so zu vereinbaren, dass sich die Bilder gut an die jeweiligen Körperstellen anschmiegen.

Meist geht es mit einem Tattoo los und dann wird es ein Kunstprojekt, das sich über den ganzen Körper ausdehnt. Gibt es Leute, die immer wieder zu dir zurückkommen und nur deine Kunst auf ihrem Körper haben wollen oder geht es den meisten eher darum, Tattoos von verschiedenen Tattoo Artists auf der Haut zu haben?

Das teilt sich genau in diese zwei Gruppen auf: Treue, sehr personenbezogene Kunden und die „Sammler“. Beides kann ich nachvollziehen und freue mich immer über das Vertrauen – egal von wem.

Ich habe dir ja von dieser Kurzgeschichte von Ronald Dahl erzählt, die ich als Kind gelesen habe und die mir nie aus dem Kopf gegangen ist. In der Geschichte lässt sich ein Tätowierer von einem befreundeten Künstler ein Bild auf den Rücken malen und dann stechen. Und als der Maler berühmt ist, wird um den verarmten Tattoo-Artist von Kunstsammlern geboten. Und weil er kein Geld hat, willigt der Tattoo-Artist ein, mit einem der reichen Sammler mitzugehen und als lebendes Kunstwerk in seinem Hotel zu leben. Nur, dass er dort nie ankommt, aber ein seltsame verblichenes Bild mit dem Rückenmotiv des berühmten Malers später in einer Galerie auftaucht. 

Was mich an der Geschichte fasziniert, ist, dass hier Kunst und Leben gegeneinander aufgewogen werden. Was ist wichtiger? Künstler, die auf Papier oder Leinwand arbeiten, können berühmt werden, aber meist müssen sie um ihren Lebensunterhalt hart kämpfen. Bei euch Tattoo-Artist ist es anders – ihr arbeitet erst, wenn ihr einen Auftrag habt. Aber trotzdem gibt es diese Verbindung, denn bei sehr guten Tattoo Artists läuft die KundIn dann am Ende mit einem Kunstwerk auf dem Körper herum. Siehst du dich eher als Künstlerin oder Handwerkerin wenn du tätowierst?

Ich bin eine gute Mischung. Für ein kreatives Ergebnis (egal welche Kunstrichtung) braucht man immer beides: Das Kino im Kopf und die ausführende Hand müssen zusammen passen.

Vorlage und Ausführung

Ich nehme an, die meisten Kunden, die zu dir kommen, wissen, was sie haben wollen. Also welches Motiv. Zeichnest du dann den Entwurf? Oder kommen Leute eher mit fertigen Entwürfen und sagen: „Mach mir das auf den Oberarm.“ Akzeptierst du das? Ist das der Job – oder machst nur die Kunst, die von dir kommt, die du entworfen hast, zu der du stehst?

Ich zeichne für 95%  meiner Kunden einen Entwurf, weil ich/wir möglichst nichts 1 zu 1 kopieren wollen, es sei denn, es sind Portraits, gemalte Bilder von Kindern, Handschriften von geliebten Personen etc.

Eine Tätowierung auf der Haut ist eine sehr langfritige Entscheidung. Mittlerweile gibt es schon eine Menge Studios, die sich mit Tattoo-Entfernung beschäftigen. Wie ist es bei dir? Gibt es Tattoos, die du heute bereust und nicht wieder stechen lassen würdest? Oder ist es eher wie eine Narbe, also eine biografische Spur auf dem Körper?

Entschlossene Tattoo-Entfernung im Body Temple

Ich trage auf meinem Körper natürlich auch Bilder, die ich heute anders umsetzen würde. Ich habe mir mein Erstes weglasern lassen (der Tätowierer war leider talentfrei und hat es mir versaut). Jedes Bild hat seine Zeit und die Geschichte dazu.

Die Tattoo-Szene ist groß, allein hier in Potsdam gibt es mehrere Tattoo-Studios.

Es gibt – soweit ich weiß – bisher keine geregelte Berufszulassungsreglung, das wird wohl gerade diskutiert. Im Prinzip kann jeder Tattoos stechen und ein Tattoostudio eröffnen. Worauf sollte man aus deiner Sicht bei einem Tattoo Artist oder einem Studio achten, wenn man sich ein Tattoo stechen lassen will?

Jeder, der vorhat, sich tätowieren zu lassen, sollte sich über sein Motiv im klaren sein und dann immer das persönliche Gespräch im Tattooshop suchen, um sich Referenzen anzuschauen, die hygienischen Zustände zu checken, um zu schauen, ob Sympathie zum Künstler vorhanden ist und um eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Das Bauchgefühl wird dann entscheiden, in welchem Studio man sich gut aufgenommen fühlt.

Und wie ist es mit den Motiven? Ich nehme an, es gibt Trends, die dann auch wieder schnell aus der Mode kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass ihr Profis genau seht, wann sich jemand ein Tattoo hat machen lassen. Stimmt das? 

Oh ja, da hast du recht und wenn dann ein „Trend“ zu lange andauert, dann versuche ich auch mit neuen Vorschlägen dagegen zu wirken.

Okay, und wenn wir von Trends reden: Was ist gerade angesagt?

Im Moment sind Mandalas, geometrische Muster in Verbindung mit realistischen Motiven wie zum Beispiel: Löwenköpfe, Füchse, (mal wieder) Rosen … gern und oft angefragte Motive.

Aha … Mein (laienhafter) Eindruck ist, dass die Tattoos größer, bunter und komplexer werden. Richtige Gemälde. Ist der einfache Ring um den Oberarm oder der Schmetterling auf der Schulter noch aktuell?

Die minimalistischen Zeichnungen sind genauso aktuell wie z.B. die komplexen asiatischen Konzepte.

Wie stehst du zu weißen Tattoos? Machen die nur bei dunkelhäutigen Menschen Sinn oder ist das ein allgemeiner Trend?

Ich persönlich habe es gern, es sieht immer ein wenig aus wie eine Narbe – es hat so etwas ursprüngliches bei Dunkelhäutigen.

Es gibt ja eine Menge Dinge, die man mit seiner Haut anstellen lassen kann. Ritzen, Piercen, Tunneln … ???  Was bietet ihr an? Gibt es etwas, von dem du abraten würdest?

Wir haben 2008 mit dem Piercen aufgehört, weil keiner von uns mehr so richtig hinter der Sache stand und unser Piercer in seinen alten Beruf zurück wollte. Ich kann kein guter Piercer sein, wenn ich es nicht liebe, also haben wir es gelassen.

Du bist im Tattoo Temple Spezialitstin für Permanet Make-up. Das werden vermutlich meist Augenbrauen und Lidstrich sein, oder? Auf der anderen Seite gibt es diesen No-Make-up Aufruf, gerade unter Frauen, also sich nicht immer nur dann sicher zu fühlen, wenn man geschminkt ist und man sich ruhig mal ohne Make-up zeigen soll. Wo stehst du in dieser Diskussion?

Das Permanent Make-up ersetzt nicht das Schminken – so arbeite ich. Das heißt, es wird die Natur unterstützt. Wenn keine oder zu spärlichen Augenbrauen da sind oder der Wimpernrand zu hell ist oder das Auge sehr klein wirkt, dann helfe ich hier nach. Bei den Lippen ist es ähnlich und noch komplexer, weil ich hier bei Narben von Herpes oder Nasen-Gaumenspalte gut kaschieren kann und die Frauen dann selbstbewusster durchs Leben gehen können. Ich habe viele Krebspatienten, die zu mir kommen. In der Phase der Chemotherapie (sie verlieren die Körperbehaarung) lassen sie sich das Wichtigste, was ein Gesicht braucht, von mir wieder pigmentieren. Es ist eine super schöne Arbeit mit all den Frauen, die mir ihr Vertrauen schenken. Männer kommen weniger, obwohl da sicher auch Bedarf ist.

Was ist Dir bei deinen Tattoos auf deiner Haut am wichtigsten. Gibt es einen Plan? Oder folgst du deinem Gefühl?

Für eine Tätowiererin bin ich recht wenig tätowiert. Ich habe meinen Rücken, die Seiten und den rechten Arm bunt. Ich lasse mich von meinem Mann Lemme tätowieren, wenn wir Zeit und Lust haben. Wenn es nach Gefühl ginge, wäre es schon mehr, aber meist fehlt es an der Zeit. Du kennst den Spruch vom Schuster und seinen Leisten …

Liebe Kathi, danke für das Interview. Und ihr da draußen, die ihr ein Tattoo wollt und in Potsdam/Berlin wohnt – Tattoo Temple – is the place to go.

Alle Fotos sind von @Steven Ritzer

Das Tattoo Studio Body Temple findet ihr auch auf Facebook und auf Instagram.

