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Reiseaufarbeitung

Hihi, ich bin wieder da.

Oder wie es einer meiner Kumpel formulieren würde: „Der temporäre Squadaußenposten Abteilung Südostasien ist zum Headquarter Potsdam erfolgreich zurückgekehrt!“

So oder so. It feels good to be home again!

Ein ausführlicher Bericht über meine Eindrücke in den drei Ländern, die ich bereist hab, kommt bald. Aber erstmal mein versprochenes Update. Was hab ich wirklich gebraucht, was nicht und was hätte ich vorher gern gewusst.

Meine Top 5 genutzten Sachen, ohne die ich aufgeschmissen wäre:

  • Mein Schlafsack Inlett! (Danke Vincent!). Schon klar wenn du Bedbugs  (nicht verwandt und nicht verschwägert mit den Red-Bugs) hast, hast du sie eben. Davor wird dich ein dünnes Stück Stoff auch nicht retten. Aber es gibt genügend Situationen, in denen ich mich einfach nicht in die Hostel Bettwäsche legen wollte. Nicht unbedingt weil die so super eklig war, sondern weil man nach einer Weile einfach eine starke Bindung mit den Sachen in seinem Rucksack aufbaut und lieber in seiner eigenen „Bettwäsche“ schläft. So war es für mich zumindest.
  • Mein Kühlgel für Mückenstiche! Oh ja die Mücken waren da. Und nicht nur die, sondern auch merkwürdige blutsaugende Fliegen und Krabbeltiere aller Art. Der Vorteil ist, man fühlt sich automatisch verbunden mit den anderen Backpackern, deren Beine aussehen, als hätten sie eine Rote-Punkte-Strumpfhose an, und die den Versuch genauso aufgegeben haben, nur noch in langen Stoffhosen rumzulaufen. Embrace the Stiche. Und alle 7 Sekunden Kühlgel drauf! Aber zugegeben ich habe auch eine ungünstige Mischung aus extremer Anfälligkeit für Stechtiere aller Art und fast schon manischer Aufkratzerie mit mangelnder Selbstdisziplin.
  • Mein Ipod! Hach wie ich ihn liebe. Eine Sache, die ich wirklich am Backpacking bzw. Reisen dieser Art schätzen gelernt hab, sind die langen Bus- bzw. Zug- bzw. Mini-Van Fahrten. Die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen, dabei das Marina and the Diamonds Album von vorne bis hinten durchhören (Travel Playlist coming soon!) und so intensiv nachdenken, dass einem die 12h Busfahrt wie eine halbe Stunde vorkommt.
  • Imodium! Ich bin wirklich kein Pillenschlucker. Und hatte auch nicht vor, das im Ausland zu ändern. Trotzdem kommt man bei all den neuen Bakterien, Geschmäckern und Gewürzen nicht drumherum, dass der Magen ab und zu verrücktspielt. Auch da bin ich der Meinung, besser raus als verstopfen. Nur unpraktisch, wenn Übelkeit dazukommt und man gerade in ein Flugzeug von Laos nach Kambodscha steigt. Ich hab es nur dieses eine Mal gebraucht, aber dass ich die Sicherheit hatte, im Notfall schnell was tun zu können, hat mich sehr entspannt. Und ansonsten: Let it flow.
  • Mein Rucksack! Ok der Punkt ist vielleicht ein bisschen offensichtlich. Man will ja nicht gerade mit einer großen Ikeatüte durch Asien reisen. Aber wirklich, dieser Rucksack war das praktischste von allem. Im Vergleich zu den Rucksäcken der anderen war er definitiv am ganz unteren Ende des Größenspektrums (ok es gab auch die Menschen, die wirklich nur mit einem kleinen Eastpack Rucksack gereist sind, aber man muss ja beim ersten mal nicht gleich ohne Sauerstoffflaschen auf den Mount Everest). Aber es hat alles reingepasst. Ich habe so oft Nutzen davon gemacht, dass man ihn sowohl oben als auch vorne aufmachen kann und man nicht immer alles rausrupfen muss, um an den Schal zu kommen, der ganz unten eingequetscht ist, wenn es plötzlich kalt auf dem Boot wird. Er sieht nach all dem Staub, den Kofferräumen, den Tuk-Tuk Fahrten immer noch aus wie neu und ich hab ihn echt lieb gewonnen. Also ja last, but definitiv not least mein kleiner süßer Rucksack.

Und ansonsten hab ich eigentlich echt alles aus meinem Rucksack mindestens einmal gebraucht. Den Karabiner, um Schuhe aussen dranzuhängen (dann hat man wirklich den Backpacker Style complete), die After-Sun-Lotion (ja es wurde gesonnt und es wurde gebrannt), die Nagelschere (auch wenn man knabbert und meint, sie nicht zu brauchen ich sag nur ein Wort: Fußnägel). Ok, das Regencape haben wir nicht gebraucht, aber viel Platz hat es eh nicht weggenommen und das ist wirklich saisonabhängig und 4 Handcremes waren jetzt vielleicht auch nicht so von Nöten. Aber die Augentropfen kamen bei den 4mal6 Stunden Flug sehr gelegen.

