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Zufall: Spiegelei und andere Einfälle

Allerlei Spiegelei

Manchmal frage ich mich: Wie sind die Menschen darauf gekommen, aus einem Ei ein Spiegelei zu machen? Ich meine, wann ist das passiert? Denn, Freunde, im Internet gibt es keine Antwort darauf. Da heißt es bei Wikipedia nur über Spiegelei:

 Bildung aus dem 18. Jahrhundert, möglicherweise nach dem spiegelnden Glanz der Dotter.

Okay, klar. Meine Frage ist aber: Wer hat das Ei zum ersten Mal in die Pfanne oder wo auch immer hingeschlagen? Wer kam auf diese geniale Idee, die für viele Millionen Menschen ein anständiges Frühstück ausmacht? Das Spiegelei gibt es schon sehr lange, nicht erst seit dem 18. Jahrhundert, wie Bilder mit Spiegeleiern aus dem 16. Jahrhundert zeigen. Also – wie ging das los?

Jäger und Sammler

Klar, ich denke, es war ein Zufall. Essen war ja in frühen Vorzeiten eine sehr einfache Angelegenheit: Da haben wir Beeren gesammelt und Mammuts gejagt. Und da Vögel noch viel älter als Mammuts und Menschen sind, haben wir vielleicht auch Eier „gesammelt“. Also aus Nestern geklaut. Und dann ist im tiefsten Afrika oder sonswo in einer heißen Gegend mal ein Ei auf einen heißen Stein gefallen. Platsch. Und dann kam – denn das Feuer war schon erfunden – eine Idee zur anderen. Was wäre … und dann könnte – und dann: Jep. Ab da war es dann ganz selbstverständlich: So kann man Eier zubereiten. Vielleicht konnten die Menschen damals noch gar nicht sprechen oder sie haben das Spiegel PLATSCH geannnt und das mit dem Spiegel(ei) kam später, als es Spiegel gab, aber so ging es los. Ich bin mir (fast) sicher.

Ich kann noch nicht mal ein …

… Spiegelei braten. Früher war das die kokette Ausrede von Männer, die andeuten sollte, dass sie wirklich noch nie eine Küche betreten haben. Da lächelt man heute vielleicht drüber, aber als Kind fand ich ein Spiegelei zu braten auch ziemlich mysteriös und schwierig. Schon ein Ei am Pfannenrand aufzuschlagen (und wer ist da draufgekommen?) war eine Kunst. Meine Mutter war Feministin, also hat sie mir Kochen nicht beigebracht. Das musste ich mir im Laufe der Zeit von anderen abgucken.  Ich weiß noch, wie beeindruckt ich war, als eine Austauschschülerin aus Frankreich bei uns wohnte und an einem Tag für unsere Familie … kochen wollte. Wow. Mutig. Meine Mutter verlor fast die Nerven, weil dieses Mädchen (in allem) quälend langsam war und auch für ihre spezielle Mahlzeit sehr, sehr lange brauchte. Dabei war es ein ganz einfaches und ungemein geniales Gericht.

spiegeleiTomaten und Eier a la Austauschschülerin

Zutaten für 2: 2-4 Gemüsetomaten, 2 Knoblauchzehen, 4 Bioeier, etwas Öl, Pfeffer, Salz, Kräuter der Provence oder frischen Oregano oder andere Kräuter.

Zubereitung: Tomaten in dicke Scheiben schneiden, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden, mittlere Pfanne, Öl erhitzen, Hälfte der Tomaten nebeneinanderlegen, so dass der Pfannenboden bedeckt ist und mit Hälfte des Knoblauchs anbraten. Eier darüberschlagen, würzen, stocken lassen. Auf Teller tun, warm stellen. Zweite Pfanne genauso machen, servieren. Baguette und Wein dazu. Bäm. Fertig.

Was ich so grandios an diesem Rezept finde, ist, dass man die Zutaten in der Regel im Kühlschrank hat. Also im Sommer mit ziemlicher Sicherheit, und wenn nicht, dann sind sie sehr einfach und schnell zu beschaffen, außerdem ist alles günstig. Nun sind ja Eier ziemlich in Verruf geraten und erinnern wir uns an den Anfang der Sache: Eier klauen. Und dann aus schlechtem Gewissen fallen lassen. Jaaa, jaaa! Das war schon von Anfang an nicht so ganz korrekt.

Rein zufällig im Kühlschrank

Abgesehen von den Eiern – die Sache mit dem einfachen Kochen finde ich faszinierend. Es gab da mal eine Sendung im Fernsehen (dieser flimmernde Kasten, der früher immer in den Wohnzimmern stand), das war vermutlich der Anfang des Reality-TVs und ein Vorgriff auf etwas, was wir heute besser bei YouTube sehen können. Jedenfalls besuchte da ein Spitzenkoch irgendwelche prominenten Schauspieler und sollte in deren Küche mit dem kochen, was er im Kühlschrank vorfand. „Hallo, kommen Sie herein! “  „Gerne. Und dann schauen wir mal … was sie zufällig im Kühlschrank haben!“

Okay, keine Ahnung, ob das so zufällig war. Ganz offensichtlich wurden da viele Dinge plaziert, die erstens den Koch vor eine sehr schwierige Aufgabe stellen sollten und auf der anderen Seite irgendwie cool für den Gastgeber aussahen. Da war eine Schauspielerin, die hatte nur eine Flasche Champagner und ein paar Snacks im Kühlschrank. Sehr sexy. Das kann aber tatsächlich sein, denn wenn Schauspieler viel am Set sind, dann haben sie dort ein Catering. Manche gut beschäftigte Schauspieler hangeln sich so von Set zu Set. Und der Kühlschrank bleibt leer.

Der Koch hat daraufhin (und ich fand, er hat die Zufallsregel schon sehr großzügig ausgelegt), alles genommen, was im Kühlschrank lag und es mit den Sachen, die er sonst noch in der Küche gefunden hat, kombiniert und tatsächlich etwas kreiert, was ihm zufällig gerade eingefallen musste und essbar war. Ja, Jäger und Sammler, wir haben das wohl immer noch in uns.

Improvisiert kreiert

Was mir an dieser Sendung gefiel war, dass Leuten, die eigentlich überhaupt keine Fantasie oder den Nerv zum Kochen haben und logischerweise einen in der Regel sehr spärlich bestückten Kühlschrank, ein Kochwunder gezeigt wurde. „Mönsch, aus dem Zeug, was da im Kühlschrank vor sich hinrottet, kann man ja echt noch was machen!“ Gefällt mir auch, weil wir nicht so viel wegwerfen sollten und lieber hinsehen, was alles da ist. Einfach großartig, wie kreativ dieser Meisterkoch an seine Aufgabe heranging, auch wenn die Ausgangbedingungen äußerst schwierig waren.

Ein Gericht, das vielleicht aus einer ähnlichen „Notlage“ heraus entstanden ist, ist dieses:

Nudeln mit Wodka mit dem-was-zufällig-im-Kühlschrank-war

Zutaten für 4 Personen: Zwei Becher Sahne, 50 Gramm Butter, 2 TL Mehl oder Stärke zum Andicken, Salz, Pfeffer, kleiner Flachmann Wodka, 500 Gramm Spagetti.