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Zufall: Terry Gilliam’s: Don Quixote

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von dem verrückten Alten, der auszieht, um gegen Windmühlen zu kämpfen. Entzückt durch eine Vielzahl von Ritterromanen, entschließt sich Don Quijote, sein eigenes Abenteuer zu bestreiten. Auch wenn es schon lange keine Ritter mehr gibt, bastelt er sich eine Rüstung, sucht sich ein Pferd und einen Knappen und reitet aus. Ein waghalsiges Abenteuer beginnt, das den armen Don Quijote mehr als einmal geprügelt und gepeinigt zurücklässt. Doch dieser gibt nicht auf. Er hält an seinen Fantasien fest und stürmt weiter in den Kampf gegen Bestien, die keine sind, für eine Liebe, die er nie zu Gesicht bekommen wird.

Wiederum entzückt von Miguel DeCervantes’ Geschichte, beschließt Ex-Monty-Python Terry Gilliam Anfang der 2000er, das Abenteuer des Don Quijote zu verfilmen. Bereits über zehn Jahre hat er an dem Stoff gefeilt und eine Version geschrieben, in der ein Marketingleiter zurück in der Zeit reist und vom verwirrten Don Quijote für Sancho Panza gehalten wird.

Nach einigen gescheiterten Finanzierungsversuchen ist es dann irgendwann soweit. Der Film geht in die Produktion. Als Don Quijote ist der französische Schauspieler Jean Rochefort besetzt, der extra für die Rolle Englisch gelernt hat, den Marketingleiter soll Johnny Depp spielen. Doch noch bevor die Dreharbeiten überhaupt begonnen haben, gibt es erste Probleme. Das Budget ist eng und knapp berechnet, was die Vorbereitungen für die wahnwitzige Geschichte schwierig macht. Die Schauspieler sind alle vielbeschäftigt, so dass es schwerfällt Termine für Lese- oder Kostümproben zu finden.

„…Once you start making Quixote, you become Quixote.“
Terry Gilliam 

Und dann, einen Tag vor Drehbeginn, steigt Jean Rochefort nicht ins Flugzeug. Er hat Prostata-Schmerzen und geht direkt zum Arzt. Für Gilliam ist klar, das ist psychosomatisch. Der Schauspieler hat sich sieben Monate lang auf die Rolle vorbereitet, jetzt bekommt er Angst. Doch umbesetzen geht nicht. Vor allem, weil Rochefort der absolute Lieblingskandidat ist. Glücklicherweise schafft er es dennoch pünktlich zum Drehbeginn und die ersten Szenen werden inszeniert, mit einem Don Quijote, der vor Schmerzen nicht auf einem Pferd sitzen kann.

Auch sonst geht nicht alles glatt. Andauernd rasen Düsenjets des nahegelegenen NATO-Übungsplatzes über das Set. Keine gute Sound-Kulisse für einen Historienfilm. Durch mangelndes Geld, bleibt keine Zeit zu warten. Gilliam dreht wide-shots und beschließt, den Ton später aufzunehmen. Oft muss er zusammen mit seinem Kameramann und Regieassistenten noch am Tag Drehpläne verändern, damit sie überhaupt etwas in den Kasten bekommen. Und schon am zweiten Tag spielt das Wetter nicht mehr mit. Wo es am Vortag noch sonnig war, ist es jetzt grau und bewölkt und dann fängt es auch noch an zu regnen. Eine regelrechte Wasserflut überschwemmt das Set. Danach sieht nichts mehr aus wie vorher. Das Equipment beschädigt, das bereits gedrehte Material vom Vortag unbrauchbar. Es dauert nicht lange und die gesamte Produktion wird niedergelegt, geht als einer der tragischsten Zusammenbrüche in die Filmgeschichte ein.

Nur Glück haben Keith Fulton und Louis Pepe. Sie haben die Produktion von Anfang an verfolgt, um eine Dokumentation über Gilliams Masterprojekt zu drehen. Jetzt heißt der Film Lost In La Mancha und ist die einzigartige Aufzeichnung eines Regisseur, der mit schrecklichen Zufällen zu kämpfen hat. Denn das ist es doch, wenn Schauspieler krank werden, das Wetter nicht mitspielt und eine Produktion somit zu Grunde geht. Nichts als ein gemeiner Zufall, oder?

Zufall ist allerdings auch, dass sich einige Jahre zuvor bereits ein anderer ambitionierter Regisseur an die Geschichte des Don Quijote gewagt hat. Kein Geringerer als Orson Welles hat 1955 versucht den Stoff zu verfilmen. Auch seine Geschichte ist ein Twist auf Miguel DeCervantes’ Klassiker. Nur wollte er keinen neuen Sancho Panza in die Vergangenheit reisen lassen, sondern im Gegenteil, Don Quijote und seinen treuen Gefährten in die Gegenwart versetzen. Dort sollten sie auf die junge Dulcie treffen, die von Welles persönlich die Geschichte über den seltsamen Ritter gehört hat. Nun, sei es Zufall, Welles hatte auf jeden Fall ähnliche Schwierigkeiten mit dem Stoff. Nach ersten Farbfilm-Tests, die CBS nicht gefielen, wurde ihm das Budget gestrichen. Der Film stand vor dem Aus. Doch Welles hielt weiter an seiner Idee fest. Als er kurz darauf aus der Postproduktion seines eigenen Filmes Touch Of Evil gestoßen wurden, machte er sich auf den Weg nach Mexiko, um erneut an seinem Passion-Projekt zu arbeiten.

„…unfinished because it was unfinishable…“
Jean-Paul Berthomé and François Thomas über Welles’ Don Quijote

Auf Grund von Finanzierungsschwierigkeiten wurde er erneut sitzengelassen und entschied sich, den Film von nun an aus eigener Tasche zu finanzieren. Über die Jahre drehte er immer wieder mehr oder weniger improvisierte Szenen mit dem spanischen Schauspieler Francisco Reiguera, der den Quijote spielte, Achim Tamiroff als Sancho Panza und der kleinen Patty McCormack. Auch Welles drehte ohne Ton und wollte den Dialog und einen Erzähler später aufnehmen. Da die Dreharbeiten aber immer wieder für andere Projekte von Welles unterbrochen wurden, war Patty irgendwann zu alt für ihre Rolle. Welles konnte somit weder  mit ihr weiterdrehen, noch die bereits gedrehten Szenen verwenden. Auch wenn Welles es schaffte, alle Don Quijote Szenen vor Reigueras Tod 1969 zu drehen, war eine Veröffentlichung des Projektes nicht in Sicht.

Doch Welles sprach weiter darüber, den Film irgendwann zu beenden … Auch wenn es, wie er meinte, unter dem Titel When Are You Going To Finish Don Quixote?‹ sei.  Sein eigener Tod 1985 sorgte dann allerdings dafür, dass seine Version des Don Quijote nie auf der Leinwand zu sehen sein sollte.

Ist das noch bloßer Zufall, oder kann man sich bereits Gedanken darüber machen, dass die Geschichte des Don Quijote verflucht ist. Unverfilmbar. Hat Gilliam mit seiner Filmwahl einfach Pech gehabt? Bei jedem anderen Regisseur würde man vermutlich davon ausgehen. Doch Lost in La Mancha ist nicht der einzige Stolperstein in Gilliams Filmografie.

Man könnte fast behaupten, Terry Gilliam zieht die gemeinen Zufälle nur so an. Am bekanntesten ist hierbei wahrscheinlich der tragische Tod Heath Ledgers, der mitten während der Drehzeit zu Das Kabinett das Dr. Parnassus verstarb. Da lediglich die Aufnahmen in der Fantasiewelt des Parnassus fehlten, sprangen nach einem geschickten Re-write einige Schauspieler für den verstorbenen Ledger ein, um so den Film doch noch zur Fertigstellung zu bringen. Einer von ihnen: Johnny Depp.

Viel bezeichnender für Terry ist aber die Geschichte, die sich hinter seinem Film Brazil befindet. Eine verdrehte Dystopie, in der die Bürokratie die Überhand gewonnen hat. Der verträumte Sam (Jonathan Pryce) wird durch einen Fehler im System zufällig in eine Aneinanderreihungen von Katastrophen verstrickt, immer auf der Suche nach der Liebe seines Lebens, die er aus seinen Träumen wiedererkennt.

