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Los Angeles

Coming in from Berlin, from over the pole

Welch ein Kontrast, wenn man über Oslo nach Los Angeles fliegt. Der Flughafen in Oslo ist nicht umsonst als einer der schönsten Flughäfen der Welt ausgezeichnet. Hell, geschwungen wie die Wege in einem englischen Garten. Freundliche Menschen. Viele ausgeklügelte architektonische Details … uuuund beste Hefeschnecken in vielen Varianten. Norwegen erscheint als ein erhebendes Land voller Möglichkeiten.

Oslo los Angeles   

Unerwartet dann eine Stunde vor dem Boarding in die Maschine nach L.A. noch einmal ein Random Security Check im geclearten Wartebereichs. Den Norwegern ist das offensichtlich unangenehm. Angeblich haben sie Listen von der U.S. Bordercontrol mit zufällig ausgesuchten Passagieren, die und deren Gepäck sie ausführlich checken sollen. Okay.

Angenehmer Flug in der Dunkelheit über Island, Grönland, Kanada. Stundenlang mit einem leuchtend roten Streifen am Horizont. Und dann taucht immer wieder die Sonne selbst als strahlendes rotes Licht auf, um Minuten später wieder abzutauchen. Oval wie ein exterrestrisches Raumschiff. Oder ein fremder Stern über einem fremden Planeten in einem SciFi Movie.

Irgendwann bliebt die Sonne dann oben, steigt höher, wird gelb, dann weiß, es ist wieder, immer noch der gleiche Tag. Unten die Rocky Mountains, schneebedeckt. Dann die Wüste, sepia, grau, staubigbraun.

Comin’ into Los Angeles

What is this. We exit the Norwegian Aircraft and step into pure ugliness. Ist das der Keller eines verrottenden Parkhauses? Wir ziehen unsere Rollkoffer über verschlissene unfarbig braune Auslegeware und klapprige Rolltreppen. Irgendwo dann Toiletten. Wo bin ich hier? Wieder Rolltreppen und dann eine Halle, überfüllt mit Menschen in sich umeinander windenden Schlangen. Custom Border Protection. Über eine Stunde.

Lenny und Benji warten am Ausgang. Sehr schön. Und dann –surprise– statt strahlender Sonne ist es schon wieder dunkel. Ja, auch in Los Angeles ist Winterzeit und um kurz vor 17:00 knallt die Sonne ins Meer. Eine Stunde Fahrt durch die häßlichste Stadt, die ich je gesehen habe. Oder bin ich nur müde?

Next morning. Oh, wir wohnen in einer coolen Gegend. Rechts oben prangt das Hollywood Sign, zwei, drei Straßen weiter links liegen die Sterne unspektakulär im Hollywood Blvd.

    

Aber am besten: nur ein Block weiter ist das Franklin Village mit Supermarkt, Plattenladen und … Coffeeshop! Gerettet.

    

Griffin Observatory

Völlig unerwartet dann aus dem Traffic der Stadt – ein Walk zum Griffin Observatory. Lenny kennt sich schon aus, schlägt es vor. Zehn Minuten entlang der Straße und dann Aufstieg. Zunächst durch eine Art verlassenen unwirklichen botanischen Garten, einem brackigen künstlichen Wasserlauf folgend.

   

Und dann windet sich ein knirschender gelber Sandweg den Berg hinauf. Oben leuchtet weiß die Kuppel des Observatoriums. Nicht wie ein technisches Bauwerk. Aus der Ferne eher wie ein maurischer Tempel.

  

What happened? Es ist für mich, als wäre ich in einer anderen Zeit. Einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum. In einer anderen Realistätsebene. In einer Graphic Novel? Oder in einem uralten Schöpfungsmythos? Alles fühlt sich leicht an, durchlässig. Unkörperlich. Was ist das für eine Energie an diesem Ort?

Ist das der Sand? Oder die Wärme? Der Geschmack der Luft?

Oben angekommen scheint die Luft, die Atmosphäre wirklich reiner. Ein Blick über die Dunstglocke zeigt, dass das mit Sicherheit auch wirklich so ist.

   

Hier oben steht die berühmte Aussichtsbank, von der aus man ganz Los Angeles überblicken kann. Und die Stadt füllt mit ihren niedrigen Häusern und den beiden kleinen Hochhauszentren wirklich den gesamten Horizont bis zum Pazifik aus.

City of Movies

Und hier oben wurden unzählige Filmsequenzen gedreht. Unter anderem für Transformers, Yes Man, Star Trek, kürzlich für Lalaland, aber auch für Rebel Without a Cause. Und James Deans Büste steht wirklich auf dem Plateau des Planetariums mit dem Hollywood Sign im Hintergrund.

   

Aber das ist alles nicht das, was mich so fasziniert. Was uns allen auffällt. Es ist trotz der zahlreichen Besucher ein reiner Ort. Die Luft schmeckt wie sehr klares weiches Wasser. Oder bilde ich mir das nur ein.

Innen dann ein Foucaultsches Pendel. Und Kabinette mit anschaulichen Displays zu verschiedenen kosmischen Phänomenen. Sonnen- und Mondfinsternissen, Galaxien, intergalaktischem Staub, Roten Riesen, weißen Zwergen, Supernovä, den Elementen – , die sich im Laufe der Zeit in den Sternen aus Wasserstoff und Helium bilden und freigesetzt werden. Von uns schön gegliedert und aufgereiht im Periodensystem.

Aber was ist mit dem Bewusstsein? Woher kommt das? Eine Frage, die im Observatory nicht gestellt wird und dort ja auch nicht gestellt werden muss. Dort wird erklärt, was wir alle seit den Siebzigern, seit Crosby, Stills, Nash and Young und ihrem wunderbaren Joni Mitchell Song »Woodstock« wissen: We are stardust, we are golden. We are billion year old carbon …

Aber sind wir nicht vielleicht auch minddust?

City of Angels

Es war wieder dunkel geworden. Hier im Süden geht das wirklich schnell. Die Sonne fliegt fast senkrecht in den Horizont, schleicht sich nicht stundenlang an, wie bei uns hier in den nördlicheren Breiten. Der Blick über die Lichter der Stadt. Die Vorstellung, dass dort jetzt überall, hier und dann da, und dann da und da eine Seele aufsteigt, und da wieder. Und da kommt eine herab. Wie viele Menschen sterben stündlich in einer so riesigen ausgedehnten Stadt? Wie viele werden geboren? Ein ständiger Austausch. Ein Austausch von Bewusstsein. Eine Entwicklung von Erfahrung, von Wissen, von Verständnis – vielleicht von Erleuchtung?

  

Erst nachts wieder in unserer coolen airbnb-Unterkunft ist mir aufgefallen, dass dieser Sandweg der Weg ist, den ich immer mit Teer male. Der Weg, den meine Mönche hinabsteigen mit ihren Kugeln. Auf und ab. Was tragen die? Und was bringen die? Was halten die so preciously in ihren Armen?