Zubereitung: Butter in mittlerer Pfanne zerlassen, Sahne dazu, aufkochen, mit Mehl oder Stärke etwas andicken, Würzen, Wodka vorsichtig und langsam dazugeben, erneut aufkochen, auf kleiner Flamme warmhalten. Spagetti in leicht gesalzenem Wasser al dente kochen. Abgießen, zu der Soße geben, sanft verrühren. Der Alkohol verfliegt beim Kochen, der Wodkageschmack bleibt. Guten Appetit!

Sollte man die Zutaten nicht im Haus haben, kann man zumindest den Wodka auch an der Tankstelle bekommen …

Rezepte – kein Zufall

Ich sagte schon, dass ich als Kind keine Ahnung vom Kochen hatte. Ich hielt die Sache offengestanden für Magie. Wie sonst ließ sich erklären, dass aus staubigen, feuchten und krümeligen Zutaten auf einmal ein Kuchen entstehen konnte? Rezepte waren daher für mich daher Zaubersprüche, die man nur richtig genug befolgen musste, dann passierte – Magic!

Als älteste von vier Kindern habe ich dies auch mit viel Überzeugung meinen beiden Brüdern erklärt, als wir gemeinsam etwas kochen wollten, da unsere Eltern unterwegs waren. Ich war vielleicht acht oder neun, meine Brüder entsprechen 1 bis 3 Jahre jünger. Da wir die Sache nicht unbedingt an die große Glocke hängen wollten, entschieden wir uns für ein Rezept, für das man wenige Zutaten brauchte. Ich fand es in einem alten Dr. Oetker-Kochbuch. Apfel-Reis. Hört sich großartig an, oder? Zutaten: Reis, Wasser, Äpfel. Wir kochten streng nach Rezept, was eigentlich nur bedeutete, den Reis in Wasser zu kochen und die Äpfel reinzuschneiden. Doch es musste ja noch die Magie wirken, denn immerhin mischten wir hier Dinge mit Wasser unter Hitze zusammen!

Nun – sie wirkte nicht. Das Gericht war eine Enttäuschung. Es schmeckte – kein Zufall – nur nach Reis mit zerkochten Äpfeln, die Konsistenz war enttäuchend pampig. Mein Glaube an Rezepte hat damals einen sehr derben Knacks bekommen. Wo war die Magie?

Der magische Kuchen

Ich habe es aber doch noch gefunden, das Rezept, das einfach und magisch ist. Es wurde mir mündlich in einer kleinen Küche in Frankreich überliefert. Ich war zufällig da. Es ist ein Kuchenrezept, wird also gebacken. Bis heute glaube ich an die wundersame Kraft von Backöfen. Was oben auf dem Herd passiert ist mir eher unheimlich, wenn ich schreibe, lasse ich dauernd etwas anbrennen – Backöfen sind da viel gemütlicher und stressfreier, obwohl es hier auch schon Desaster gab, die einen weiteren Blogbeitrag füllen könnten. Zurück zu einem magischen Abend in einer Küche mit drei Französinnen, die mal eben einen Nachtisch für ein sowieso schon üppiges Mahl gezaubert haben, weil es ja ohne nicht perfekt wäre und Kuchen – immer geht.

Magischer Kuchen mit Obst, das zufällig da ist

Zutaten für den Teig: 200 Gramm Mehl, 200 Gramm Butter oder Margarine, ein Schnapssglas Wasser, eine Prise Salz.

Zubereitung: Alles zusammenwerfen, durchkneten, notfalls Mehl dazu, falls es klebt. Eine Springform oder Kuchenform damit auslegen und dann – rauflegen, was gerade zufällig im Obstkorb ist. Bevorzugt: Äpfel oder Birnen, die in feine Scheiben geschnitten und auf den Teig gefächert werden. Darüber etwas Zucker streuen oder Creme Fresh verteilen oder Ahornsirup oder Honig oder geröstete Mandeln. 20 Minuten in den Ofen bis alles schön braun ist. Dazu Kaffee oder Tee und ein französischer Schwarz-Weiß-Film. Voilà.

Vegan, wenn man Margarine statt Butter nimmt. Die Eier fehlen nicht im Teig, denn es ist eher eine zarte dünne Teigschicht, die das Obst trägt.

Zufall und Kreativität

Hätte es nicht irgendwann einmal Menschen gegeben, die beim Kochen ausprobiert und herumexperimentiert hätten, wären niemals neue Gerichte entstanden. Das finde ich großartig, daran sollte man sich viel öfter erinnern, statt das x-te Kochbuch zu kaufen, weil man an eine Magie glaubt, die man in den Rezepten nicht finden wird. Dafür muss man sich selber – dem Zufall überlassen, etwas ausprobieren. Oder fallen lassen.

Ups, I dropped the lemoncake heißt der Nachtisch eines Spitzenkochs, dem ein Missgeschick passierte und der seitdem seinen Zitronenkuchen genauso serviert, wie der aussah, als er ihm vom Teller gerutscht ist: In einem krümeligen Haufen.

Bon appétit!

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Zufall: Gibt’s das?

In diesem Monat beschäftigen die Red Bug Homies sich rein zufällig mit dem Thema Zufall.

Was soll das sein? Ein Zufall?

Ein Ereignis, von dem wir die Ursache nicht kennen?

Weil es keine Ursache gibt?

Das ist eine physikalische Frage. In der Quantenphysik scheint es nämlich so etwas zu geben. Radioaktive Teilchen zerfallen offensichtlich unvorhersehbar. Ließe sich fragen, ob diese Unvorhersehbarkeit nicht immer noch an unseren eingeschränkten Vorhersehbarkeitsmöglichkeiten liegen könnte.

Das wäre aber auch eine philosophische Frage. Kann es Ereignisse geben, die keine Ursache haben? Das wird in der Welt, wie wir sie wahrnehmen, kaum vorkommen. Das kann man dann gerne bis zum Urknall zurückverfolgen oder bis zum lieben Gott, der vielleicht vor aller Zeit, vor dem Urknall schon …

Oder ist vielleicht nur der Urknall zufällig und danach läuft alles folgerichtig ab? Wir sind aufgewachsen mit dieser Vorstellung vom großen Knall und den ersten ultraheißen Millisekunden und der rasend schnellen Ausdehnung des Universums und der rasend schnellen Abkühlung auf immer noch ultraheiße Temperaturen und dann die Entstehung der Materie, der Gaswolken, der Sterne, bis dann irgendwann nach 13 Milliarden und ein paar zerquetschten Jahren ein kleines Säugetier aus dem ostafrikanischen Graben krabbelt und sich in der afrikanischen Savanne aufrichtet, um über das hohe Gras zu schauen. Um ab dann aufrecht zu gehen und sich ein paar Jahrtausende später Gedanken über Zufälle zu machen. Über zufällige Mutationen, die diese ganze Evolution vorangetrieben haben. Oder doch alles vorherbestimmt durch den Knall damals. Und wir haben keinen Einfluss, sondern folgen willenlos einem gnadenlosen Mechanismus?