Und sei es durch Zufall, spiegelte sich genau jener Kampf mit der Bürokratie in der Veröffentlichung von Brazil wieder. Obwohl die Filmarbeiten mehr oder weniger ohne besondere Vorfälle abgewickelt wurden, rasselte Gilliam kurz darauf in eine Verstrickung, die Brazil als einer der bekanntesten filmischen Auseinandersetzungen zwischen Kreativen und Executives in die Geschichte eingehen ließ. Während 20th Century Fox den Film in seiner originalen Form in Europa vermarktete, weigerte sich Universal Executive Sidney Sheinberg, den Film in Amerika vorzuführen. Auf Grund der Länge und dem düsteren Ende, sah er keinen kommerziellen Wert in dem Film. Sein Vorschlag: der Film müsse mindestens ein drittel kürzer werden und ein Happy End bekommen. Gilliam war sichtlich erzürnt, kürzte seinen Film um wenige Minuten und stellte sich von da an quer. Da dieser Schnitt immer noch über den im Vertrag vereinbarten 2h5 lag, verlor Gilliam den Final Cut und Sheinberg beauftragte einen neuen Editor. Dieser Schnitt wird die 94 minütige „Love Conquers All“-Version. So wurde Gilliam genau wie Welles aus der Postproduktion seines eigenen Filmes verbannt. Aber so leicht ließ sich Gilliam nicht unterkriegen. Kurz darauf kaufte er sich eine ganzseitige Anzeige in der Variety und fragte darin:

„Dear Sid Sheinberg
When are you going to release my film, ‚BRAZIL‘ ?“
Terry Gilliam

Auch das erinnert ein wenig an Welles’ scherzhaften Titel für seinen Don Quixote Film. Gilliam war fest von seiner Version überzeugt. Denn schließlich wurde der Film in Europa vom Publikum und von Kritikern gelobt. Also führte Gilliam „Ausschnitte“, die eben so lang waren wie der gesamte Film, an Film-Universitäten vor. Mittlerweile hatte der Streit zwischen Gilliam und Sheinberg öffentliches Interesse erlangt und die Vorführungen waren gerappelt voll. Auch die Kritiker wollten es sich nicht nehmen lassen ihre Position unter beweis zu stellen und die Los Angeles Film Critics Assoziation zeichnete Brazil für ›Besten Film‹, ›Bestes Drehbuch‹ und ›Beste Regie‹ aus. Alle wollten mitkämpfen bei dem Kampf für die Kunst und gegen den skrupellosen Executive. Und der Kampf war erfolgreich. Nach einigen Rechtsstreits wurde eine 135min Version unter der Aufsicht von Gilliam in den USA veröffentlicht. Und auch wenn der Film bei weitem kein kommerzieller Erfolg war, ging die Erzählung seiner Veröffentlichung dennoch in die Filmgeschichte ein.

Gilliam nennt es ›God Of Symmetry‹ oder ›Irony‹, wenn die Thematik seiner Filme sich ihren Weg in die echte Welt bahnen. Doch nennen wir es Zufall? Wenn man sich Gilliams Karriere anguckt, kommt es einem eher vor wie das Gesetz der Anziehung. Wie ein schlechtes Omen. Oder man bucht es als Folge seiner verbissene Persönlichkeitsstruktur ab. Aber wie sieht es aus mit Krankheitsfällen? Naturkatastrophen? Hat seine manische Art Filme zu entwickeln so großen Einfluss auf alles was um ihn herum passiert? Oder sind das doch alles nur viele gemeine Zufälle, die dieses Bild von komplettem Chaos zeichnen?

„…Terry could only operate in opposition. He has to have an enemy.
I don’t think his juices run, unless he’s fighting against somebody…“
Terry Jones über Gilliam

Nun das muss vielleicht jeder selber für sich entscheiden. Doch selbst wenn es ein Fluch ist, der auf Gilliam liegt, darf man Hoffnung haben. Auf dem diesjährigen Cannes Festival feierte Terry Gilliams: The Man Who Killed Don Quixote seine Premiere. Die Hauptrolle spielt Jonathan Price (BRAZIL), der Marketingleiter wird von Adam Driver verkörpert. Ein Projekt, 20 years in the making. Mit Ups und Downs, oder vielleicht ein paar mehr Downs als Ups. Aber all das ist jetzt egal, denn der Film ist fertig und Gilliam geht es gut. So gut, dass er einen Tag nach Drehschluss auf Facebook scherzen kann, dass er versehentlich das komplette Material gelöscht hat. Und das im Hintergrund zur Cannes Premiere ein Rechtsstreit mit dem einstigen Produzenten Paulo Branco läuft, der auf Grund von Auseinandersetzungen mit Gilliam die Ausstrahlung des Films verhindern möchte, ist sicherlich nichts als reiner Zufall …

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HOW TO MAKE ASSASSIN’S CREED: THE MOVIE

So I’m a huge fan of Assassins Creed. I played every single game and still vividly remember playing the first one with a friend on his computer. As I became more and more interested in filmmaking, I started to think about how to turn this world into a movie. How to approach the characters, the stories and the overall vibe of the games, so that they are accurately portrait on the big screen.

Over the time I came up with what I believe is a pretty good outline for an Assassin’s Creed movie. Now I know that they already made a movie, which kind of renders my ideas as useless, but thats why I thought I might just share them with you. I hope you enjoy.

So without further ado, here is my take on:

How To Make Assassin’s Creed: The Movie

Now Assassins Creed is an action game. Everybody knows that. But it’s also a stealth game. So our story sets of in a museum. It is night. Old statues and ceramics show us, that it’s some sort of ancient history museum. Prehistoric daggers and shields are presented in the dark cabinets. Everything is silent and still, apart from…A young girl, all dressed in black is sneaking through the corridors. She is looking for something. Wants to steel something. Carefully she’s looking around another corner. There it is. The artifacts she’s been looking for. The apple of eden. She approaches it carefully. But just as she is about to open the cabinet, a security guard enters frame. He is shining his flashlight into the darkness and then…onto the girl. Without the need to be quite anymore, the girl makes a leap and sprints past the guard outside the front gate. He immediately calls for back up.

Out on the streets the girl starts running. And we notice, that she’s actually pretty good at it. She’s jumping over and sliding under obstacles. But the police is on her toes now. With a lot of skill she starts climbing a building to get to the rooftop.The chase continues with her being on the roof, the police down on the streets. She jumps over a gap and manages to get away for a second until…bam…She runs into some kind of balustrade. She looks down. It’s a 30 feet drop. There is a swimming pool down there, but the girl hesitates. She looks back. The police will be there any minute. She looks down again. And we can see it in her eyes..she’s afraid of heights. Struggling to surpass her fear the girl slowly gets up onto the balustrade. One last look behind her. She’s ready to jump, when…bum. She gets tackled from the side. Black.

Voices. The girl slowly opens her eyes. She is in the back of a transporter, tied to some kind of stretcher. A woman in her 30s is looking over her. Immediately the girl starts screaming. ,Let me go! I didn’t do anything. You are not allowed to do that.‘ The woman looks at her. Amused. ,This might hurt a bit‘ She runs a needle into the girls arm and takes some of her blood. The girl isn’t pleased at all. ,What the fuck is wrong with you? You can’t do that. Who are you guys?‘ The woman puts the blood sample into a device and does some nerdy computer stuff. ,Calm down. We are friends of your fathers. We are with the Assassins Creed‘ The girl doesn’t calm down. ,What the fuck? My father is dead. And what the hell is the Assassins Creed?‘ There is voice from the drivers seat. And now we see the middle aged man driving the van. ,Are you sure you got the right girl?‘ The computer devices turn green. The woman smiles. ,I am.‘ She turns to the girl on the stretcher. ,If you don’t know who we are, I can’t tell you…but I can show you.‘ She lowers a bar over the girls face. It’s some kind of glas plate. The girl isn’t happy about that. She scream and tries to free herself.

It’s the first time that we see the animus. It is the device that helps the people in this world to access their ancestors memories. The most important device in the franchise one might say. But thats just what it is…a device. Nothing less and nothing more. So the animus should be kept as simple as possible. I personally really like the design of the first Assassins Creed game, where it was just a neat glasbar over the persons face. It is slick and it’s simple. And considering that they are in a van it’s probably some kind of self made version anyway. Nothing too fancy, because after all it’s just a device to help us explain the hight-tech stuff in this universe. No need for fancy, extravagant designs. We are interested in story. So let’s move along.

A man wakes up from a nightmare. He looks around in the small, and sparsely furnished room. Next to his is another bed. A young girl is sleeping in it. He smiles and gets up. Across the room is the opening to a balcony. Curtains are flowing in the wind. He steps onto the balcony and looks over the city. It is the same city the girl has been in…but it looks different now. More ancient. Everything is low-tech and unadvanced. The man is squinting his eyes, watching an eagle circling the towers of the city. Then he hears a noice. Someone is running up the stairs. And there are footsteps on the roof. The man turns around as he gets attacked by two hooded figures. He raises his arm to block the first hit, but the second one gets to him. One of the men reveals a hidden blade under his sleeve. He tries to cut our hero, but he puts up a good fight. Fast and aggressively he bashes his opponent into the wall. The other assassin shoves a blade into his shoulder. A small glitch, a scream, but the man continues to fight. He is strong, but the two hoods are better fighters. They attack him from both sides and one of them manages to cut his throat. Black.