Ich weiß es so wenig, wie die Betrachter der Mönche. Ich freue mich immer über die Gedanken, Überlegungen und Vorschläge, die sich die Menschen vor den Skulpturen machen, wie neulich bei unserer ersten Backstage#1 Ausstellung. Was denkst du, was könnte es sein, das uns diese Mönche bringen?

   

Manchmal merke ich, dass ich still einen Song vor mich hin summe. Gestern war es: He’s got the whole world in his hands …

Wir sind dann in den nächsten Tagen noch zweimal hinaufgestiegen. Und wieder die klare, reine Energie dort oben.

Gruselhof
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Potsdam #6 Der Gruselhof

Halloween & Gruselhof

Ich kenne Ulrike und Matthew Sweetwood jetzt zwanzig Jahre. Wow. Genauso lange wohnen wir in Potsdam und offenslichtlich sind unsere Leben auf magische Weise miteinander verbunden. Matthew ist Amerikaner und durch ihn habe ich zum ersten Mal Halloween kennengelernt. Halloween, eine Sache, die ich nur aus amerikanischen Serien kannte. Ein Joke. Nichts, was man feiern sollte. Schon gar nicht am Reformationstag. Aber – ihr wisst es alle – Halloween ist schon lange zu einem weiteren Stand im Supermarkt geworden, an dem man orangefarbene Werbeartikel und Kürbisse kaufen kann. Was am Anfang ganz schön nervig war und nur nach einer neuen Methode aussah, uns noch mehr Kram zu verkaufen, aber sich langsam in unsere Herzen geschlichen hat.

The Spirit of Halloween

Denn, hey, eigentlich kann man das Leben ja gar nicht genug feiern. Oder den Tod … Und die Kinder finden es auch klasse, dass man an Halloween verkleidet durch die Nachbarschaft ziehen und um Süßigkeiten bitten kann. Äh, stimmt, die werden eher eingefordert: Süßes, sonst gibt’s Saures. Wer an diesem Tag einen unangemeldeten Besuch bei Freunden macht, wird sich vielleicht wundern, dass Licht in der Wohnung ist, aber niemand aufmacht. Verdammt wir haben wieder vergessen, was Süßes zu kaufen. Die Süßigkeiten sind, alle, lass sie nicht rein. Ich weiß nicht, was Saueres bedeutet? Es gibt an diesem Tag viele Gründe, die Tür nicht zu öffnen.

Der Gruselkeller

Nun ist Matthew nicht nur Amerikaner, sondern auch Filmemacher und Künstler und Halloween für ihn eben nicht nur das Fest, an dem man Kürbisse aufschlitzt und den Nachbarn Süßigkeiten abpresst. Nein, er hat seine ganz eigene Vorstellung von Halloween. Grusel, Horror, Erschrecken. Morbides, Dunkles, Blutiges …

Sweetwoods und wir wohnten damals noch im selben Haus und in den 90ern war dieses Haus in großen Teilen unrenoviert. Besonders der Keller. Der war riesig, hatte mehrere ungenutzte Kellerverschläge und sehr viele Möglichkeiten, unschuldige Menschen – ganz ohne irgendwelche zusätzlichen Geräusche, Horrorgestalten oder von der Decke hängenenden Spinnweben – zu erschrecken. Für einen Halloween-Performance-Artist wie Matt war das natürlich eine exellente Bühne und Halloween der Tag der Aufführung. Amber war damals etwa drei und der Keller an Halloween – Nope! Ich sage nur: Komplette Finsternis, verhangende Decke, Sarg, lebende Tote, blutig Äxte, echte Mäuse, verstörender Sound und viele Akteure, die aus diversen Ecken gesprungen sind. ICH hatte Angst.

Der Gruselhof

Familie Sweetwood ging einige Jahre in die USA und mit ihnen verschwand der Gruselkeller. Manche erzählten Geschichten … aber das schien laaaaange her zu sein. Doch dann kehrten sie zurück, zogen in eines der schönen Häuser im Holländer Viertel in Potsdam und – bespielen seitdem den Innenhof an Halloween. Von der ersten groben Idee einer Gruselbahn/Geisterbahn, hat sich die Sache nun schon seit Jahren zu einer Story entwickelt, die jedes Jahr neu  inszeniert wird.
Immer geht es um diese seltsame Familie, deren Oberhaupt mit schwarzem Zylinder, einem alten Frack, langen strähnigen Haaren und einem großen Stock von Matt gespielt wird, der uns seine Geschichte erzählt.

Mal sind alle Familienmitglieder Ärzte und zersägen ihre Opfer, oder verrückt geworden und fallen Menschen an. Eine Kettensäge ist immer mit dabei und auch kleine enge Hofräume, die man besser nicht betritt, da jemand/etwas/ einen dort anfallen könnte. Ja, es wird immer besser und verrückter und Amber ist auch nicht mehr klein und lässt sich erschrecken, sondern war dieses Mal  selber Teil der crazy family.

Hereinspaziert

Schon letztes Jahr musste man anstehen, dieses Jahr war es dann überfüllt vor dem Eingang zum Gruselhof, den immer nur 6-7 Personen auf einmal erleben dürfen. Ab jetzt behaupte ich, ist es eine offizielle Attraktion von Potsdam. Kommt herbei! Bitte, lasst eure Kinder zu Hause, wenn sie unter sechs sind oder schon im Vorraum zu weinen anfangen, sobald das gebeugte Oberhaupt der Familie im, nur von flackernden Lichtern hinter Totenköpfen beleuchteten, Vorraum herumhumpelt und alle in sein schräges Heim einlädt.

Wie ist es denn so im Gruselhof? Äh, ich hatte sehr oft die Augen zu. Und habe nur den wummernden, knarzenden, kreischende Sound mitgekommen. Manchmal geblinzelt und den Rauch, das Geflacker der Lichter und die herumspringenden Gestalten gesehen. Und mich einmal (denn einmal passiert es immer) zu Tode erschrocken, als das Baby im Kinderbettchen auf einmal lebendig wurde. Und beim Wegstolpern bin ich dann gleich einem aufrechten Toten in die Arme gelaufen. Ja, das waren für mich die Highlights dieses Jahres: Die kreischende Mutter mit ihrem halbtoten Kind im Gitterbettchen und der Tote hinter der Wand. Hm, ich sollte vielleicht noch die kriechenden Gestalten (Wölfe?) am Ausgang im Nebel erwähnen. Albträume garantiert …

Wer vorbeikommt, sollte Süßes dabei haben und vielleicht in den nächsten Jahren mit einem Eintritt rechnen, denn diese Show ist – ja genau: Eine großartige Show.

Ich freu mich schon auf’s nächste Jahr.

Ach, ja, für alle, die sich fragen: Wieso überhaupt Halloween???

Halloween – Wo kommt das her?

Der Brauch, Kürbisse zum Halloweenfest aufzustellen, stammt aus Irland. Dort lebte einer Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack O fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten. (Wikipedia)

 

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Grey’s Anatomy oder: Getting over your Genius.