Macht euch keine Sorge um Wäsche, es gibt in jeder Stadt, an jeder Ecke einen Laundry Service, der dir deine Wäsche oftmals innerhalb von 8 Stunden wäscht, trocknet, bügelt und faltet für $1 das Kilo. Auch wenn es am Anfang vielleicht etwas Überwindung kostet, 4 seiner 5 T-Shirts in fremde Hände zu geben … nichts geht über das frisch geduscht, frisches T-Shirt Gefühl! Auch Wifi gibt es in jedem Café und jedem Hostel. Ob es schnell ist, ist dann noch mal eine andere Frage, aber zum Mails checken und Headspace aktualisieren, reicht es meistens immer.

 Handtuch hat mir wirklich nicht gefehlt. Fast jedes Hostel hatte eins und wenn nicht, konnte man sich immer eins leihen. Außerdem habe ich auf dem gesamten Trip zweimal Socken angezogen. Und das war auf dem Hin- und Rückflug. Und ja, ich hatte 7 Paar mit. Wenn man bei 40 Grad Hitze mit dem Gedanken spielt, sich die Haare abzurasieren, um mehr Fläche für Wind zu bieten, ist an Socken wirklich nicht zu denken. Also ein Paar, maximal zwei reichen völlig. Sehr dankbar war ich auch für meine Feuchttücher. Als Katzendusche im Nachtbus oder schnelles Händewaschen zwischendurch, wenn es nicht anders geht.

Und am allermeisten … es ist so viel einfacherer als es aussieht und es macht so viel Spaß.

Die Mischung aus täglicher Aktivität und der tiefe Schlaf und die intensiven Träume, die damit einherkommen und grenzenlose Freiheit, tun und lassen zu können, was man will. Ich hab noch nie so spontan in meinem Leben gelebt. Von einem Tag auf den anderen einen Kajaktrip buchen oder ein Motorrad ausleihen (für $4 pro Tag, Führerschein und Helm wird nicht großgeschrieben in Asien). Die tausend kleinen random adventures, sei es das spontane Besteigen eines Berges oder das Entdecken eines Tempels, den man nur findet, wenn man sich in einer unbekannten Stadt verläuft. Es ist herrlich!

Rausch

Schreibmusik – I need the beat

Es ist immer ein wenig schwer zu erklären und manchmal auch etwas … peinlich. Schreibmusik hat für mich eine besondere Qualität und ist nicht immer das, was ich als Künstlerin schätze oder sonst ganz pur hören würde. Schreibmusik muss den Schreibflow in Gang bringen und darf sonst gerne auch mal belanglos sein. Schöner ist es natürlich, wenn sie mehr kann als das.

Gute Freunde

Meine beste Freundin wohnt schon lange in Frankreich. Ihr Mann hat den Musikclub Le Poste à Galène in Marseille und ausgefallene Musik durchflutet ihr Leben. Daneben hat sie eine Schwäche für populäre Musik und die Mixtapes, die sie mir macht, sind gerade mein Rauschmittel beim Schreiben. Danke! Für euch habe ich heute drei Songs herausgesucht, die beste Hintergrund-Schreib-Qualität haben und die man – ohne rot zu werden –  auch unabhängig vom Schreiben hören kann.

Sprache

Songs mit Sprache sind vollkommen okay, aber bitte keine Texte, deren Message so flach ist, dass ich aus meinem Schreibflow auftauche. Das deutsch-englische Trio Kafka Tamura (und ist Kafka nicht schon allein eine gute Affirmation …) hat genau die richtige Mischung.

Stimme

Singer-Songwriter-Stimmen smoothen mich in die Stimmen meiner Protagonisten: gefühlsvoll, weich, aber nicht weichgespült.  Drew Holocomb & The Neighbors bringen mich mit diesem Song zu Noah, Ruben, Rocco, Kolja, Luca und all meinen anderen gefühlvollen, männlichen Helden.

Charakter

Meine weiblichen Charaktere müssen stark und unabhängig sein, ein Gespür für Kunst haben oder selber Künstler sein und viel Musik hören. Ich liebe es, wenn sie einen starken Drang nach Unabhängigkeit haben, selbstbewusst sind oder auf dem Weg, es zu werden. Das alles höre ich, wenn Madi Diaz singt. Besonders gefällt mir diese Live Aufnahme aus dem Studio.

Ich merke gerade, dass ich noch endlos fortfahren könnte, euch Schreibsongs zu empfehlen! Und mir selber mal die Frage stellen könnte, welche Songs zu welchem Buch? Also … ihr hört von mir ;)

rausch

Rausch

Ein neuer Film, ein neuer Song und man ist im Rausch. Ein Gedanke, eine Idee und man ist im Rausch. Man will alle anstecken, freilassen, mitnehmen. Genieß das Gefühl!

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