A scream. The girl wakes up. She’s still tied to the stretcher. She can’t believe what she just saw. All her energy has left her body. Her voice tumbles. ,What the fuck was that?‘

And now, and only now, we can have our exposition. The woman in the van tells her everything. About her father, who was a modern day assassin, the ancestor of an assassin in the past. She tells the girl about the animus and how it is capable of showing the memories of ones ancestor. And about the apple of eden, that her father tried to find, and died in the process. ,But you already know all about that, don’t you?“ The girl didn’t know. She followed her fathers traces to find out who killed him. The apple of eden was her final lead, but she had no idea what it’s powers were…that her father was an assassin…that she is the descendant of an assassin. At this point it is also important to clarify the rules of the animus. These rules should be simple, and can never ever change.

  1. The animus allows you to access your ancestors memories at any point in time.
  2. You can walk around and explore their visions. You have free will, but have to stay in the boundaries of their world.
  3. If you kill someone that hasn’t been killed or if you get killed at the wrong time, you wake up in the animus.

,Thats why you woke up just then. Your ancestor won that fight. But you still need to train.‘

So thats what our heroin does. We have two storylines. The story of the girl in the present and the one of her ancestors in the past.

The girl quickly decides to finish what her father started. To find the apple of eden and to secure it. She is aware of the templars, that became a huge corporation in this day of age.  They want to get the apple to gain power and to rule over the world. To make sure her father didn’t die in vain, she decides to join the assassins. So the three Assassins are driving around in the van to stay unnoticed from the huge cooperation of templars, that is always looking for them and also to get to the places that the girl visits while in the animus. This is crucial to keep the modern storyline interesting and fun. The importance of a moving unit becomes more obvious when we progress in the story. And it helps us to keep the timelines in order. It’s a little trick, that I like to call „Same Place, Different Time“.

What that means, is that we can only ever change one of those things. If we go to a different place, we have to stay in the same timeline. If we switch between the timelines, the two timelines have to take place at the same location. The reason for that is, so that the audience doesn’t get confused over who is where and when. Also it makes for an interesting pattern, because you can always see the building and places in the past and then see, how time has altered them. Maybe the palace is a ruin now, maybe they build a bank where an old tavern ones was. The important thing is, that both timelines equally receive and solves clues that eventually lead to the finding of the apple. Let’s say for example, that the past assassin has buried an old text in a bathhouse. Then the modern day assassins will try to find this location and are looking for the scroll. This helps to keep both timelines interesting, engaging and most importantly connected.

So lets talk about our second storyline, where the ancestor is also looking for the apple of eden. Before we meet him he is an outlaw. A thief for hire. And after another heist for an unknown client, the two hooded figures attacked him. They were in fact assassins. But as soon as they find out, that he is a good fighter they try to recruit him. We follow the ancestor as he agrees to become an assassin and to help them find the apple of eden. They want to secure it before the emperor (or whoever our main villain is), who sided with the templars, is able to get his hand on it. But the motives of our second protagonist are less political. He sees the opportunity in being an assassin to gain money and power. He wants to use that to make a better life for himself and his sister, the girl sleeping in the bed next to him. He has promised to keep her safe and wants to provide her with a good lifestyle. So even though he appears to be the tougher one of the two hero, his motives are actually more emotional than the ones of our heroin. The past assassin also starts to train and at the end of act one both our heroes become proper assassins.

Now when it comes to the villain of the past, we can actually make up a character that is just bad. Don’t get me wrong, I like shaded bad guys, but since we already have two very layered main protagonist, I think we are on the safe side, when we create a character, that is as bad as we can imagine. And it’s also more fun. So let him be a guy of noble status. Let him be wealthy and greedy. We need to hate him. And we will…

The villains in the present are a bit more subtle. Huge corporations are neither fun in reality nor in movies. So our best option is not to show them at all. First of all that lets us connect with the main characters way more, because we can stay focused on their fear of the templars, instead of actually showing the terrifying templars. This approach also keeps the mystery that surrounds the templar order. And since you can’t actually depict a huge organization in a decent way, we might as well not do it at all.

Now before entering the second act, I want highlight a few elements, that are in my opinion crucial to a good assassins creed story. For me personally the Assassin’s Creed games have always been about mood. So these next chapters might be even more important than the actual story. The might seem trivial at first, but stick with me here.

One very important part of the games, especially in the newest installments, is weather. This might seem weird, but while playing in an open world, you constantly get to admire wonderful sunrises, clouded skies, rain and snow. This makes the games so much more immersive and sets up an engaging mood. So instead of just having all blue skies and sun, the Assassins Creed movie should focus on a lot of different time and weather conditions. It definitely helps to set the mood for each scenes and makes the world so much more relatable. Also, imagine our assassin trying to sneak into a bedroom. He is running across the rooftops to sneak through the window. And now imagine the same scene during a hefty and rainy storm. The task becomes so much more difficult. From jumping onto slippery rooftops to dripping water onto the floor of the bedroom. Weather truly intensives every task our assassin has to accomplish and lets us admire his wits and skill even more.

Another thing that makes these games so satisfying is the opportunity to evolve and improve your character. Now obviously that doesn’t transfer well into a movie, but there are still ways to at least slightly capture this feeling. When you are playing as your character and are waiting to unlock a certain weapon or outfit, you already know, what it is that you need and want. So in the movie, the characters (and audience) should always get a glimpse, of what’s to come. For example, the first few fights our assassin needs to face, should be without any gear at all. The assassins want to test him. But they also need to show him very early on, what kind of weapons they normally use. So that when he finally gets a hidden blade, we feel the accomplishment and the new level of skill he has reached. The money our assassin gains over the corse of the movie goes to his beloved sister, who also starts to get active. She not only renovates the house, so that we can see the changes in their lives, but she also starts a society of beggars, whores and thiefs, that undermine the city, gain informations and help out wherever they can. The same principle goes for our present time assassin girl, who gets more and more involved in the mysteries of the assassins and the solving of the puzzles. Soon she is able to operate the animus all by herself and her outfit becomes stealthier with each scene.

So our two assassins are well on their way to finding the apple of eden. They gathered clues and intel and despite a few set backs, it all seems to go pretty well. Up until the midpoint of the movie, where it seems, that they only need one final clue to find the artifact. And it is at this moment, that our evil main villain is executing a devilish plan. Of corse he knows about the new assassin, that quickly climbed the ranks of this secret society. He himself as hired him once two steal a thing or two. So in order to crush him and to show, that he is in fact the villain he kills the most beloved and innocent characters of them all. Our hero’s sister. This devastating act is a major set back in our heroes journey, because it not only crushes the lonely brother, but also our young girl in the present.

This might be a good time to talk about why I chose these specific main characters for the story and why they are who they are. Now first of all, it doesn’t make any sense whatsoever to have the character in both timelines to be played by the same actor. It’s neither part of the games history, nor does it follow any sense of logic. So if we have two main characters, we might as well make them as different as possible. This makes for a very interesting dynamic between the two and helps us highlight the deeper aspects of their personalities. The fact that we have a young girl, that is suddenly put into a strong male body, doesn’t only make for a quick laugh, but also opens up a very intriguing storyline of self discovery. Here we have a young girl, that in her core is a tough bad ass, and there is the strong protector, who literally has a very light and young core. As time progresses we start to see more and more similarities between the two characters that seemed so different at the beginning. And as the young girl starts to spend more time in her ancestors body, she starts to feel more comfortable with each passing second. There she is, fighting the real fights, living the real live, instead of just driving around and solving clues. You could say that she get’s a little addicted. And when the emperor kills..well…her sister, she is devastated. She starts to spend more and more time in the animus, completely abandoning her own life. Totally forgetting about the apple, she has only one goal in mind. Revenge. She has to kill the emperor. He took what mattered most to her and he should feel the pain for it.

The two friends in the van get more and more concerned, but since the girl is very capable of operating the animus on her own, there is not much they can do. And as the girl gets closer and closer to the emperor, the quest for the apple fades away. Until she finally kills the bastard….and wakes up. She’s back in the present. Something is wrong. What is wrong?

,I told you. You can’t kill someone who hasn’t been killed by your ancestor‘

The old assassin hasn’t killed the emperor. He didn’t do anything about the killing of his sister. The girl is devastated. How could he just live on?