Da ist man schnell in einer wohlig, gruseligen Gedankenschleife. Denn das widerspricht irgendwie unserer Lebenserfahrung. Wir spüren schon so etwas wie einen Willen in uns. Wir haben schon den Eindruck, Entscheidungen zu treffen, die weder vorherbestimmt noch rein zufällig sind. Auch wenn diese Vorstellung durch die neuen Erkenntnisse über Big Data schon wieder einer heftigen Attacke ausgesetzt ist. Schließlich sind die Big Data längst algorithmisiert und nicht mehr nur Big, sondern eben auch Smart und wissen oft schon, wie wir uns in bestimmten Situationen entscheiden werden, während wir noch glauben darüber nachzudenken. Was wir für welchen Preis kaufen, ob wir klicken oder nicht, wen wir wählen, was wir über bestimmte Dinge denken.

Im echten Leben erleben wir immer wieder Zufälle.

Je näher man an ein Ereignis herantritt und je detaillierter der Blick wird, desto mehr Zufälle sehen wir.

Wenn wir z.B. in unser Ferienhaus nach Italien fahren, ist es kein Zufall, wenn wir dort auch ankommen. Wir haben Vorkehrungen getroffen, sind einer bestimmten Straße gefolgt und haben vielleicht sogar ungefähr die Ankunftszeit vorausgeplant. Die genaue Sekunde der Ankunft werden wir allerdings kaum vorhersagen können.

Nicht vorhersagbar heißt nicht, dass es keine Ursache hat. Es sind nur zu viele und zu komplexe. Wir nehmen es als Zufall. Wir können nicht alle Einzelheiten kennen.

Gehe ich noch näher heran, erscheint alles völlig zufällig. Ob ich ein paar Kilometer hinter einem roten Wagen fahre, oder welche Aufschrift der LKW neben mir hat. Wer im Autogrill vor mir in der Schlange steht, wann ein Schmetterling die Windschutzscheibe trifft, Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen …

Doch das nennen wir im Allgemeinen nicht Zufall. Warum nicht? Weil es uns gar nicht auffällt. Wir würden es auch nicht als Zufall empfinden, wenn der Mensch im Autogrill vor mir, wie ich auch, einen Cappucchino bestellt. Oh welch ein Zufall? Nein. Aber was wäre, wenn er die gleichen Schuhe und das gleiche T-Shirt wie ich trüge, na ja, schon eher: Zufall. Was wäre, wenn plötzlich drei, vier Autos unserer Marke und Farbe hintereinander führen? Zufall!?

Wir empfinden es erst dann als Zufall, wenn zwei Ereignisse zusammenkommen, die uns auffallen, die aber keinem ersichtlichen kausalen Zusammenhang haben  … und für uns auch in keinem offensichtlichen Sinnzusammenhang stehen.

Aber was ist, wenn der Schmetterling gerade die Scheibe hittet, während »When the music’s over« im Autoradio läuft, ? »I wanna hear, I wanna hear the scream of a butterfly«. Grüßt da Jim Morrisson direkt aus dem Jenseits?

Ist das noch Zufall oder schon Synchronizität, wie C.G. Jung es nannte. Ereignisse, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, deren Zusammentreffen von uns aber mit Bedeutung aufgeladen werden.

Obwohl diese Bedeutungen auf den ersten Blick oft plausibel erscheinen, können sie nur intuitiv, nicht logisch, nicht naturwissenschaftlich erkannt werden. Dort gäbe es noch viel zu erforschen. Aber das macht Angst. Angst vor Paranoia und Borderline. Die Gefahr überall, in jedes »zufällige« Ereignis, in jede Zahlenfolge, Bedeutungen, Zeichen, versteckte Informationen hineinzulesen, ist groß.

Zufall, Fügung oder Bestimmung?

Da nennen wir durchaus auch etwas Zufall, von dem wir die Ursache kennen, oder zumindest im Nachhinein weit zurückverfolgen können.

Seien es die Verkettung unglücklicher Ereignisse, die zu Katastrophen führen oder überraschend glückliche Begegnungen.

Wie in dem Beispiel von Aristoteles, in dem ein Pferd aus dem Stall entkommt und damit einer Katastrophe entgeht. Das Pferd ist nicht aus dem Stall entkommen, um der Katastrophe zu entgehen. Erst im Nachhinein erscheint dann ein glücklicher Zufall als schicksalhafte Fügung.

Fast jeder wird, wenn er sie denn findet, der Liebe seines Lebens zufällig begegnen. Irgendwann wird man zufällig aufeinander getroffen sein. Egal, ob man auf zwei verschiedenen Erdteilen oder im gleichen Haus aufgewachsen ist.

Es läßt sich natürlich zurückverfolgen, wie es dazu gekommen ist, dass ich in den 80ern nach Berlin gekommen bin und in ein besetztes Haus gezogen bin. Und es lassen sich dafür auch viele Gründe finden. Vielleicht war sogar einer der Gründe, dass ich gespürt habe, dass sich dort Menschen aufhalten, die ich interessant finde, die etwas neues probieren, die etwas wagen. Und dass die Wahrscheinlichkeit, dort die Liebe meines Lebens zu finden, höher ist als in anderen Umgebungen.

Ihr, von der ich bis dahin gar nicht wußte, dass es sie auf dem Planeten gibt, dann wirklich zu begegnen, das heißt mit ihr zur gleichen Zeit am selben Ort zu sein, war natürlich nicht geplant. War reiner Zufall.

War gar nicht planbar. Jedenfalls mit den Begrenzungen eines menschlichen Bewusstseins. Also muss es Zufall sein. Oder Bestimmung? Ich glaube gern an die Bestimmung und bin sehr dankbar dafür.

Der Zufall und The Flow.

Dankbarkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung des Zufalls machen das Leben reicher. Damit uns etwas als Zufall auffällt, müssen wir ihn natürlich wahrnehmen. Und wenn wir ihn dann noch wertschätzen, kann er uns weiterbringen.

Als Bildhauer arbeite ich oft mit Zufällen.

Ich arbeite an einer Figur. In einem zufälligen Papierknick etwa sehe ich die Andeutung eines Knies, oder eine Drehung in der Hüfte. Ich sehe die Bewegung. Ein Grund erst einmal innezuhalten. Was war da gerade passiert? Etwas neues, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Obwohl ich das alles natürlich mit den Augen sehe, habe ich dennoch den Eindruck, dass ich jetzt mehr zuhöre als hinsehe.

Während des Arbeitsprozesses an der Figur ist nichts von vornherein festgelegt. Es gibt keine fertig geschweißte Armatur, die die Größe und Haltung festlegt. Keinen sachgemäßen Aufbau der Form in Ton oder Gips. Keine Vorzeichnungen, kein Modell. Alles ist im Fluß. Im Flow. Es kann alles passieren. Ab jetzt ist es eine spannende Konversation mit dem Material, mit der Figur, mit dem Zufall.

Bei dieser sensiblen fragilen Arbeit, ergeben sich andauernd Zufälle. Etwas fällt herunter, kippt um, löst sich. Und dann immer die Frage, was ergibt sich daraus neues, was soll so bleiben, wo soll etwas geändert werden?