Grey’s Anatomy

Es wird viel gesagt, über die Qualität von „Day TV“. Von Serien, die, wie Grey’s Anatomy, seit unzähligen Staffeln, eine kleine Gruppe von Charakteren begleiten, dabei wie sie sich verlieben, verkrachen, verheiraten und…verscheiden. Was am häufigsten gesagt wird, ist wahrscheinlich „leichte Unterhaltung“. Etwas, das nicht nur Shonda Rhimes nerven sollte.

Wir sind spät zur Party gestoßen. Und mit spät meine ich, jetzt.
In der Schulzeit waberten Begriffe wie McDreamy, Meredtih, Seattle Grace auf dem Schulhof herum, meine Freundinnen kicherten und tratschten über die letzte Folge, ohne das ich davon mitgerissen wurde. Irgendwie habe ich es geschafft, eine Jugend ohne Grey’s Anatomy zu leben. Aber bevor ihr zu viel Mitleid mit mir habt, ich bin ja nachgekommen. Und muss sagen, dass ich fast glaube, es wird genüsslicher, je älter man wird, je mehr man versteht.

Easy reading is damn hard writing.

Und easy watching ist im Fall von Grey’s Anatomy und Shonda Rhimes, damn good writing. Nicht nur die Tatsache, dass Grey’s Anatomy bereits über 13 Staffeln läuft, wiederholt Rekorde und Herzen gebrochen hat und immer noch, über zehn Jahre nach der Ausstrahlung der ersten Folge, funktioniert. Grey’s Anatomy is a genius piece of writing. There. I said it.

Get over it.

Mein Freund hat es gut ausgedrückt neulich, als wir über die letzte Folge Greys Anatomy diskutierten. „Klar, es ist leicht, als Genie, einen ultrakomplexen Vortrag zu halten, den nur du verstehen kannst. Aber irgendeiner im Publikum sagt vielleicht, da war ein Wort dabei, das mir was gesagt hat. Und das nehme ich jetzt, und mache was daraus.“ Diese Leute schaffen dann etwas, was echtem Genie entspringt und gleichzeitig eine Klarheit besitzt, die die Ideen zugänglich macht.

Und das ist es doch, was Künstler wollen, egal was sie machen? Das Menschen ihre Ideen, sehen, erfühlen, begreifen und bewundern können. Erlebbar machen, was man ausdrücken will.

Wir stapfen durch das Laub. „Gestern hatte ich wieder so einen Moment, in dem ich fast in die Selbstbepuderung abgedriftet wäre“ sagt mein Freund und grinst. „Gestern war einfach so gut, ich hab super gearbeitet, war zufrieden mit mir. Ich weiß nicht ob dir das auch so geht-„ „Klar, geht mir das so. Ich schreibe was, das mir gefällt und das lese ich es noch dreimal, beglückwünsche mich, so lange, bis es mir selbst auf die Nerven geht.“ Er nickt. Mein Freund ist streng mit sich was „Selbstbepuderung“ angeht, ich finde eine gute Prise FLAWLESS hat jeder verdient. Sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Dieses rauschende, heiße, genugtuende Gefühl zu genießen, dass einem durch die Adern pumpt. Ich bin ein Genie.

Aber irgendwann muss man sich fragen, was man damit machen will.

Pop music with a twist.

In ihrer Dokumentation Five Foot Two sagt Lady Gaga mehrmals, dass ihre Devise immer war, alles zu tun was das System, de Popmaschine von ihr verlangt, aber aber auf ihre Art und Weise. Und Jahre später, ähnlich wie bei Shonda Rhimes, scheint das für sie immer noch zu funktionieren.

Ich für meinen Teil habe großen Respekt für gutgemachte Systeme. Und kriege gleichzeitig Ausschlag, wenn ich in ihnen funktionieren muss. Oh ja, studieren, was für eine faszinierende Institution, was für ein erprobtes System! Alle Stifte feinsäuberlich vor sich aufgereiht,

Und nach den ersten Vorlesung, alle Ringblöcke verbrennen will. Irgendwas juckt mich immer, ein Rappeln und Zappeln. Zu lange nach vorne geguckt, jemandem dabei zugehört, bewiesene Fakten neu zu beweisen und schon kommt es. Das unbändige Verlangen den Finger in die Luft zu stechen. Was freches zu sagen. Alles in Frage zu stellen. Nur die falschen Stellen anzumarkern.

Das nervt. Aber es entspringt dem echten Wunsch etwas Neues herauszufinden. Mit anderen zusammen Dinge zu entdecken, die noch niemand entdeckt hat. Etwas auszuprobieren. Blöd ist nur, wenn man der einzige ist, der sich am Ende nicht einbringen konnte. Der nicht geschafft hat, sich auszutauschen. Get over yourself.

Irgendwo zwischen Anerkennung für gutgemachte Strategien und dem Rappeln und Zappeln könnte Arbeit liegen, die sinnvoll ist. Spaß macht. Weiterbildet. Bewegt.

Fade out

Ich bewundere Menschen, Künstler, wie Lady Gaga, wie Shonda Rhimes, die es schaffen, ihr Talent so zu bündeln, dass sie das beste aus beiden Welten haben können. Eine gut gemachte Rennstrecke und ein selbstgeschweißtes Race Car. Die benutzen, was ihnen zur Verfügung gestellt wird, und so möglich machen, dass sie mehr Leute erreichen, dass sie eine Platform haben, auf der sie verändern können. Und ja, das geht nur, wenn man bereit ist, sich die Hände schmutzig zu machen. Sich ständig zu hinterfragen. Geht das? Ist das noch ok?

Und das macht Grey’s Anatomy großartig. Nimm das Klischee und melke es. Dazu ist es da. Klischees sind Klischees, weil sie ihre Wurzeln tief in der menschlichen Erfahrung vergraben haben. Es pulsiert immer noch Leben durch diese Wurzeln. Die Arbeit, die Wahrheit im Klischee zu finden, das ehrliche Herz, und das dann zu benutzen, ist eine noble Sache. Und keine leichte Unterhaltung.

Warum enden wir nicht mit der einzigen Sache aus Grey’s Anatomy, bei der ich immer den Faden verliere: Dem End Voice Over:

Genius comes in many forms.

Sometimes it’s subtle, sometimes obvious.
Everyone has it and yet, not everyone can see.
What true potential lies within in every human being.

You can be afraid of it, or you can show it off.
You can choose to ignore whatever it is that you have to say, be or do.
But ask yourself. Is that really why you came here?

Yes. You’re a genius. Just make sure it doesn’t get unnoticed.

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Harry Potter and the Secret of Sequels

SEQUELS


Despite the bad rap they always get, I’m actually a fan of sequels. They have the unique opportunity to bring us back to a place that we already know even though it doesn’t exist. When done right, they  further develop an emotional journey that we witnessed and exceed our  greatest expectations that came with the first installment.