,When your father died you didn’t seek revenge. Instead you tried to finish what he started. You stayed true to the mission. And so did your ancestor.‘

The truth hurts and the girl realizes, that her little vendetta has cost them a lot of time and act three is arriving rapidly.

Luckily there aren’t many clues left to solve. And after a little readjustment they are back on track. The ancestor is very close to the apple of eden. It is hidden in an old cave. He approaches the golden artifact. A device, that is created by the gods, capable of showing the past, the present and the future. With raw emotions he reaches out and touches the apple. Faded memories of the past circle him. Ancient assassins that interacted with the apple. And then there is another memory. One that he doesn’t understand. Can’t understand. It’s a young girl, that is reaching for the apple. And right when she is about to touch it, she gets stabbed in the back. The assassin is confused. He doesn’t know who that person is. But our girl does. She wakes up in the animus and the fight begins. Her saviors, the two assassins in the van…they were templars. They used her to get to the information. Now that they know where to find the apple, the girl is useless and they try to kill her. But the girl is now highly trained. All the time spent in the animus has left her with a strong mind and the power to kill. In the final battle, that takes place in the present, she defends the apple of eden. The animus gets destroyed in the process, but the girl is able to kill the templars.

With a sense of remorse, the weight of knowledge and a nostalgic heart the girl climbs the city and sits on the rooftops looking over the world. Not afraid of heights anymore. Changed forever. Her mission is finished…or has it just started?

An ending that gives the audience a sense of fulfillment but also leaves the opportunity for a sequel. (As you do these days). And that is another good thing about our two protagonists. We are now able to keep what worked and change what didn’t. We can revisit both of our characters. Or we can have the girl visit another ancestor of hers, or some other modern day assassin visits the same assassin in the past. Whatever suits us best, whatever the audience desires. Because just like the games, the movie should be able to capture fans for years on end.

Well and that is pretty much it. Obviously it’s just a very rough outline, not even mentioning all the historic facts and storylines that need to be woven in by the amazing Ubisoft team. But since this is a story arc, that would work with any time period I decided to leave that part up to someone else….

Please let me know if you like this concept and if you would watch that movie. If you didn’t like it, let me know what you would have done differently. How does your perfect Assassins Creed Movie look like? Do you think it’s possible to adapt games into feature films? I’m looking forward to your comments. And thanks for sticking around until the very end.

Lenny

 

 

 

Rausch

Rechenzentrum // Big Magic

‚Die Hard‘

Die Idee kam beim weihnachtlichen ‚Die Hard‘ schauen.

Ich habe mich so gelangweilt, um mich nicht ärgern zu müssen, dass mein Gehirn sich offensichtlich so sehr entspannt hat, dass diese eine Idee sich fröhlich bei mir einnisten konnte.

Die-Hard-xmas-meme

Sie ist komplett fertig. Ich ändere nichts mehr daran. Die Idee hat sich schon gut auf unser Treffen vorbereitet. Ein guter Pitch.

Big Magic

Ich möchte an dieser Stelle ein Konzept erklären, von dem ich das erste Mal vor einem Jahr gehört habe. Es ist ein bisschen verrückt, aber Hear me out! Elizabeth Gilbert schreibt in ihrem Buch „Big Magic“ über Ideen und Inspiration. Dass Ideen nicht aus dir herauskommen, sondern du lediglich als Empfänger dienst. Ideen schwirren schon fertig die ganze Zeit um uns herum. Sie wollen realisiert werden und brauchen dafür dich. Also versuchen sie, deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Man kann Ideen wunderbar ignorieren. Durch Stress oder Ablenkung, durch schlechte Laune und ganz besonders natürlich durch Angst. Niemand zwingt dich, eine Idee zu realisieren. Als aller letztes die Idee selbst. Dann sucht sie sich eben einen anderen Arbeitspartner.

Seitdem ich vor einem Jahr das erste Mal davon gelesen hab, hat mich der Gedanke nicht losgelassen. Er nimmt nämlich den Druck von dir. Du presst Ideen nicht aus deinem tiefsten Inneren auf ein Blatt, in den Computer, auf die Leinwand. Du bist nur der Mittler zwischen der Gedankenwelt und der manifestierten Welt.

Das Genie in dir

Gilbert schreibt in ihrem Buch über den Unterschied zwischen „ein Genie sein“ und „ein Genie haben“.  Die Griechen nannten es „Eudaimonia“, was so viel heißt, wie von einem externen, göttlichen, kreativem, gutem Dämon besetzt zu sein. Die Römer nannten es „ein Genie haben“. Wie ein Mitbewohner, der dich ab und zu in deinem Zimmer besucht. Zur Zeit der Renaissance wechselte die Wahrnehmung von ‚haben‘ zu ’sein‘. Du bist ein Genie und wenn du dem nicht gerecht wirst, hast du versagt. Eine wahnsinnige Last. Das baut ohne Frage enormen Druck auf. Du bist das Genie, du bist Herr über deine Ideen.

Jeder hat kreative Momente, jeder kennt das Gefühl, komplett durchrauscht von Inspiration zu sein, das Kribbeln im Bauch, das Grinsen in den Augen, das Vorwärtsgefühl. Und niemand auf der Welt kaynn sich die ganze Zeit so fühlen. Sonst macht das Gefühl keinen Sinn mehr. Es ist besonders, ein Ausnahmezustand und sehr wertvoll.

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Im Flow sein

Wenn man dieses Gefühl hat, dann weil eine Idee oder Inspiration sich bei dir eingenistet hat. Das bedeutet, dass man sich kurz vorher unbewusst (manchmal natürlich auch bewusst) offen für einen kreativen Fluss gemacht hat. Sei es durch ein gutes Gespräch über einer Flasche Wein, ein intensives Konzert, eine schlechte Erfahrung, die man verarbeiten möchte. Lenny hat schon über im Flow sein geschrieben. Aber was passiert kurz vorher? Wie kann man sich aktiv in den Flow bringen? Bei manchen ist es vielleicht, ihr Zimmer oder Schreibtisch aufräumen, spazieren gehen und neue Eindrücke sammeln, Konzerte, Festivals, Filme. Sich mit kreativen Dingen umgeben. In Ausstellungen gehen, duschen und sich frisch machen. Man bereitet sich auf ein Treffen mit der Inspiration vor. Man zeigt: „Ich bin bereit, ich bin ein guter Arbeitspartner, auf mich kannst du dich verlassen.“

Zurück zu Rechenzentrum. Ich hatte schon lange wieder große Lust, einen weiteren Kurzfilm zu machen. Und ansonsten nicht wirklich konkrete Vorstellungen. Das hilft oft, denn so mache ich mich für alle Möglichkeiten offen und übersehe nicht etwas, das nicht in mein Konzept reinpasst.

Ich bin mit allen Drehs für das Jahr durch, Weihnachten steht vor der Tür, ich bin mit meinen allerliebsten Menschen in einem Raum, ganz entspannt und whoooosch, da kommt sie angeflogen.

Bruce Willis stapft also tapfer, barfuss durch Scherben und ich schwelge in der Geschichte, die später „Rechenzentrum“ werden sollte.

Die 48 Stunden Regel

Wichtig ist, dass man, wenn eine Idee ankommt, sofort etwas tut. Die 48-Stunden-Regel habe ich von Mama und Papa. Man muss innerhalb von 48 Stunden irgendetwas tun, um die Idee bei sich zu behalten. Sie aufschreiben, mit jemanden darüber reden, anfangen zu recherchieren. Man muss zeigen: „Ich habe dich gehört, ich bin dabei, du hast dich richtig entschieden, ich bin der richtige für den Job.“ Denn sonst wacht man in ein paar Monaten auf, nur um festzustellen, dass jemand anderes deine Idee verwirklicht hat.

Manche Ideen sind natürlich auch so groß, dass man sie beim besten Willen zu diesem Zeitpunkt nicht realisieren kann. Dann sagt man das der Idee, ganz freundlich und schickt sie weiter. Ideen wollen einfach nur realisiert werden. Von dir, von deiner Oma, von Bill Gates … pupsegal. Wenn du nicht kannst, schade, aber da bist du halt nicht der Richtige.

Rechenzentrum wollte zu mir und ich wollte zu Rechenzentrum. Und 10 Minuten nachdem ‚Die Hard‘ Abspann hatte ich die Idee aufgeschrieben und Lenny und Lukas in Boot geholt. Und so ging es auch weiter mit dem Projekt. Wir brauchen einen alten Computer, Lenny findet einen auf dem Sperrmüll, wir brauchen alt aussehende Notizen und Mama öffnet ihre Schubladen. Der Drehtag hätte nicht entspannter sein können. Nur wir drei, drei Locations, Pizza-Pause und danach Germknödel mit Sahne. Ohne unsere Freunde Karl und Lukas hätten wir es natürlich nicht machen können. Danke für den extrem coolen Look, Karl! Und danke, Lukas, für die geniale Schrift! Und natürlich Danke, an Sweetwood Films für die technische Unterstützung, an Ulrike Schlue für die Kostüme, an das Rechenzentrum Potsdam für die Location und natürlich an Lenny und Lukas!