So geht es dann weiter. Sehr vorsichtig, aber auch entschieden. Ich weiß, wenn ich in dem Dialogmodus mit dem Zufall bleibe, wird etwas Großartiges entstehen. No matter what. Ein meditativer Zustand, ein fokussierter Zustand, ein wacher Zustand. Alles ist gewollt und dem Zufall überlassen.

Wie im richtigen Leben.

 

 

Roots

Danke

 Liebe Red Bug Fans,

what a year. Danke.

Wir haben es doch tatsächlich geschafft, jede Woche einen Beitrag zu schreiben und dabei nicht nur euch, sondern oft auch uns selbst gegenseitig mit roots-, rausch-, radio-, ruhe- und royalen Beiträgen überrascht.

Es hat sich herausgestellt, dass dieses fünfzackige Gerüst ziemlich stabil und doch beweglich ist. Ein echter Stern eben.

Wie ihr schon gemerkt habt, macht der Red Bug Home Blog gerade eine klitzekurze Pause. Wir frühjahrsputzen. Und relaunchen dann im April mit neuen Rubriken und Monatsthemen.

Wir sind genauso gespannt wie ihr und hoffen, dass ihr weiter dabei seid.   

All the best

die Redbugx

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Eat like a Yogi

Essen ist ein riesiger Aspekt in meinem Leben („Food is Life“ ist definitiv ein Satz, den man oft von mir hört). Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich zum Geburtstag das Kochbuch „My Yoga Canteen“ geschenkt bekommen habe. Yoga und Essen in einem … was gibt es Besseres? Also wo ist der Zauberplan? Der Shortcut? Sagt mir, was ich essen soll, und ich bin zufrieden. Tja so einfach machen sie es einem natürlich nicht. Aber sie sprechen mit einem liebevollen Augenzwinkern Empfehlungen aus und nicken verständlich, wenn du sie ignorierst. Yoga kann ein sehr nerviger Lehrer sein. Aber halt eben auch der Beste. Was sagen also die Yogis über unsere Ernährung?

Umgebung

A h i m s a

Ahimsa bedeutet Gewaltlosigkeit und ist ein der wichtigsten Gebote im Hinduismus und Buddhismus. Laut Ahimsa darfst du keinem anderen Lebewesen Schaden zufügen. Demnach wird die vegetarische Ernährung als die höchste Ernährung angesehen.

            

Körper

S a t t v a,  R a j a s,  T a m a s

Manche Nahrung gibt dem Körper Prana (die Lebensenergie in unserem Körper) wieder, andere nimmt dem Körper Prana und manche blockiert das Prana in unserem Körper. Diese drei Kategorien sind also wie die Pfeiler der Yogischen Ernährung:

 

 

„Yogische Ernährung heisst, Sattva-Reinheit zu bevorzugen, sich von rajasigen Lebensmitteln im Laufe der Zeit mehr und mehr loszusagen und tamasische ganz zu meiden.“ – My Yoga Canteen

Es geht aber nicht nur darum, was man isst, sondern wie man isst. In Ruhe und Achtsamkeit. Mit völliger Konzentration auf das Essen, mit so wenig Ablenkung wie möglich. Sadhguru sagt dazu, dass Gewohnheit der größte Feind von Bewusstsein ist.

Das heißt, eine Mahlzeit, die bewusst und in Ruhe eingenommen wird, ist Sattva.

Eine Mahlzeit, die hektisch und schnell eingenommen wird ist Rajas.

Und so viel von einer Sache zu essen bis man Bauchschmerzen hat, ist Tamas.

Das heißt, wenn man sich einen Teller Obst und Gemüse reinhaut, im Stehen, vorm Fernseher dann ist das nicht Sattva. Zelebrieren wir das Essen vor sich, vielleicht sogar in einer Gruppe von Menschen, die wir lieben, dann ist das wesentlich gesünder.

             

D u  b i s t,  w a s  d u  i s s t

In der Theorie klingt das alles erstmal sehr einleuchtend. Eine für den Körper richtige Ernährung kann den Körper stärken und sogar heilen. Eine für den Körper schlechte Ernährung schwächt und verlangsamt den Körper und kann ihn Krank machen. Es leuchtet mir auch ein, dass simples Essen, wie Obst und Gemüse oder Nüsse für den Körper leichter zu verdauen ist, als stark verarbeitetes Essen mit vielen Zusatzstoffen. Aber in der Realität ist unsere Ernährung wahnsinnig vorbelastet. Kindheitserinnerungen, Stress, emotionale Abhängigkeit, Zugehörigkeitsgefühl, Gewohnheit. All diese Dinge essen ja quasi mit, wenn wir etwas zu uns nehmen. Als ich mal drei Tage gefastet habe, war der körperliche Aspekt das allerkleinste Problem. Die Isoliertheit von allen Menschen um mich herum, das Emotionale war das Problem. (Hier mein Blogbeitrag dazu).

Geist

A g n i,  O j a s  u n d  A m a

Was hat es den nun mit der Verarbeitung unserer Gefühle und der Verdaung des Essen zu tun?

Man geht davon aus, dass jeder Mensch ein transformierendes Feuer in sich besitzt. Es heißt Agni. Alles was wir essen wird von Agni in Ojas transformiert. Ojas wird benutzt, um den Körper gesund zu halten, stark und rein.

Das geht aber nur, wenn das Essen „rein“ ist. Also Sattva.

Ist das Essen nicht rein, muss Agni mehr arbeiten, um Ojas zu produzieren und es entsteht ein Nebenprodukt namens Ama. Ama ist laut Ayurveda der Hauptgrund für jede Krankheit. Es blockiert Prana und okkupiert den Körper. Es gibt ihm mehr zu arbeiten, als er sollte, so kann er sich nicht darauf konzentrieren gesund zu bleiben.

Ama wird jedoch nicht nur durch schlechte Ernährung produziert. Ungelöste Emotionen aus der Vergangenheit oder emotionale und körperliche Giftstoffe aus der Umwelt sind ebenfalls Gründe für Ama.

Agni kann Ama „verbrennen“. Wenn es jedoch konstant mit für den Körper falsches Essen bombardiert wird, kann es sich erstmal nur darauf konzentrieren und negative Emotionen stapeln sich. Das Feuer wird dadurch immer schwächer.

 M e i n e  B e z i e h u n g  z u m  E s s e n

Wenn ich zurück denke, hatte ich am meisten Probleme mit dem Essen, wenn es mir emotional schlecht ging. Kurz bevor ich die Schule abgebrochen habe zum Beispiel. Im Nachhinein kein Wunder, da mein Agni Feuer definitiv überfordert gewesen sein muss.

Ich hatte sicherlich schon Phasen,  wo ich meinen Komfort im Essen gesucht habe. Ich hatte nie eine Essstörung und es war nie dramatisch. Aber ja, essen macht mich glücklich. Wenn ich gestresst bin esse ich viel und schnell. Es soll ja auch die Menschen geben, die nichts essen, wenn sie gestresst sind. Nope not me. Ich esse, wenn es mir gemütlich ist, und wenn ich traurig bin. Und ich neige definitiv dazu, mich mit Essen zu belohnen. An sich ja erstmal alles nicht verwerflich, aber es kann eben auch ganz schnell umschlagen in sich mit Essen bestrafen.