But after getting out of yet another miserable sequel of a once awesome movie, I’m faced with the same old question.

Why do they suddenly forget how to write a fucking screenplay?

I mean they did it right the first time. The motives and character developments were solid, the plot had a decent pace and the emotions seemed to be oh so crystal clear. Everything work out. That’s the reason why they were able to do a sequel in the first place. Because they made a good movie. And then suddenly, as the second installment comes around everything is all over the place. The story is almost non-existent. Characters get introduced without any reason at all…and are killed off minutes later. The motivations of the main protagonist are a mess. Like an actual mess that no one seems to be able to unravel.

And no line of witty dialogue or a well rehearsed action scene is capable of covering that up.

THE SECRET OF THE SEQUEL

But the most frustrating part about it..it’s not that hard to write a good sequel. Honestly. The secret is actually surprisingly simple. And I will prove it to you using one of the best sequel in movie history:
The Harry Potter saga. Especially it’s first three installments: Philosopher Stone, Chamber of Secrets and Prisoner of Azkaban. With a very simple trick J.K. Rowling managed to capture an audience for years on end and create one of the most immersive fantasy-worlds in modern writing.

So if your are a movie buff that is sick and tired of awful sequels or you are a producer, screenwriter, filmmaker and eager to continue your story, listen up. Because here is the secret to Harry Potters immense success…

It’s all the same story.

KNOW YOUR GENRE

Now despite IMDb or common believe the Harry Potter movies aren’t actual fantasy stories. Sure they have magic and dragons and stuff, but in their core the movies (and books) are mystery stories. Three young students on their way to discover a mystery that needs to be solved. Gregory Austin McConnell actually described that pretty well in his essay on ,The cursed child’ and why it didn’t seem like a normal ,Harry-Potter-Story’.

So each year again and again Harry, Ron and Hermione come across a mission that they need to solve. They gather clues and informations and go on to overpower the bad guy with wit, skill and bravery. And although that doesn’t seem like much, most sequels forget what genre the original movie was even in. Because genre is not defined by the costumes, special effects or set pieces of the movie. It’s defined by its writing.

Side note: One solid way testing of whether a story is a mystery or an action adventure is by looking at it’s climax. An action adventure usually ends with an epic battle of good versus evil. Whereas in the Harry Potter stories…they are just talking. And I don’t say thats bad. I like the talking. But there is a lot of it!

The fact, that Harry Potter stories are mysteries becomes also fairly obvious when you watch (or read) Chamber of Secrets, where one of the characters is actually called Tom Riddle. The clue is in the name. And this leads me to the next similarity between all three of the movies.

MYSTERIOUS BAD GUY

 The antagonist. When Harry first discovers Toms Diary he takes him as a fine young man. He believes his stories and follows his advice. It’s only later on that he discovers that said young man is actually Lord Voldemort. Now this twist in character is seen almost throughout the entire Harry Potter franchise.

Lets take a look at year one: There we have Professor Quirrell who is portrait as a shy, stuttering mite only to find out the he was scheming to steel the philosopher stone all along. Even more important is the surprising turn of Professor Snape. Harry, Ron and Hermione strongly believe that he is eager to steal the stone himself, when in reality he tried to protect it.

In the second book (and film) this shift is seen in Professor Lockhart who is introduced as a stunning wizard. But when his moment comes he reveals himself to be a cocky liar who doesn’t know anything about anything. Tom Riddle on the other hand, who seemed so innocent, is revealed to be the true antagonist. Even the usual suspect Draco Malfoy is declared innocent when we find out, that it was the little Ginny who set the Basilisk free.

Not to bore you, but to complete the example, we go on to the third installment. There we have Sirius Black, in my opinion the greatest written character in human history, who is introduced as the most dangerous criminal the wizzarding- (and muggle-) world has ever seen. After Lord Voldemort that is. Only to discover later in the story that he was the good guy all along and that it was Ron’s Rat Scabbers aka Peter Pettigrew who committed all these crimes.

So every time we have a surprising change in character. It’s a motive that keeps recurring so I’m pretty sure you can find the character twist in the fourth book on your own.

,But this is merely a similarity in theme not in structure‘, you might say. And sure, although all these characters identities are revealed at roughly the same time in the story, I might let you have the argument. So lets dig deeper.

SAME PROCEDURE AS LAST YEAR

Each year starts with Harry being at the Dursleys.

Having the same starting point, just like in a sitcom really helps to capture the audience expectation of the previous movie.

But the Dursleys are boring. We want something magical to happen. So sure enough, in his first year, Harry frees a snake at the zoo. On accident of corse. Next year Dobby destroys the desert. Something that Harry didn’t plan on either. And in the third movie Harry blows up his aunt. This happens at almost the exact time in each book and get’s Harry in some trouble. Luckily there is someone or something to help him out of it. In book one Hagrid comes along and declares that Harry is indeed a wizzard. Second year it’s the Weasley Brothers who do the saving. And lastly we have the Knight Bus arriving to save the day.

It’s the exact same procedure each year again. Harry is at the Dursleys. He does something magical, gets into trouble and is saved by an ally. Same for all three stories? Then lets move on.

SAME PROCEDURE AS EVERY YEAR

One of the more ingenious ideas of J.K. Rowling is aligning the plot points of the story arc with the holidays of the year. So when Halloween comes around you can be sure something will happen. It’s a troll in the dungeons! Oh, there is a bloody message on the wall. Sirius attacked the fat lady. It’s the time of ghosts and horror. So let the bad guy close in. They might as well close the school over Halloween, because it’s getting way to dangerous.

Luckily Christmas isn’t far away. And it’s the Holiday of joy and love. And present!

So let’s give Harry something to help him defeat the bad guy. Like a cloak that makes him invisible. Or a potion that turns him into someone else. Or a map that let’s him get around unseen. It is Christmas after all…

And there are more patterns like this. Quidditch is there to hurt Harry. Whether it’s his broomstick that is out of control, or the Bludgers or the Dementors.

The forbidden forrest adds tension. And in order to get to the bad guy, Harry has to go down – like actually underground.

CHARACTERS


But not just the events in Hogwarts are boiled down to their singular meaning. Every character in the Harry Potter story has one purpose and one purpose only. They act on the framework of their personality and help or hinder Harry in his mission to save the wizzarding world.

Lets take Hagrid for example. He sure likes his creatures. That is his mayor character property. And every year he gets himself and one of his creatures into trouble. In the first year Harry, Ron and Hermione need to help him get rid of his Baby Dragon Norbert. Next they visit his pet Spider Aragog to prove his innocence. In the Prisoner of Azkaban they free Hagrid’s Hippogriff Buckbeak that is sentenced to death.

It’s a repeating pattern, that always stays the same. In each of the three stories Hagrid has some trouble with one of his creatures and needs help from our protagonists. And it’s not just Hagrid who keeps on playing the same song over and over again. But I’m sure you figured that out by now.