Danny Elfman

Na ja und wie es so ist, man versucht einen kleinen schnuckeligen Kurzfilm zu dritt zu drehen, aus Jux und Tollerei und dann mischt sich Herr Elfman wieder ein. Er habe Musik komponiert, und dass sie doch auch für unseren Film passen würde, und dass es auch einen Wettbewerb gäbe. Na schön. Also eingereicht. Mal sehen, was die Idee noch alles mit uns vorhat. Wir sind auf jeden Fall dabei!

Hier könnt ihr euch das fertige Filmchen angucken:

‚Rechenzentrum‘

Und wenn es euch gefällt, auch gerne ein Herzchen geben :)

Und falls euch das ganze Ideen, Inspiration Thema gefällt lest Big Magic! Hier ist Gilberts TED- Talk.

 

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Rausch

ARE YOU GAGA? – Auf der Suche nach einer neuen Art zu tanzen

„Physical pleasure from physical activity is part of being alive“ Ohad Naharin

Immer mal wieder trifft man auf etwas, was sich anfühlt wie die Essenz einer Sache. Ich bin tanzend aufgewachsen. Klassisches Ballett und Jazz Dance, ein bisschen Step, ein bisschen Musical, hin und wieder ein Cancan. Zweimal die Woche für 13 Jahre. Als ich 17 war, habe ich mit dem regelmäßigen Tanzen aufgehört. War weiter in Bewegung. Aber nichts fühlt sich so an wie Tanzen. Also fing ich an meine Ballettstunden zu vermissen. Ich mochte das Training, die Aufmerksamkeit, die du in jede Bewegung legst, einfach um dich zu verbessern.

Es ist ein schönes Gefühl, wenn sich um dich herum eine kleine Schweißpfütze bildet, die Muskeln warm und dehnbar, alles auf Abruf, geschmeidig und stark. Irgendwann in der Stunde kommt der Punkt, an dem du einfach in der Bewegung ruhst, irgendwie durch die Gegend gleitest, Geist und Körper in einer perfekten Einheit. Dann schleicht sich ein breites Grinsen aufs Gesicht und innen fängt irgendwas an zu klingeln. Und abends hängst du dann auf dem Sofa, zu hundertprozentig zufrieden und baumelst träge mit den heißgetanzten Beinen.

Also hab ich mich auf die Suche gemacht, es muss doch irgendetwas geben, was mir dieses Gefühl zurückbringt. Yeah, manchmal blitzt es in einer Aerobic Stunde auf, wenn die Füße kaum noch den Boden berühren. Aber ich will mehr.

ausdruck und pose

Ballett ist eine tolle Tanzart, es ist nicht nur eine Art, dich zu bewegen, auch der Geist formt sich mit den Anforderungen an den Körper. Alles ist ausgerichtet auf diese lange leichte Linie, auf schwerelose fließende Bewegungen, kraftvolle Sprünge und endlose Arme und Beine. Aber es ist eine Bewegungsart, die von außen nach innen wirkt. Alles dreht sich um die Form, den Kreideumriss, das Schattenbild, an das du deinen Körper heranführst, ein Dévelopé nach dem anderen. Es ist ein wundervolles Gefühl, all diese historischen Schritte zu einer Bewegung zusammenzuführen und den eigenen Ausdruck mit der Pose zu verschmelzen. Aber es geht um die Pose. Es geht um das Bild.

Immer mal wieder taucht auf meiner Suche nach meiner neuen Bewegung Gaga auf. Klingt komisch, denke ich, scrolle weiter. Ich suche nach etwas Inspirierendem, etwas, was die tiefen Töne abdeckt, den Rhythmus, das Animalische, alles das, was im Ballet nur selten vorkommt. Irgendwas zwischen Ryan Heffington und Haka. Schon wieder Gaga, na gut, dann guck ich mir das jetzt mal an. Ou….yeeah.

the groove is within you
„What is unique about gaga is the demand to listen to our body before we tell it what to do and the understanding that we must go beyond the familiar limits on a daily basis.“ Ohad Naharin

Eine Gaga Klasse ist in den meisten Fällen eine einstündige und ununterbrochene Improvisation. Wer jetzt denkt holy shiz, niemals, den kann ich beruhigen. Das einzig wichtige, sagt die Tänzerin am Anfang, ist, dass du nicht aufhörst. Du entscheidest selbst, wie viel Prozent deiner Energie du einsetzt. 20, 40, 100, 120, it’s up to you. Der Raum ist hell und warm von der Morgensonne. Spiegel gibt es keine. Listen to your own Groove. Wer den Gaga Kurs anleitet, gibt den Tänzerinnen und Tänzern Bilder, Assoziationen, Denkanregungen. Du bewegst dich in Wasser oder Honig, bist mal schwerelos im Ozean und dann eine Spaghetti im Kochtopf. Der Geist arbeitet für den Körper, der Körper fürs den Geist.

Und schon fängt man an, sich zu bewegen, ganz langsam, die Muskeln aufzuwecken, anzuwärmen, die Imagination in den Körper sinken zu lassen, bis jede Idee sich in Bewegung ausdrückt. Es ist genüsslich und anregend, aufregend, unheimlich, albern und charmant.

be silly

„Be silly!“, ruft sie, „guys! sillier!“ „Even more silly.“ Shake loose. Die Sonne wandert über den Parkettboden und bunte, schwitzende Gestalten fliegen durch die Gegend.

Eine Gaga Stunde soll wie ein Sicherheitsnetz sein, ein Rahmen, in dem du furchtlos und neugierig immer neue Sachen ausprobieren und entdecken kannst. Go beyond the familiar limits on a daily basis, sagt Ohad Naharin, Gründer der Bewegungsprache Gaga. Denn es ist mehr wie eine Sprache, und weniger wie eine Technik. Was geübt wird, ist zuzuhören, auf den eigenen Rhythmus, sich einzulassen, auf die Bewegungen, die bereits in dir schlummern.

Und was jetzt irgendwie esoterisch klingt, macht absolut Spaß. Knack die Schale, verwisch die Grenzen und was dabei herauskommt, ist eine Geschichte, die nur du erzählen kannst. Sind Bewegungen, die aus dir heraus entstanden sind. Mithilfe der Bilder, der Formen, der Ideen, die in den Raum geworfen werden. Du musst wach sein, alles wahrnehmen können. Den Boden unter deinen Füßen, die Schwerkraft, die Anderen im Raum, die Spannung zwischen fremden Körpern, der Schweiß, der dir den Rücken runterrollt. Es ist, als wären all deine Sinne geschärft, bereit, dich mit neuen Eindrücke zu beliefern und dein Bewusstsein auszudehnen. Endlich. Da ist das Gefühl wieder.

its a piece of cake
„We learn to love our sweat, we discover our passion to move and connect it to effort, we discover both the animal in us and the power of our imagination“ Ohad Naharin

Ich bin high, schwitze, keuche, strample und federe durch die Gegend, wie ein blinkender Flummiball. Groovy. Woosh, einer zieht an dir vorbei, der Boden zittert , ein schwitziger Lufthauch. Die Muskeln brennen. „It’s a piece of cake!“ ruft sie „Enjoy the pain!“ Und das tue ich. Nachher bin ich durchgeschwitzt, rotgeglüht, angefixt und glücklich.

Die Oberschenkel zittern auf dem Nachhauseweg und meine Mundwinkel kleben an den Ohrläppchen. Das war genau das, was ich gemeint habe. Und abends auf dem Sofa, höre ich immer noch den Rhythmus, der durch meinen Körper pulst.

more about gaga

https://www.youtube.com/watch?v=OGPG1QL1vJc
https://www.youtube.com/watch?v=gRky99sO-og

Rausch

BABYMETAL – Frechheit & Kunst

Ich habe einen sehr durchmischten Musikgeschmack. Von Neil Young bis Griz ist dort ziemlich viel untergebracht. Ich liebe Funk, Electro, Electrofunk, Glitchfunk, Glitch, Pop, Pop-Rock, Rock, Rock’n’Roll, Reggae, Rave, Rap, Indie, Folk, Filmmusik, … ihr bekommt einen Eindruck. Und obwohl ich ein sehr offenes Ohr hab, was Musik angeht, gibt es ja selbstverständlich Songs, die mir gefallen, und andere, die mir nicht gefallen. Manchmal sogar vom selben Künstler. Also was unterscheidet einen guten Song von einem schlechten Song? Denn wenn es nicht am Genre liegt, muss es doch etwas anderes geben, dass meine Lieblingssongs verbindet.