          

D i e  Y o g i s c h e  E r n ä h r u n g

Yoga bedeutet Einheit. Eins sein mit dem Universum und allem um dich herum.

Nimm Dankbarkeit und Achtsamkeit und Liebe als Grundlage für Alles. Eben auch dein Essen. Lerne dann dich selbst und deinen Körper kennen und schaue dann, dass du möglichst reine und vollwertige Nahrung zu dir nimmst.

Beobachte wie du dich nach dem Essen fühlst. Fühlst du dich energetisch und frisch, ausgeruht und zufrieden. Fühlst du dich schlapp und hast Bauchweh? Wie fühlst du dich am nächsten Tag? Wie hast du in der nacht geschlafen. Lerne deinen Körper kennen. Experimentiere mit Essen.

Und am allerwichtigsten sei dankbar für das Essen. Sei dankbar für jeden Menschen, der dazu beigetragen hat, dass das Essen in diesem Moment vor dir steht. Vom Bauern, über den Lastwagenfahrer, dem Kassierer an der Kasse, dem Koch oder Kellner, hinzu dir selber, weil du es dir gekauft und liebevoll zubereitet hast. Esse in Ruhe und achtsam. Mach dich nicht verrückt, daüber was du isst. Versuche die Nahrung als Medizin anzusehen und höre darauf was dein Körper braucht. Hattest du einen stressigen oder emotional aufwühlenden Tag? Versuche deinem Körper leicht verdauliche Dinge zu geben, um es ihm nicht noch schwerer zu machen. Hast du das Gefühl, dass du gerade dann ein Stück Schokolade brauchst? Dann iss die Schokolade und sei dankbar für deine Instinkte. Esse aus dem Bauch heraus und passe deine Ernährung an deine momentane Lebenssituation an. Fühlst du dich träge und musst Ballast loswerden? Esse eher Sonnen und Bodennahrungsmittel wie z.b Salat, Beeren, Obst. Ist das Leben super-rasant und musst du dich dadurch erden? Esse Kartoffeln und Beete um dich zu rooten. Sie nicht zu streng mit dir, fülle jede Mahlzeit mit Liebe.

Wie immer gibt es keine einfach, simple, „esse-nur-dies-und-du-wirst-glücklich“- Lösung. Das Leben ist ein Lernprozess und wir müssen ihm unsere Aufmerksamkeit schenken. Sich Fehler verzeihen und liebevoll weitergehen. In der Meditation wandern wir auch immer von der Umgebung, in den Körper, in den Geist. Nimm jede Mahlzeit als Chance für eine kleine Meditation.

„Do not make food into a Religion. It is not. It is a Choice.“  – Sadhguru

 

Vielen Dank an Krissi und Nik für das tolle Geschenk!

Hier ist „My Yoga Canteen“ von Marlo Scheder-Bieschin – ich kann es nur Empfehlen!

Hier sind ein paar Videos zu dem Thema die ich mir angeschaut habe:

Healthy Food and a Proper Diet — How Does One Decide?

The Science of Yoga (Part 4 – Diet)

 

Nomadenland
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Potsdam #5 Nomadenland

Nomadenland

Das mag ich an Potsam einfach. Diese Mischung aus Hippie-Alternativ-Kultur und royalem Auftritt. Die Spannbreite, obwohl sie auf den ersten Blick überhaupt nicht auffällt. Da fahren wir letztens mit dem Hund in die Felder und auf dem Rückweg durch den Volkspark Potsdam (ehemals BUGA) und dann stehen da drei Jurten in der letzten Abendsonne. Wir haben es entdeckt: das Nomadenland.

Zwei Schilder. Auf dem ersten werden Veranstaltungen angekündigt (Märchenstunde, Theater, Lesung) auf dem zweiten gibt es Getränke. Der Kombination von Capuccino und Kultur konnten wir noch nie widerstehen, also absteigen, mal sehen, was das hier ist.

Kultur to go

Auch so eine Sache, die ich an Potsdam mag. Die Bandbreite der alternativen Kulturorte und Veranstaltungen. In einer der drei Jurten wird geprobt, morgen ist Vorstellung. Also mal reingehen, sehen, was da passiert.

Drinnen treffe ich eine Bekannte. Noriko Seki, eine Choreografin und Tänzerin, unsere Töchter waren in der gleichen Klasse, so ist das hier in Potsdam. Sie hat am nächsten Tag Aufführung, davor im T-Werk in Potsdam und jetzt muss ein Soundcheck gemacht werden. Zwei Stühle, ein Hocker, das ist die Bühne. Den meisten Platz braucht der Musiker, sagt sie.

Wir fragen uns nach unseren Töchtern aus, life is good.

Ich staune, wie groß die Jurte im Innern ist. Und wie schön. Gemütlich.

Fast möchte man einziehen. Zumindest für eine Nacht und – das geht. Die Jurten werden vermietet, in der Nachbarjurte übernachtete eine Truppe Kinder, es wird Kindergeburtstag gefeiert. Man muss aber kein Kind sein, um hier zu übernachten. Nur mal so.

Leben in der Jurte

Ich zelte nicht gerne, früher hätte ich „hassen“ gesagt, aber die Jurte …  Da wird man an eine Vor-zeit erinnert, so haben wir Menschen mal angefangen, oder uns zumindest durchgeschlagen, und irgendwo auf der Erde wohnen Menschen immer noch so. Finde ich gut. Da mir ein Medium gesagt hat, dass ich in meinem früheren Leben eine Indianer-Schamanin war, nehme ich das mal als vertraut hin. Kann auch am Bier liegen und der Sonne, aber gerade ist das Leben – perfekt.

Less is more

Potsdam hat ein Talent im Improvisieren, der Tisch ist ein überdimensionales Brett und irgendwie sind alle Sitzgelegenheiten – etwas anders. Das macht den Charme aus und eigentlich kenne ich das eher aus Berlin. Potsdam wird also cool.

Da steht ein Grill, daher entscheiden wir uns für Bier, natürlich alles Bio, wir nehmen Potsdamer Stange und der Tag neigt sich golden seinem Ende zu. Ja, ich wollte noch arbeiten, aber carpe diem ist gerade mein Leitspruch geworden, also – relax. Und wiedermal einen guten Ort entdeckt.

 

Roots

Hard working people

Back to the roots.

Als Mensch, der seine Semesterferien des öfteren an den Stahlöfen im Ruhrgebiet verbracht hat, bin ich immer wieder von flüssigem Metall fasziniert. Hier mal ein paar Eindrücke vom Guss meiner lebensgroßen Skulptur »Adam« in der Kunstgießerei Flierl.

    

Letzte Korrekturen am Modell, bevor es abgeformt wird. Dann letzte Retuschen am Wachs, bevor er einschamottiert wird.

  

Der Schamott wird angesetzt, die fertigen Schamottformen stehen bereit.

    

Der Ofen ist voll angeheizt, Rico wirft noch einen Bronzebarren nach.

     

Die Pfanne mit dem flüssigen Bronze wird aus dem Ofen gehoben.

  

Die Schlacke, die auf der Bronze schwimmt wird abgehoben und nochmal Temperatur gemessen.

Jetzt kann es losgehen. Nicht schlabbern und schön gleichmäßig gießen.