THE FINAL

So now that Hagrid is saved from his troubles lets focus on the bad guy, alright? We are almost at the end of the year. Harry, Ron and Hermione have gathered enough intel to take on the bad guy. But since Harry is our Hero he has to face him on his own. So let’s have Ron fall from a horse and Hermione not drink the potion. They’ve done their part. Harry can go on on his own now. Well next year is no different apart from the fact, that Hermione got knocked out pretty early on, leaving Ron and Harry to go down the Chamber of Secret. And if you think this is unfair and that Hermione should get her screen time as well, just take a look at Prisoner Of Azkaban, where it’s Ron who stays in the Hospital bed so that Harry and Hermione can pair up to save the world.

IN CONCLUSION

So these are just a few similarities between the three first books of the Harry Potter franchise. It’s actually quite the fun exercise to find the similarities between the stories. I have only pointed out the major plot points, but when you dig deeper, you will find different character flaws, situations or even sentences that are repeated throughout the series. I’m sure you will be able to find some more parallels on your own. And I’m also sure, that you might be able to figure out why the Order Of The Phoenix didn’t seem to work that well. But before you start screaming, heres a little disclaimer.

DISCLAIMER

I’m not writing all this to denigrate J.K. Rowling. I’m not saying: Oh she’s so lazy. She just wrote the same story over and over again and made millions of dollars off of i’.
Quite the opposite actually. I want more writers to be brave enough to stick to their story. Because in the end, it’s all one song anyways.
I think that J.K. Rowling’s imagination really proves her skill in writing. You can tell the old story over and over again. But making up flying cars, little boys trapped in diaries, a tree that tries to kill you, Dementors (frankly the best creature ever created in human history (if you want to call them ,created‘ that is)) or even the Knight Bus. These are all highly original ideas. Especially when you think about how smoothly they are woven into the story structure of these mystery books.

ADDING CHARACTERS

Now there is one last thing I want to talk about before I leave you to it. And that is scale. Most of the franchise seem to be build around one statement and one statement only: The more the merrier. Just take a look at the casting list of Pirates of The Caribbean 2 vs. it’s predecessor. It almost doubled. Every time Hollywood gets it’s hands on a franchise they suddenly start to bring up side-characters, side-quests, side-stories. Without any need for them at all. Because all that does is to distract us from the main character.

Compare that to Harry Potter and the Chamber of Secrets where J.K. Rowling introduces just two new major characters. Gilderoy Lokchart and Tom Riddle. And one of them is a replacement for poor Professor Quirrell. That means, that most of the plot is wrapped around our three main protagonists Harry, Ron and Hermione (aka the ones that actually matter). And it works. Because the characters are strong and complex enough to stand on their own. You could tell a story of the three friends walking around in the forest and it would still be interesting…oh wait scratch that. But you get the point. Additional characters don’t further your plot, they don’t enhance the intensity of the story. They are cunning devise to try to avoid to deal with the main protagonist.

So if you are writing a sequel try the following. You are only allowed to replace the characters that died or disappeared in the original story and add one additional character. Like in Chamber of Secrets or in Prisoner Of Azkaban where you have Lockhart who is replaced by Lupin, Tom Riddle who is replaced by Wormtail and the one we want to add is Serius Black. No that is strong writing. To be able to trust your characters beyond explosion and action scenes and to be able to explore them even in the silent moments, where there is no distraction.

WHAT WE’VE LEARNED

There are two reasons why people come back to see more. The story and the characters. You can make up the most hideous things (like a time-traveling necklace), as long as you stay true to the story and the character you created in the first place. People want to see something new, sure. But when they let their imagination flow, they don’t come up with new interesting side character. They make up stories of who is going to pair up with whom. They stay within the boundaries of the world you created. And so should you!

Because as I said. Sequels are awesome. If they are done right!

Love actually, 2003
Radio

Love is all around

»Whenever I get gloomy with the state of the world, I think about the arrivals gate at Heathrow Airport.

General opinion’s starting to make out that we live in a world of hatred and greed, but I don’t see that.

Love actually, 2003Love actually, 2003

It seems to me that love is everywhere.

Often, it’s not particularly dignified or newsworthy, but it’s always there – fathers and sons,

Love actually, 2003Love actually, 2003

mothers and daughters,

Love actually, 2003Love actually, 2003

husbands and wives,

Love actually, 2003Love actually, 2003

boyfriends, girlfriends,

Love actually, 2003Love actually, 2003

old friends.

Love actually, 2003Love actually, 2003

When the planes hit the Twin Towers, as far as I know, none of the phone calls from the people on board were messages of hate or revenge – they were all messages of love.
If you look for it, I’ve got a sneaking suspicion… love actually is all around …«

(Intro: Love actually, 2003. Writer/Director: Richard Curtis)

Thx for the reminder Richard Curtis.

Radio

Herbstgedanken

„Ich gehe aus der Haustür und ziehe mein Winteroutfit an. Es ist immerhin Herbst. Blätter liegen auf dem Boden, zu dieser Jahreszeit lernt es sich gut. Ich hole die Post aus dem Briefkasten und lege sie auf den einzig freien Tisch im zweiten Stock. Eigentlich dumm, denn jetzt muss ich den ganzen Weg zum Briefkasten zurücklaufen, um die Rechnung zu bezahlen. Ich denke, die Fahrgemeinschaft zur Arbeit kommt so in einer Stunde. Also pflege ich noch schnell meine Tomatenpflanzen im Gewächshaus. Prächtig geht es denen. Viel besser als meinen Obstbäumen im Garten, die ständig von weißen Pollen befallen sind. Die Arbeit ist nichtssagend wie immer. Nicht mal eine Beförderung ist drin. Mir fehlt wahrscheinlich einfach die nötige Mechanik. Später mach ich mir leckere Nudeln mit Käsesoße, immerhin hab ich ganz schön Anga Anga. Und nachts lieg ich wie immer im Bett und frag mich, wie ein Sim bei diesem grünen Licht schlafen soll.“

Ich habe vor kurzem die perfekte Sims Familie erstellt.

Einen Masterplan. Nach 10 Jahren Sims-Spiel-Erfahrung, habe ich das Geheimnis gelüftet. Wie es funktioniert. Ich nenne es „Die Reihenfolge!“.

Und die geht folgerndermaßen:

Ich habe zwei Sims erstellt eine Frau und einen Mann. Ihre An- und Abturner sind aufeinander abgestimmt. Ich lasse sie in ein kleines Haus ziehen, aber mit getrennten Schlafzimmern. Ich erstelle ihnen ein Gewächshaus und lasse sie Tomaten pflanzen.

Die Nachbarn kommen vorbei, ich lade sie ein. Die ersten Freundschaften werden geknüpft. Die nächsten Wochen gibt es nur Gärtnern, Fähigkeitspunkte sammeln und jeden Tag mindestens 6 Freunde einladen. Ziemlich schnell haben sie also 8 beste Freunde, eine gute Fähigkeitspunkte- Grundlage und den silbernen Gärtnerorden.