So viel Kunst

Neulich war ich auf einem Bandcontest. Jede Band 30min. Wenn es einem gefällt, kann man 30min lang feiern. Wenn nicht, ist es nach 30min ja auch schon wieder vorbei. Die Auftritte waren ziemlich bunt gemischt. Von Schülerbands bis zur Rentnergruppe schien alles vertreten zu sein. Als ich mich dann dabei ertappte, bei einer funkingen Ska-Gruppe still zu stehen und bei einer alten Hardrock-Band abzugehen, fragte ich mich erneut, was einen guten Auftritt ausmacht. Für mich war das die ultimative Chance herauszufinden, was mein Hauptmerkmal für gute Musik ist. Und tatsächlich hatte ich eine Eingebung.

Ein paar Tage später war ich dann mit einem Freund in Kong: Skull Island. Ja, den konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Wir haben uns ausnahmslos, maßlos amüsiert. Von der ersten Blende bis zum letzten Namen im Abspann saßen wir wie festgenagelt auf unseren Plätzen. Abgesehen von Tom Hiddlestons Gasmasken-Szene. Da wären wir am liebsten jubelnd aufgesprungen. Und ich habe festgestellt, dass mein neues Qualitätsmerkmal scheinbar auch auf Filme zutrifft.

Wenig später: Kunsthalle Hamburg. Die Poesie der Venezianischen Malerei. Wunderbare Gemälde von Paris Bordone, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto und Tizian. Alles handwerkliche Meisterwerke, keine Frage. Aber wann bleibe ich vor einem Gemälde stehen, und wann gehe ich einfach daran vorbei?
Richtig, aus demselben Grund, aus dem ich unberührt einer Ska-Gruppe lausche und mich bei Kong nicht mehr einkriegen kann.

BABYMETAL

Ein gutes Beispiel für meine neue These ist Babymetal. Meine größte musikalische Faszination.
Für alle, die noch nicht vom Internet ernährt werden, hier die Facts: Babymetal  ist eine japanische Idol-Metal Gruppe. Also eine Mischung aus überdrehtem Japan-Pop und düsterem Metal. Frontsängerinnen sind drei Schulmädchen um die 15, die singen und tanzen, im Hintergrund headbangen die Musiker.
Und let me tell you: Es ist genial!
Trotz meiner ausschweifenden Musik Erfahrung, muss ich gestehen, dass J-Pop und Metal die beiden Musikrichtungen waren, um die ich unbewusst einen großen Bogen gemacht habe. Ich hatte keinen Zugang.
Doch in der Kombination ist auf einmal etwas entstanden, das mich interessiert hat. Etwas das so unfassbar frech ist. Nicht nur, weil es zwei absolute Gegensätze in Verbindung bringt, sondern weil das auch noch extrem gut gemacht ist. Es wirkt fast wie selbstverständlich. Als wäre es das Natürlichste auf der Welt, dass diese beiden Dinge zusammengehören. Und seit Babymetal tun sie das.

Was für eine Frechheit

Die Antwort auf die Frage lautet also: Frechheit.
Das Element, das meine Faszination verbindet. Die Frage, die stetig eine Antwort sucht: Ist es frech?
Dinge zu kombinieren, die eigentlich nicht zusammengehören, ist eine Art von Frechheit. In fact, der meiste Fortschritt entsteht dadurch, dass Dinge verbunden werden. Jede neue Idee ergibt sich aus alten Gedanken. Sei es die Kombination eines Stocks und eines Steins, um einen Hammer zu erschaffen oder die Verbindung einer Kloschüssel mit einer Galerie, um ein Kunstwerk entstehen zu lassen. Einfach frech.
Was für einen erstaunlichen Fortschritt wir erlangen würden, wenn man mal so frech wäre, die körperliche und die geistige Medizin zu verbinden.
Ist es frech, hat es unsere Aufmerksamkeit verdient.

Selbstverständlich frech

Doch man darf sich nicht täuschen lassen. Nicht alles was frech scheint, ist wirklich frech. Dinge die offensichtlich frech sind, sind meist nur nachgeplappert. Im Grunde vollkommen der Norm angepasst. Deswegen ist es manchmal schwer, wirkliche Frechheit zu entdecken. Denn wie bereits bei Babymetal, kann es schnell passieren, dass es ganz normal wirkt, als gehörte diese Frechheit schon immer zu unserem Repertoire. Auf den ersten Blick wirkt Paris Bordones Verkündigung absolut selbstverständlich. Wenn man sich dann aber die Perspektive anschaut, die von einer frontalen, bühnengleichen Draufsicht zu einer rechtszentrierten Flucht morphed, dann ist das ganz schön frech. Und wenn Jordan Vogt-Roberts, der zuvor quasi nur den Independent Film Kings Of Summer gemacht hat, auf einmal den besten Kong-Film aller Zeiten aus dem Ärmel schüttelt, dann ist das frech.

So …

Haltet also die Ohren steif. Vielleicht habt ihr ja auch eine Kategorie nach der ihr unterbewusst entscheidet, ob euch etwas gefällt. Mir hat es auf jeden Fall geholfen, einen Grund für meine Babymetal-Obsession nennen zu können. Und wer weiß, vielleicht bin ich mit diesem Beitrag meinem Traum vom Babymetal-Musikvideo-Dreh auch einen Schritt näher gekommen. Denn das wäre wirklich eine freche Kombination.

Rausch

Dr. Strange – Lost in the multiverse

Watching Dr. Strange is a RedBugHomie family-event we just couldn’t miss. So on Monday we got together to witness Benedict Cumberbatch’s first steps into the Marvel Universe.

The fascinating concept of altering time and matter, to visit parallel dimensions and to jump from one universes to another has left us intrigued. To really go beyond the physical challenges of the everyday superhero Dr. Strange seems to have the ultimate power. But that also has it’s downsides. Manly story-wise. Everything is shifted into perspective. And if you have a superhero that can alter the reality at will, everyday struggles get pretty insignificant. Some of us really got a kick out of that, since you could completely focus on the action, for others the story fell kind of flat because of it.

But despite our different opinions the movie left me thinking.

Due to my job as an actor and creative creator my whole life is so flexible and free that I have a lot of control over what to do next. Every morning I get out of bed and see myself confronted with thousands of possibilities. Of course it doesn’t stop at my daily routine. My whole life is as adaptable as the new MacBook Pro… The only one deciding is me. And that is something I am extremely grateful for.

And yes, in a world where most things are pretty much fixed, that actually feels like a superpower.

Although like every good superpower there is also a catch. Because as long as I don’t decide what to do, every possibility is just hypothetical. I get overloaded with options and get paralyzed. I feel like I can do everything, yet I do nothing. It’s easy to get lost in the multiverse, because that hypothetical space is extremely comfortable.

It’s nice to daydream about all the millions of options. To stay with one of them for a few minutes only to cast it aside and go to the next. So I’m floating around in the multiverse of endless possibilities, not partaking in reality.

And if I have to make a decision, I suddenly get scared. Because I don’t only see the option I choose, I also see the thousands of options that get canceled. And that is fucking scary.

I think everybody knows that feeling, because everybody had to make a major decision at some point in their life. Deal or no deal. Something that changes the life forever.
So in a way we are all like Dr. Strange. Having access to millions of altering universes. All we have to do is to choose the one we want to live in.

Because in the end, one actual reality is worth more than a thousand hypothetical ones.

So Dr. Strange might come across as the weirdest, most extreme superhero of them all. But in fact his superpowers might be closer to our everyday life then anything else.

Rausch

Myth and Mist Action Figure aus Greenstuff

Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Isabel hat für Leonards neue „From the Land of Myth and Mist“ Folge eine Wahnsinns Kampfchoreographie entwickelt. Die jahrelange Ballett- und Tanzausbildung hat sich gelohnt. Die Moves waren einfach der Hammer und die Kostüme waren so cool, dass ich gleich eine Action Figure vor mir gesehen habe.