  

Millimeterarbeit bis auf den letzten Tropfen. Der Gießer, der Sammler und der Künstler freuen sich.

Dank an Peter Jaworskyj für die tollen Fotos.

Don't hurt yourself.
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Don’t hurt yourself.

What have we done to our fair sister
oder:
Will this whole shithouse go down in flames

Unser neues Abendritual: Naturdokus. Es macht solchen Spaß,mit dem Schnuckerteller auf den Knien unter einem Haufen von Decken hervorzulugen und sich die Welt erklären zu lassen. Aktuell: Südseedokus. Faszinierend, wie ausgeklügelt das alles funktioniert! Alles reagiert, entwickelt sich mit und umeinander… 

Leider kommt eine Art meist mehr schlecht als recht dabei weg, und das sind wir. Die letzte Dokumentation hab ich die Hälfte der Zeit zwischen den Fingern hervor geblinzelt; es ging um die Bedrohung des Pazifiks… Schlagartig fühlte ich mich zurückgesetzt in meine Grundschulzeit, als ich zum ersten Mal einen Aufklärungsfilm über die Überfischung der Meere gesehen habe.

Wir haben damals oft Ausflüge in ein kleines Kino gemacht, das extra für uns Dokumentationsfilme vorführte. Diese Ausflüge und eine Kassette  mit Kinderliedern aus den 70ern, mit Hitsongs wie „Das Ozonloch gibt es doch“, stürzten mich in eine Phase tiefer Unsicherheit und dem quälenden Gefühl von Hilflosigkeit. Ich schwor mir, nie wieder Nagellack zu benutzen und auch keinen Fisch zu essen. Ob es die Tatsache war, dass ich das Ozonloch nirgends am Himmel erblicken konnte wenn ich besorgt hinauf spähte, oder meine persönliche Entwicklung mich vom Leid der Welt ablenkte, weiß ich nicht. Jedenfalls ließ meine Verzweiflung nach.

Bis zu der Dokumentation neulich! 99% des Haibestandes ist bereits ausgerottet? Was? Innerhalb von vier Jahren wird es keinen Thunfisch mehr geben? Was? Wenn weiterhin soviel Co2 vom Pazifik aufgenommen wird, übersäuert das Wasser und das erste Glied der Nahrungskette, Plankton kann nicht länger existieren? Was?!

Und wer ist schuld daran? Na toll.

Immer mehr Menschen leben vegan, sind sich sicher, dass nichts den Menschen berechtigt in die Natur einzugreifen, sie auszunutzen. Heute morgen beäugten wir unser Frühstück und fragten uns: welchen Platz nehmen wir in der Nahrungskette ein? Gibt es einen Platz für uns und haben wir ihn irgendwann verlassen? Wann soll das gewesen sein?

Wo zwischen dem täglichen Kampf ums überleben und dem täglichen Gang zum Supermarkt gehören wir hin?

Ich denke ein Sache, die die letzte Zeit mit sich gebracht hat, ist die schleichende Erkenntnis: wir sind nicht getrennt. Wir sind nicht getrennt von der Luft, die uns umgibt. Winzigkleine Atome. Auf der kleinsten Ebene sind wir einfach nur wabernde Wolken aus Zeug. Und alles kann in uns hinein und durch uns hindurch sausen. Wir sind nicht getrennt vom anderen. Lange bevor ich die Wärme deiner Haut spüre, kann ich dich schon auf dem Bildschirm sehen. Wir sind nicht getrennt von Mother Nature. Wie Beyoncé so schön sagt. When you hurt me, you hurt yourself.

Don’t hurt yourself.

Vielleicht lohnt es sich einen anderen Blickwinkel auf uns einzunehmen. Wir sind Ausschlachter und Egoisten. Wir sind Raubtiere, Missgönner und Wegnehmer. Wir sind arschkalte Soziopathen. Been there. Done that.

Aber sind wir auch Masochisten?

Irgendwo hab ich mal gehört, dass Raucher nicht rauchen, obwohl sie wissen, dass es gesundheitsschädlich ist, sonder weil sie wissen dass es gesundheitsschädlich ist. Als eine Form von Selbstbestrafung. Selbstbelohnung, Selbstbestrafung. Irgendwie aneinander gekoppelt in unserer modernen Welt.

(Ich saß neulich neben einer sehr netten Frau am Buffett und wurde Zeuge einer systematischen Selbstverunsicherung. „Oh, die Tiramisu ist ausgezeichnet. Ouu, ich sollte das nicht essen. Ahh, heute mach ich mal ne Ausnahme. Hhhhh, das wird sich alles rächen…“ Es war schmerzhaft anzusehen. In meinem Hirn trudelten Floskeln und Scherze, Ermutigungen und Verwerfungen hin und her, während mir langsam der Schweiß ausbrach. Das Ganze hatte alttestamentarische Ausmaße.)

Und so steht man am Strand, kickt blinzelnd eine alte Shampooflasche hin und her und fragt sich, wie die da hingekommen ist.

 Cut the crap

Gib es zu. Du hast Mist gebaut. Und jetzt schämst du dich in Mutters Schoß zurückzukehren. Und dir anzuhören, dass jeder Mal Fehler macht. Diese verdammte stoische Liebe, mit der uns der Planet bedenkt, ist aber auch schwer auszuhalten.

Was wäre, wenn der Weg zur Versöhnung nicht der Kreuzweg ist, den wir gerne daraus machen; Das stolze Haupt gebeugt, die Knie blutig aufgeschürft: „Ach, ach, ich hoffe alle Mikropartikel aus meinem Facial haben noch nicht das ganze Plankton gekillt.“

Was wäre wenn der Weg zur Versöhnung, der Weg zu sich selbst wäre.
Vielleicht, wenn wir aufhören würden uns zu schämen. Und anfangen würden uns zu lieben, huhuu könnte die ganze Sache einen guten Turn nehmen.

 .

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Hafthorn
Roots

Potsdam #3 Hafthorn

Gute Kneipen

… sind comforting and inspiring. Ich rede nicht vom Alkohol, sondern von der Atmosphäre. Neben dem vielen Weltkulturerbe, das Potsdam zu bieten hat, gibt es eine für mich ganz besondere Location in dieser Stadt. Das Hafthorn. Das Hafthorn ist eine echte Kneipe. Sie tragen ihren Slogan zu recht auf dem T-Shirt: Wir sind Kneipe. Und — es ist einer der favorite places to go für die Red Bug Homies.

Der Ratinger Hof

In den späten Siebzigern, war es für mich der Ratinger Hof in Düsseldorf. Nur drei Minuten von der Kunstakademie entfernt, ging man nach dem Mensaessen auf ein Alt oder zwei … rüber. Der Punk probte im Keller. Wir flipperten unsere Fünfmarkstücke weg und zeichneten wie die Wilden. Andauernd Konzerte und was man sich hier gar nicht vorstellen kann — um ein Uhr morgens wurde dicht gemacht: Polizeistunde. Vor dem Hof wirklich oft eine echte Polizeistunde, weil die Party draußen weiterging. Des öfteren auch mit Handgemenge. Der Hof war das zu Hause, umgeben vom Klunker der Königsallee.