Jetzt suchen sie sich Jobs.

Dadurch, dass sie alle Voraussetzungen erfüllen, werden sie beide sehr schnell befördert. Es wird weitergepflanzt, bis sie den goldenen Gärtnerorden haben und endlich Auberginen pflanzen können. Das ist wichtig, den Auberginen Saft stillt nicht nur den Hunger, sondern bringt einem auch einen random Fähigkeitspunkt. Die Beförderungen gehen immer weiter. Inzwischen haben sich meine Sims auch ineinander verliebt. Aber Job geht gerade vor. Bis … ja beide haben die Spitze ihrer Karriere erreicht. Ab jetzt sind die Freunde ehrlich gesagt egal. Wir brauchten sie nur als Kontakte, um befördert zu werden.

Ich lasse sie ihr erstes Kind machen. Sie ist schwanger. Sie heiraten. Sie ziehen in ein größeres Haus. Das können sie sich leisten als Starkoch und Bürgermeisterin. Inzwischen fehlen ihnen nur noch ein ganz paar Fähigkeitspunkte, bis sie alle haben. Der Auberginensaft hilft dabei. Sie bekommen drei Kinder. Der Direktor wird eingeladen. Alle gehen sie auf Privatschulen. Sie haben alle Fähigkeitspunkte, den goldenen Angelorden, Gärtnerorden, Blumenorden, Spielzeugwarenorden. Fast alle Urlaubsbelohnungen. Das Haus ist sauber. Es geht ihnen gut.

Aber jetzt … ist es langweilig.

Was gibt es schon zu tun, wenn man nichts mehr anstreben kann? Die Kinder sind auf dem College, sie leben in einem riesigen Haus. Die Freunde sind alle weg, mühsam müssen sie zum Plaudern angerufen werden.

Und hier kommt der Zeitpunkt, seinen Computer auszuschalten und in das Chaos zu treten, was sich inzwischen in seinem eigenen Leben angebahnt hat. Es gibt kein aging-off. Jeden Tag wird man älter und das bekommt man auch nicht zurück. Es gibt keine begrenzte Anzahl an Fähigkeitspunkten. Es wird gelernt, gelernt, gelernt. Es gibt kein Ende. Es gibt beschissen Phasen, Selbstzweifel, man braucht Kontakte und dann verliebt man sich auch noch total unpassend. Alles läuft gleichzeitig. Ich mag es aber, Dinge zu Ende zu putzen. Ich möchte irgendwann volles Potenzial in irgendwas erreicht haben. Nicht, weil ich dann die Beste darin bin, sondern damit ich etwas zu Ende gebracht habe. Ich möchte mit meinen sauberen Füßen, in meiner frischen Bettwäsche liegen und ein neues Buch anfangen. Aber dann vermisse ich Lukas, dann muss ich pinkeln und dann kotzt Tapsi direkt auf den Teppich. Und ich stehe auf und freue mich, dass ich immer weiter lernen darf.

Radio

Prüfungen und Blue Skies

In seinem letzten Lutherbeitrag hat Uwe gefragt: Wie würde eine „Glaubensprüfung“ aussehen, wenn man Meditiationsunterricht hätte? Das hat mich auf die Frage gebracht, inwiefern Prüfungen sich verändern, je subjektiver die Fähigkeiten werden, auf die wir Wert legen.

Bei Andy gibt es keine Prüfung. Es gibt nur den eigenen Erfahrungswert. Fühlst du dich gut? Gelingt es dir besser? Hast du den Eindruck, dass du Fortschritte machst? Und selbst diese Fragen treten völlig in den Hintergrund. Wichtiger ist der Prozess. Des Lernens. Die Erfahrung, sich selbst einer stetigen Wandlung zu unterziehen. It’s a liefelong process, sagt Andy gerne. Und man glaubt es ihm und ärgert sich noch nicht mal. Irgendwie entsteht das Gefühl, dass das Lernen reicht. Dass es gut ist, sich klar zu machen, dass man bereits besser geworden ist, wenn es sich so anfühlt. Denn wer misst deine eigene Zufriedenheit?

Prüfungen sind, und das zurecht, schwer in Verruf geraten. Ach, wie schön waren noch die Zeiten, in denen man einen Haufen Leute zur selben Zeit in einen Raum gesteckt hat. Und am Ende hatte man einen Zettel, auf dem all diese Leute nach ihren Fähigkeiten sortiert aufgelistet waren.

Werden Fähigkeiten schwerer nachweisbar? In einer Zeit, in der Wissen überall herumschwirrt und nur vom interessierten Lerner eingefangen werden muss, welche Bedeutungen haben Prüfungen dann überhabt noch? Wenn man zukünftig Skills lernt, die weit schwerer messbar sind, als eine gelöste Matheaufgabe, wie überprüft man dann?

Beim Meditieren geht es darum, seinen Geist zu trainieren, um mit bestimmten (arguably allen) Situationen anders (arguably besser) umzugehen. Wenn man in einem schwierigen Gespräch Ruhe bewahrt und sich beweist, dann springt nicht hinter dem Buchregal ein kleiner Mann in schwarzem Kittel hervor und überreicht dir, in einer Staubwolke aus Licht und Schmutz, dein Zertifikat. Schwieriges Gespräch: Bestanden. 2,0. Man hat keinen Zettel, auf dem vermerkt wurde: Besserer Mensch – 0,23 Prozent. Aber man hat sein Gefühl. Das gute warme Gefühl in der Brust, das dir sagt: gut gemacht! Das war ja ein voller Erfolg!

In der Schule wusste man immer, ob man etwas gut konnte oder nicht. Ob man eine gute Prüfung schreibt, das konnte keiner Voraussagen. Wenn man zähneklappernd und händeringend auf sein leeres Papier wartete, dann kam es einem vor, als hätte man ein ganz anderes Fach studiert, als es zu prüfen galt. Der eigene Gefühlskompass völlig aus dem Gleichgewicht geraten.

Dasselbe Gefühl beschleicht mich manchmal, wenn ich im Wartezimmer eines Arztes sitze. Tief in den Sitz gesunken, den Blick starr auf die meditativ angerichteten Steine gerichtet. Bin ich gesund? Fühle ich mich gut? Habe ich etwas falsch gemacht? Hätte ich schon vor Wochen herkommen sollen? Hört mich denn keiner?… Hilfe?

Das Gefühl, geprüft zu werden, ist immerhin tief in unserem Bewusstsein verwurzelt. Ob religiös oder nicht, immer mal wieder kribbelt einem der Nacken, juckt die Nasenspitze. Ist das eine gute Entscheidung? Tue ich das Richtige? Bin ich ein guter Mensch?

Dann reißt man dem Lehrer den angeschwitzten Zettel aus der Hand. Hab ich bestanden!? Bin ich durch? Komme ich in den Himmel?

Andy würde da nur weise lächeln. Blue skies. They’re always there.