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action_IMG_6163   isa Action Figure
Ich habe in den letzten Jahren sehr viel mit Greenstuff gearbeitet. Danke Katrin, dass du mich darauf gebracht hast. Greenstuff ist das perfekte Material, wenn man viel unterwegs ist und in Hotels trotzdem an Skulpturen arbeiten will.
Es nimmt im Koffer nicht viel Platz weg. Es hinterlässt keine Spuren auf den Hotelteppichen, härtet in wenigen Stunden aus und man kann die fertigen Skulpturen im Koffer transportieren, ohne dass sie beschädigt werden. Gut, am Flughafen muss man vielleicht ein bisschen erklären, warum man mehrere Behälter mit unterschiedlicher Plastikmasse, Draht und ein paar Zangen dabei hat …

Greenstuff    Greenstuff Figure

Auf dem Rückflug hat man dann ja schon die Figuren als Erklärung. Die oben abgebildete ist ca. 12 cm hoch. Davon kann man also mehrere transportieren. Aber das ist natürlich nicht der einzige Vorteil an dem Material. Man kann plötzlich ganz andere Dinge machen, hauchdünne Schichten, filigrane Strukturen.

Isabels tänzerische Gebärden habe ich also erstmal grob in Draht nachgebaut. Und über das Drahtgerüst nach und nach Greenstuffschichten gelegt. Dabei geht es mir wie bei allen anderen Skulpturen nie darum einen visuellen Eindruck wiederzugeben, sondern einen von innen gefühlten, nachempfundenen Körpereindruck. Die Essenz der Bewegung , der Dynamik ist das wichtigste, darauf kommt es mir an. Das ist wahrscheinlich der Hauptunterschied zu den Collectibels, die es ja zu allen Blockbustern, DC und Marvel Comics, etc gibt.

Isa Action   Greenstuff Action Figure

Meiner Meinung nachist es essentiell, wenn man etwas Gutes machen will, dass man dem Material zuhört. Genau hinschaut, was gerade passiert und die Figur mitentscheiden lässt. Sie nicht in eine Pose zwingt, sondern sie ihre eigene dynamische Gebärde finden lässt.

Greenstuff Action Figure   Greenstuff Action Figure

Eher ungewöhnlich, dass ich Skulpturen nachträglich coloriere. Aber die Kostüme, die Leonard sich für die Warrior der Battle Folge von Myth and Mist hat entwerfen lassen sind einfach so brillant in ihrer Klarheit und Dynamik, dass ich das auf die Action Figure übertragen wollte. Zuerst bekommt die Figur eine Grundierung mit Chaos Black Spray, der meiner Meinung nach besten Grundierung der Welt. Praktischerweise hatten die Warrior schwarze Beinkleider. Hier konnte die Grundierung stehen bleiben. Nur die wehenden Umhänge, Handschuhe und Stiefel sind mit Citadelfarbe bemalt worden.

Greenstuff Action Figure   Greenstuff Action Figure

Vielen, vielen Dank an Lenny für den coolen Film, an Isa für die wunderbare Choreographie und die tollen Bewegungsstudien und an Katrin, die das alles fotografiert hat.

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Rausch

Festivals

Sommer … die Zeit der Festivals!

Festivals sind eigenartig. Eine tempöräre Wohngemeinschaft von tausend, sich unbekannten Leuten, die gemeinsam tanzen, feiern und jegliches Zeitgefühl verlieren. Nach drei Tagen kennt man den Weg durch die Zeltstadt, zu seinem eigenen Zelt, als ob man ihn schon sein Leben lang läuft. Man lernt sich selbst und seine Freunde in einem ganz neuen Licht kennen. Ah, so bist du also wirklich mit absoluten Schlafmangel.

Was ich an Festivals liebe:

  • Lauf rum wie du willst. Aber wirklich! Ob Jeans und T-Shirt oder Sommerkleid, Bandana, Indianerbemalung, dein Lieblings Kuh-Onesie oder Glitzer-Zylinder. Alle fallen auf und dadurch entsteht eine angenehme Einheitlichkeit.

 

  • Die random Begegnungen. Nirgendwo ist es so leicht 2 Minuten Freundschaften zu haben, wie auf einem Festival. Ein Wanderer auf der Suche nach seinem Zelt, kommt an deinem Pavilion vorbei und ihr habt 5 Minuten ein intensives Gespräch über die Suche nach dem richtigen Weg im Leben und warum es manchmal ratsam ist stehenzubleiben und sich zu sammeln. (Ja zugegeben Alkohol und andere Substanzen spielen da auch eine Rolle, aber im Gegensatz zum Club, wird man auf Festivals richtig heimisch!) Ihr seid zwar Nachbarn, aber das ihr euch wieder seht ist sehr unwahrscheinlich.

 

  • Man merkt das es geht. Dieser Punkt ist sozusagen ein Hass/Liebe Punkt für mich. Festivals sind Back to the Roots. Obwohl ich glaube das wir bei unseren Roots nicht ein 10tel von dem Müll produziert haben, wie auf einem Festival. Aber man merkt das es geht, drei Tage minimale Körperhygiene zu haben, ständig und nie zu essen und zwei Stunden am Tag zu schlafen. Wir laufen mit dreckigen Füßen und braunen Gesichtern, mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken und Resten von Glitzer am Körper die Straße lang. Obdachlos oder vom Festival? Im Sommer ist das manchmal schwer auseinanderzuhalten.

 

  • Die tausend Insider die entstehen. Ein Beispiel: „Der Schmal ist sehr Grad auf dem Raclette Floor, wir sollten umprovisieren!“ oder „Ellen … Ellen … Ellllleeeeeeeenn!!“

 

  • Die Dusche danach! Das Einsteigen ins sein kuscheliges sauberes Bett! Ohne betrunkene Menschen, die halb auf dein Zelt fallen. Das Wummern noch in den Ohren schläft man wie ein Baby. Ich liebe Festivals, aber ich liebe es auch wenn sie vorbei sind!

 

Rausch

Schule in der digitalen Welt

Ich hatte einen Traum. Eine Idee für einen Film. Ein Film über Schule. Es war ein Krimi. Gute Geschichte. Spannend. Provokativ. Aber vor allem ist mir eins klar geworden – Wenn man die Schule von heute auf morgen abschaffen würde, würde sich nichts ändern. Überhaupt nichts.
Das Leben würde weiter gehen. Kinder und Jugendliche würden sich immer noch treffen um zu quatschen, zu spielen. Sie würden immer noch älter werden. Hätten immer noch Leidenschaften, Ängste, Wünsche, Ambitionen. Jobs würden immer noch gemacht werden, und vor allem, Leute würden immer noch lernen. Vielleicht sogar mehr denn je.

Unser heutiges Schulsystem wurde um 1800 erdacht. Das war kurz vor der industriellen Revolution. Kinder wurden ausgebildet Arbeiter zu sein. Aber jetzt befinden wir uns in der digitalen Revolution. Und Schule muss sich anpassen. Ich will nicht mehr dasitzen und lesen. Es gibt so viele neue Dinge. Und ein iPad in der Schule benutzen ist immer noch lesen …

Ich möchte Dinge sehen, Dinge hören, Dinge anfassen, Dinge schmecken. Ausprobieren. Sachen erzählt bekommen und Sachen erzählen. Ich möchte es mehrfach erzählen. Ich möchte es mehrfach erzählt bekommen. Ich möchte es von kleinen Menschen erzählt bekommen, ich möchte es von großen Menschen erzählt bekommen. Ich möchte es von Menschen erzählt bekommen, die nichts darüber wissen und von Menschen die ihr ganzes Leben daran geforscht haben. Ich möchte es hundertmal erzählt bekommen und es hundertmal erzählen und mir trotzdem nicht einbilden, dass ich es verstanden habe. Dass ich die Welt verstanden habe.
Ich will nicht wissen, wie viele Dinge es auf dieser Welt gibt. Denn es gibt schätzungsweise … unendlich.
Ich möchte wissen, was ich mit den Dingen machen kann, die es schon gibt.
Ich möchte wissen, wie alles funktioniert und nicht wie es funktionieren könnte.
Und ich möchte von Menschen lernen, die wissen was sie tun. Nicht von Menschen, die wissen, was andere Menschen tun.

Es ist eine Rückbesinnung. Aber kein Schritt zurück. Es ist Trans. Wenn wir uns jetzt hinsetzten und die Welt erleben, uns erleben, dann wäre das nichts Altes. Dann wäre das unheimlich neu. Denn wir können nicht vergessen was wir erreicht haben. Und wir sollten nicht vergessen, was wir erreicht haben. Aber nach der Ruhe kommt der Sturm. Und nach dem Sturm muss man aufräumen. Und die Schule liegt in Trümmern. Zerstört von der Wucht des Fortschritts. Irreparabel. Aber wann stört uns das schon? Wir bauen aus den Überresten etwas Neues. Etwas Besseres.

Denn wir sind nicht mehr im neunzehnten Jahrhundert. Das ist zweihundert Jahre her. Wir sind am Ende der Industrialisierung und mitten in der Digitalisierung.

Wir sollten nicht so tun, als wäre das kein Unterschied.