Das Megot

Dann Winter in den frühen Achtzigern. Wir waren aus den besetzten Häusern geräumt, bewohnten mit vierzig Leuten eine offene Fabriketage in der Pfuelstrasse 5. Über tausend qm, aber keine Heizung. Ich hab noch in einem Charlottenburger Kinderladen gearbeitet. Bin dann nachmittags mit der XT zurück die Skalitzer runter und, bevor ich in die Etage fuhr, in der Wrangelstrasse abgebogen: ab ins Megot. Riesenapfelkuchen mit Schlagsahne, (wie es ihn später nur noch bei Werner Heuser im Bikercafe an der Glienicker Brücke gab), und einen Milchkaffee. Das war Komfortdoppelplusmega bevor es ab in die gefrorene Etage ging. Malen. Mit heißem Teer.

Abends oft wieder ins Megot, jetzt Dortmunder Actien Bier und Salzstangen. Jetzt fällt mir sogar ein, dass ich damals dort ausgestellt habe im Megot. Zu Henry Miller. Weil mir sein Zitat über ätzende Kapitalisten: „Die kosmokokkischen Scheißer von Amerika“, aus Wendekreis des Steinbocks, so gut auf der Zunge gelegen hat. Und ich habe sogar vier Bilder verkauft — an den Kneipenbesitzer.

Das Hafthorn

Warum gehen wir da so gerne hin? Es ist immer voll. Im Sommer im Biergarten. Drinnen laufen Konzertvideos auf einem Screen über der Tür und zwar laut und deutlich. Led Zeppelin, Queen, Beatsticks, Peter Fox …

Wir essen da einfach nur und trinken das zweite Bier — manchmal. Wir feiern da, wenn es was zu feiern gibt — oft. Und wir brainstormen da, wenn es was auszudenken gibt — immer.  Es gibt Burger, Fritten, Salat oder sowas ähnliches. Ganz gutes Bier. Und Rosè für Katrin. Die Bedienung ist Top — ich meine Top. Total on point. Superschnell, supernett, superkonzentriert. Sie geben die Atmosphäre vor. Und die ist so inspiring, dass ich für die gesamte Tavernen Szene in unserer Graphic Novel Shadow das Hafthorn und die Leute dort als Quelle nutzen konnte. Zuerst in Teer gezeichnet, (dabei bin ich geblieben, s.o.) und dann gephotoshopt. Hier ein paar Beispiele:

Blog_Hafthorn_Teer_1   instagram_tavern_1

Blog_Hafthorn_Teer_2   instagram_tavern_2

instagram_tavern_4   instagram_tavern_3

Wer mehr Shadow lesen und schauen möchte. Gibt’s als E-Book bei Amazon und I-Tunes.

Wer sich gern mal das Hafthorn von innen ansehen möchte: Hier ist es.

 

 

 

 

 

 

 

Roots

Taube auf dem Dach

Als sich vor ein paar Wochen eine Journalistin für eine Homestory beim mir meldete, war mein erster Gedanke: Erwähn die Tauben nicht, die gerade auf deinem Fensterbrett nisten, denn dann wird es in dem Artikel nur noch um die Tauben gehen. Erwähn die Tauben nicht!

Die Sache mit den Tauben

Die Tauben sind an einem Morgen gekommen. Gurrend saßen sie zu zweit auf dem Fensterbrett vor meinem Schreibzimmer. Eigentlich schreibe ich überall wo es gerade passt und wechsle die Stellen auch gerne mehrmals während eines Buchprojekts. Aber manchmal bleibe ich auch eine Weile an einer Stelle bis das Buch fertig ist. Stellen suchen und sich einnisten – das ist mir also sehr vertraut.

Das Männchen bietet Nistplätze an, die endgültige Auswahl erfolgt durch das Weibchen (Wikipedia)

Exakt so war es. Aber Tauben – Freunde! – ihr seid wirklich keine besonders talentierten Nestbauer. Ein paar kleine Stöckchen auf das Fensterbrett legen und bei jedem Flügelschlag wieder herunterwedeln?  Taube auf dem Dach Nicht so überzeugend. Also dachte ich mir, ich helfe mal ein bisschen nach und habe einen alten Strohkranz (von Weihnachten) ausgebuddelt und auf dem Fensterbrett angeleint. Ohne große Hoffnung, wenn ich ehrlich bin.  Auch wenn kurz darauf einige Stöckchen im Kranz lagen – sah jetzt noch nicht so nach ernsten Absichten aus.

Bauen und legen

Selbst als die Taube sich setzte, hielt ich das für einen vergeblichen Versuch. Ich meine, schaut euch das Nest an!

Doch dann flog die Taube mal weg und – zwischen den dürren Ästen lag ein kleines Ei. Ups. Ein Ei? Gleich mal gegoogelt. In der Regel sind es zwei Eier. Die Natur ist nicht immer regelmäßig, aber meine Taube schon. Das zweite Ei kam dann einfach ein paar Tage später.FullSizeRender-17

Ich muss zugeben, ich war ziemlich beeindruckt, wie vorhersehbar und reibungslos das alles geklappt hat. Ich schrieb gerade an einem Manuskript, rang mit dem letzten Akt und da lief alles so – einfach. Ein paar Stöckchen übereinander, Ei reingelegt? Mehr nicht? Ja. So einfach.

Brüten

Brutzeit bei Ringeltauben 16 bis 17 Tage. Okay, game on, dachte ich mir, wenn die Tauben schlüpfen, sollte mein Buch fertig sein. Ab da lebte ich mit einer brütenden Taube auf dem Fensterbrett. Hitze, Regen, Sturm. Nichts hält die Taube davon ab, im Nest auf ihren Eiern zu sitzen, das nur kurz zum Nahrung suchen verlassen wird. Hier brannte teilweise die Sonne auf mein Fensterbrett, doch die Taube blieb stur. Okay, ich auch. Schreiben! Ich schaffe das! Mein Buch wird fertig, wenn die Tauben schlüfen. Wenn sie überhaupt mal schlüpfen …

Schlüpfenlassen und füttern

Nein, ich dachte nicht, dass aus diesen zwei winzigen Eiern irgendetwas wird. Ehrlich. FullSizeRender 5Aber die Natur ist hartnäckig, eine Ringeltaube stur und Leben offenbar nicht so schnell zu zerstören. Und so schlüpften ganz pünktlich zwei kleine, extrem hässliche Taubenküken. Hielten sich erst ein paar Tage unter der Taubenmama auf, bis sie zu groß waren, um auf ihnen draufzusitzen. Und mein Buch – war nicht fertig. Okay, den ersten Battle hatte ich verloren.FullSizeRender-8 Die Küken geschlüpft, mein Buch nicht fertig. Damn.

Flügge werden

Aber ist ein fertiges Buch nicht eher mit Flüggewerden zu vergleichen? Ich meine: Fertig und ab in die Welt? Wie lange brauchen Tauben, um flügge zu werden? Erstmal groß werden, dachte ich mir. Erstmal Federn bekommen, das wird doch wohl eine Weile dauern. Ich bin vor. Googeln: Nestlingszeit 30 Tage – Ich bin sowas von vor!