Sind wir Menschen Blue Sky kompatibel? Können wir uns abtrainieren, uns ständig zu prüfen? Wäre das überhaupt gut?

Denn sobald ich im Sprechzimmer sitze, zerfließe ich in einer Pfütze des Wohlgefallens, bei der Vorstellung, wie viele Prüfungen die Ärztin abgelegt hat, um hier herzukommen. Und wenn das Flugzeug die Blue Skies durchquert, dann bewundere ich entspannt die Wolkenschlösser. Wohl wissend, dass es so gut wie unmöglich ist, eine Pilotenprüfung zu bestehen. This guy is a hero. I am safe. Das ist es wahrscheinlich, was wir wirklich wissen wollen. Am I safe?

Ob in der Schule oder im Flugzeug oder in der Kirche. Am I safe?
Die Frage ist, ob uns die Antwort auf diese Frage, eine Prüfung geben kann.

Radio

The Power Of The Anti-Bathos

THE BATHOS

I recently came across a very good video essay describing the overuse of bathos in modern Hollywood blockbusters. I highly recommend checking it out and then coming back to this article.
If you don’t want to waste your monthly data volume however, I will summ it up quickly.

Bathos is, when you break the emotion of a scene with a contradictory emotion for comedic purposes.
We’ve all seen it. We are in the middle of an epic scene, everybody is pumped, and then…there is a joke. Someone says something trivial, something that completely breaks the tension…for a laugh.

This type of comedy, though very effective, often comes at great cost. The dramatic feel of the moment. Everything the scene has build up to just gets wiped clean and we start again from square one.

In most movies it actually seems like the creators  have gotten ashamed of genuine emotions. Nothing can be simply epic, romantic or sad anymore. Everything has to be delivered with a wink. And though I definitely agree, that every art should include a healthy amount of self-irony, the bathos has kind of taken over of late.

THE POWER OF THE ANTI-BATHOS

But I’m not here to denigrate the bathos. I actually want to talk about a different approach. Its a concept that I very much adore and love. All my favorite movie use it. It’s something I like to call the Anti-Bathos.

Pirates Of The Caribbean is based on a Disney Ride. It’s a stupid, money-making idea. But instead of making a movie that is self aware of it’s pointless origins and winks at the audience a lot, Ted Elliott, Terry Rosso and co. started one of the most successful franchises in modern movie history. And not because its a huge Disney Production, but because they approached the story, the characters and the ,base-material‘ with genuine care and honesty. All the protagonists motives are clear as day, the decisions are difficult and if they use bathos (and yes they do) it underlines the personality of the characters.

SO WHAT’S IT ALL ABOUT?

So what do I mean by Anti-Bathos? Well, basically it’s when you take something absurd, something stupid or trivial and approach it from a very serious angle. So no matter how strange the story is you’re trying to tell, you always take your protagonists seriously. You care for their desires and you challenge them with real threats (within the rules of their world).

Now they could have started PotC with a funny montage of drunken Captain Jack Sparrow fighting, or with an epic ,ride-like‘ pan across the whole Caribbean. But they decided to introduce us to the world with a very moody scene. Elizabeth Swan (our main-protagonist) stands on a ship that sails through the foggy ocean. She is singing a tiny, little song, a song that was a loud chanty in the original ride. It’s a genuine approach to the pirates lore. There is no funny business. Not yet. The first written joke actually appears way beyond the 10 min mark. And it gets funny and it gets epic, but the two never battle for the same spot.

,MODERN‘ ANTI-BATHOS

There are a lot of movies, that successfully use the Anti-Bathos. A man with scissors for hands is a stupid concept. A panda learning Kung-Fu could be discarded as outrageous. And yes, a teen-age boy in tights swinging through New York isn’t the most grounded idea either. And still they all approached their characters with true passion. They took their protagonist (and therefor their audiences) desires seriously. Thats why Edward Scissorhands, Kung Fu Panda and Spider-Man are extremely immersive movies.

MASTER OF BOTH BATHOSES

But if you want to see the Anti-Bathos in its best form you have to watch ,dying‚. The YouTube success by former Viner Evan Breen aka LA Turtle. It’s a ten minute conversation of a family (all members are played by Breen himself) and it gets intense quickly. The conversation is as stupid as it can get. But with Breen’s acting, the on-point editing and the epic music, the viewer gets sucked into the families struggles immediately. The best part about it though: Breen uses Bathos…a LOT. Almost every major joke is based on the bathos. But instead of using it to exit a scene or to shy away from an emotion, he uses it to bring us to the next level of intensity. Every time he breaks the scene with bathos he re-enters it with even more pathos. This way we never get thrown out as a viewer, but instead are kept in the world of the video.

So next time you watch a movie that is both epic and funny and doesn’t sacrifice one for the other, think of the screenwriter. Because this is not lazy screenwriting. It’s the Anti-Bathos. And if it works, you are in for a ride!

Radio

Fake It ´Til You Make It

Ich hab diesen Satz früher nie verstanden. Und irgendwie fand ich ihn auch noch blöd. Gefährliche Kombination.

Und nun Freunde, weiß ich – glaub ich – was damit gemeint ist. Oder besser gesagt, ich habe ihm eine Bedeutung aufgedrückt. Wir alle wissen, außer vielleicht die Stones, dass man alles bekommt, was man haben möchte. Sogar besser: man bekommt auch die Sachen, die man nicht haben möchte. Zumindest nicht im Oberbewusstsein und schwups … befinden wir uns in schwammigen Eso- Gewässern. But hear me out.

Dream Big

Wenn du etwas habe möchtest, dann forsche nach dem Gefühl, welches diese Sache begleitet. Und dann suche in deinem Leben nach so vielen Situationen wie möglich, in denen du dieses Gefühl schon hast. Oft merkt man dann: „Ich brauche diese Sache gar nicht mehr.“

Möchtest du die Sache trotzdem, dann versuche, so konkret wie möglich zu sein, ohne deine Vorstellung zu killen. Sprich: werde so detailliert, bis es keinen Spaß mehr macht. Sobald du merkst es wird zu spezifisch, gehe einen Schritt zurück. Aufschreiben hilft immer. Ganz besonders, wenn man fünf Jahre später den Zettel findet. Und dann kommt mein Lieblingsschritt:

Fake it ´til you make it

Hach wie ich ihn liebe. Ich möchte euch zwei Beispiele geben:

Als ich vor drei Jahren ein sehr starkes Bedürfnis nach einem Freund/Partner in Crime/Lover (wie auch immer) gespürt habe, habe ich mir (nach langem Vormichhinträumen und Texte schreiben) eine zweite Bettdecke gekauft. Denn einmal saß ich im Bett und bin mal ganz nüchtern an die Sache rangegangen. Hier ist mein Bett, hier ist eine Decke, ich mag es nicht Bettdecken zu teilen, hier soll demnächst eine zweite Person schlafen, ab zu Ikea. Ich sag mal so, drei Monate später wurde diese Decke auch benutzt.