Wobei ich nicht dachte, dass die wirklich so schnell groß werden …FullSizeRender-11

Und so eine genaue innere Uhr haben. Einmal Ei gelegt (ich vergleich das mal mit einer IDEE), läuft das Programm ab.

Bei dem Ei, das etwas später gelegt wurde, wohl auch leicht versetzt, denn Küken 2 (und nein, ich habe ihnen keine Namen gegeben …) war deutlich etwas zurück mit der Entwicklung. Erstaunlich für mich: Die Taubeneltern sind zu diesem Zeitpunkt eigentlich die meiste Zeit unterwegs. Zweimal am Tag zum Füttern kommen – reicht vollkommen.

Kann ich meine Schreibsessions vielleicht auch etwas reduzieren? Zumal diese aufgeplusterten Federbälle nicht danach aussahen, als ob sie in den nächsten MONATEN fliegen FullSizeRender-3würden – oder sich alleine ernähren könnten. Nun ja. Gefühlte Tage weniger saß Taubenküken 1 schon sehr ungeduldig auf dem Rand des Nestes und wollte offensichtlich ausziehen. Machte Druck. Vor allem mir.

Zeit zu fliegen

„Lass uns fliegen“ –  heißt ein Buch von mir. ich bin jetzt nicht so ein Fan des Titels, den ich nicht ausgesucht habe, aber jetzt schien er mir doch eine Art Erinnerung zu sein: 1. Du kannst Bücher schreiben, auch wenn dieses jetzt gerade – dauert. Und ganz anders wird, als du gedacht hast. 2. Okay, Taubenküken, wir machen dass zusammen. Ihr fliegt, ich beende mein Buch. Oder auch: Wartet auf mich!

Zwischenspiel

Mittlerweile war ich ein wenig besessen von dem Naturschauspiel vor meinem Fenster. Und natürlich ist es mir herausgerutscht, als die Jounalistin da war. Eine unbedachte Sekunde – Und, übrigens, auf meinem Fensterbrett nisten Tauben. Als wär das mein Verdienst. (Kommt Leute, der Strohkranz war schon eine geniale Idee, oder?) Als der Artikel kurz darauf herauskam – fette Überschrift: Taube auf dem Dach – war ich gar nicht mal erstaunt. FullSizeRender-5So ist das eben. Das war gerade mein Thema. Meine Obsession.

Und das Buch wurde fertig. Die Tauben waren es auch. Die Sache lief ganz unsentimental ab. Eines Morgens war es einfach eine Taube weniger im Nest. Taube 1 – gone with the wind. Taube 2 vielleicht etwas irritiert? Kommt die Mutter überhaupt noch? Taube auf dem DachJa, der Job wurde erledigt, bis Nummer 2 ein paar Tage später auch weg war. So einfach. Ich hab dann mal aufgeräumt und das Fensterbrett sauber gemacht. Meine Schreibunterlagen weggeräumt – Schreibpause.

Taube auf dem Dach

Natürlich wird die Taubensache irgendwann in ein Buch wandern. Logisch. Erstmal bin ich froh, dass das Buch geschrieben ist. Und während ich vorsichtig darüber nachdenke, was ich als nächstes schreiben werde … meine Unterlagen sortiere und meine Zettel auslege … liegen zwei neue Stöckchen auf meinem sauberen, leeren Fensterbrett. Freunde! Echt jetzt? Ich habe dann mal den nächsten Strohkranz geholt.

Mein nächstes Buchprojekt? 46 Tage? Ich versuch erst gar nicht, diesen Battle zu gewinnen.

Die Tauben bauen derweil ihr neues Nest.Taube auf dem Dach Ich finde übrigens, es sieht wesentlich solider aus. Auch besser gebaut. Und das werde ich dann wohl mitnehmen für mein nächstes Projekt: Ich will mich ständig weiterentwickeln. Besser werden.

Ja, mir ist die Taube auf dem Dach tatsächlich sehr viel lieber, als der Spatz in der Hand. Also alles gut.

Roots

Papa

Mein Papa kann alles! Er kann segeln, kochen, Ski fahren, Feuer spucken, einen Balkon bauen, Skulpturen machen, Motorrad fahren, Sachen pflanzen, Kinder erziehen, über seine eigenen Witze lachen, schweißen, Thai Chi, Slackline laufen, Bücher verlegen… the list goes on!

Und er weiß auch alles! Wie die Säulen an dem Haus heißen und warum, wie man aufjedenfall schreibt (so zumindest nicht), was man macht wenn das Handgelenk wehtut und man Panik schiebt (Mobilat!), wie man einen Teich in Schuss hält, wie man Perspektivisch zeichnet… the list goes on!

PAPA3_FotorHier ist eine Auswahl von Dingen die ich in den letzten zwanzig Jahren von Papa gelernt habe:

  1. Beim Zimmer ausmisten wird es definitiv immer den Punkt geben wo alles viel, viel Schlimmer ist und man keinen Bock mehr drauf hat und es bereut überhaupt angefangen zu haben. Wichtig: Keep Calm! Fang bei einer Ecke an und arbeite dich bis zur diagonal gegenüberliegenden Ecke durch. Du wirst eine Krams-Schublade brauchen! Wenn Sachen die keinen Ort haben da rein kommen, haben sie einen Ort. Außerdem Aufräumen ist nur Wegräumen solange alles seinen Platz hat.
  2. Mehr Butter ist mehr. Und Soulfood ist wichtig!
  3. Bei Flugverspätung oder unnötig spät gebuchten Flügen bringt es gar nichts sich aufzuregen. Vielleicht wäre das Flugzeug abgestürzt … who knows! Alles ist wie es sein soll. Gönn dir was. Rödeln kostet an einem bestimmten Punkt nur noch Energie und da hilft es die Dinge zu akzeptieren. (Ich bekomme momentan viele Chancen diese Lektion zu verinnerlichen … Thx AirBerlin.)
  4. Außerdem niemals Reiserücktrittsversicherungen abschließen!
  5. Man kann auch mal mit einem Schaschlikspieß, durch die Hand, sich selbst auf dem Motorrad zur Notaufnahme fahren. Muss man aber vielleicht nicht.PAPA_Fotor
  6. Beim Halma immer zuerst versuchen den ganz hintersten People nach draußen zu bringen. Ja es sieht verlockend aus gleich mit der zweiten Reihe durchzustarten, aber glaubt mir, am Ende bekommt man ihn nicht mehr weg.
  7. Dankbar sein! Das bringt einem am aller schnellsten aus einem depressiven Denkmuster. Und am besten jeden Tag dankbar sein! Für seine unglaubliche Familie, die neue Küche, den tollen Hund. (!)
  8. Wenn man auf Partys geht um Leute kennenzulernen, lernt man halt Leute kennen die auf Partys gehen.

Ich kann nicht sagen wie oft Papa mir schon Erdbeersmoothies gemacht hat, oder Zwiebackapfelpampe wenn ich krank war, oder die Füße massiert hat, oder mich zum Flughafen gefahren oder abgeholt hat, oder von wie vielen Klassenfahrten, Übernachtungen oder furchtbaren Partys mitten in der Nacht am Arsch der Welt!

Danke für deinen endlosen Support und danke, dass ich so viel von dir lernen kann! Happy Birthday!!!!