Okay, ist euch vielleicht zu bescheuert, ich gebe euch ein zweites Beispiel. Ich war auf der Suche nach einer Yogalehrer-Ausbildung. Ich hatte eine sehr konkrete Vorstellung, so konkret, dass ich nicht mehr stillsitzen konnte und losgezogen bin und Berlins Yoga Studios abgeklappert habe. Und es war mir erst mal egal ob sie ausgebildet haben oder nicht. Hauptsache ich konnte mich in der Essenz von dem, was ich suchte wälzen. Also finde ich ein wunderschönes Yoga Studio. Und denke schon: Das ist es! Und dann nach der Stunde die völlige Ernüchterung. Mir hat der Stil nicht gefallen und Ausbilden tun sie auch nicht. Eine Woche später tue ich etwas, was ich – man kann es kaum glauben – bis zu dem Zeitpunkt noch nicht gemacht habe: Ich google ‚Yogalehrer Ausbildung Berlin‘ (geniale Idee, Amber) und finde diese Yoga Lehrerin, die ausbildet. Sie hat selber mit 19 ihre Ausbildung gemacht und war Schauspielerin. Ich hatte es gefunden. Und dann „Ach übrigens die Ausbildung findet im W60 statt“ Wie bitte??? In dem Studio, das mir so gut gefallen hat. In dem ich eine Woche vorher komplett zufällig eine Probestunde gemacht habe??

Let Magic In

Oder war es zufällig? Denn hier kommt noch ein riesiger Aspekt beim Dinge anziehen, die man haben möchte. Lass the Magic zu dir kommen. Und manchmal kann man sich vor Magic Moments gar nicht retten. Lass es zu, dass das Universum dir so perfekt verstrickte Drehbücher schreibt, dass man einfach nur staunen und den Film genießen kann. Oder aktiver gesagt – mitspielen?

Denn du hast genau so viel Magie in deinem Leben, wie du haben möchtest. Wenn ich die U-Bahn Treppen runterlaufe und in dem Moment eine U-Bahn einfährt, dann ist das Magic. Man könnte auch sagen hohe Wahrscheinlichkeit, da die U-Bahn alle vier Minuten kommt. Ja schon, aber sie hätte ja auch nicht kommen können. Wenn meine Garderobe perfekt in die Nische in meinem Flur passt, dann ist das Magic. Wenn ich auf der Suche nach einem Rennrad bin und zwei Tage später ein Kumpel von Lenny sagt, er hat ein wunderschönes selbst aufgearbeitetes italienisches Retro Rennrad für 160 Euro im Keller stehen, was auf den Millimeter genau meine Größe hat, dann ist das nun mal Magic. Und wenn ich innerhalb von drei Tagen eine Wohnung in Prenzlauer Berg finde, obwohl mir gefühlt hundert Personen erklären wollten: ‚Man findet ja ihn Berlin eh nichts‘ ‚Ja und schon gar nicht in deiner Preiskategorie‘, ‚Ach ja, die Gegend ist ja ganz schwierig‘, ‚Also die Freundin von ner Freundin sucht schon seit drei Jahren‘, dann ist das Magic.

Ein Skeptiker könnte sagen, naja, du hast ja auch Ausbildung gegoogelt. Dazu sage ich: Ja, ich hätte mir aber auch wie sonst ein Youtube-Video angucken können, oder meine Facebook Nachrichten oder Pinterest Fotos. Habe ich aber nicht, ich habe gegoogelt. Ich habe meine Aufmerksamkeit auf das gerichtet, was ich haben möchte. Es klingt so simpel und dafür machen wir es viel zu selten.

Ich bin etwas abgedriftet. Aber ich hoffe es war verständlich. Dream Big, sei konkret, fake it till you make it, let magic in.

Und überdenke ab und zu blöde, kitschige Sprichwörter.

Radio

Instabilität als höchste Sensibilität

 

Instabilität als höchste Sensibilität

Im Zustand ruhiger Instabilität herrscht hohe Sensibilität. Ein interessanter Gedanke, der mir bei der Recherche zu einem anderen Thema untergekommen ist.

Ich habe ihn zufällig gefunden — in einem Vortrag des Quantenphysikers Hans-Peter Dürr. Er erläutert diese Beobachtung an einem starren Pendel, das um einen Drehpunkt schwingt. Solange man es in Ruhe lässt – bleibt es auch in Ruhe. Hängt einfach bequem nach unten. Ruhig und stabil. Könnte ewig so hängen. Angezogen von der Schwerkraft gibt es keine Tendenz, sich aufzuschwingen. Bringt man es in Schwingung, pendelt es um den Drehpunkt, bis Reibungswiderstände und andere Energieverluste es wieder in die untere Stellung bringen. Diese Pendelbewegung ist – nicht für mich –, aber für jemanden, der einigermaßen guten Physikunterricht genossen hat, einfach auszurechnen.

Jetzt gibt es aber einen Punkt, der offensichtlich völlig anders ist, als alle anderen, die die Pendelstange einnehmen kann. Nämlich der Moment, wenn sie ganz genau senkrecht nach oben steht. Eine sehr instabile Position. Irgendwann kippt das Pendel herunter und kommt wieder in Schwingung.

Frage nur: in welche Richtung? Kippt das Pendel nach rechts oder nach links? Offensichtlich ist das nicht nur für mich nicht, sondern auch für keinen Physiker vorherzusagen und auszurechnen. Wenn ich Hans-Peter Dürr richtig verstanden habe, fragt das Pendel in dem Moment sozusagen sämtliche Informationen des Universums ab. Jeder noch so kleine, oder weit entfernte Impuls kann den Ausschlag geben. Der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings im Amazonas. Oder auch eine kleine Veränderung im Andromedanebel.

Ist es einmal in Schwingung, pendelt das Pendel eben so vor sich hin, bis es wieder zur Ruhe kommt. Aber an diesem einen höchsten Punkt ist es nicht nur instabil sondern auch hochsensibel. Hochsensibel für jeden noch so kleinen Anstoß, der die Richtung bestimmt.

Flash

Das erinnert mich sehr an den hochsensiblen Zustand beim Arbeiten an Skulpturen. Was gibt den Ausschlag für die nächste Entscheidung? Man macht sich offen, connected sich mit allem. Vielleicht ein Zustand, den Künstler, Musiker, Schauspieler, aber auch Extremsportler immer wieder suchen, den Punkt höchster Sensibilität. Und da die nicht anders zu haben ist, nehmen sie dafür die höchste Instabilität nicht nur in Kauf, sondern suchen sie sogar immer wieder.

Es kommt noch besser

Jetzt geht es noch einen Schritt weiter. Jetzt wird es völlig crazy. Hängt man an die erste Pendelstange noch eine oder mehrere weitere Pendelstangen, wird dieser instabile, sensible Punkt ständig erreicht. Es wird vollkommen unberechenbar, chaotisch und — sehr schön.

Trajektorie eines Doppelpendels Autor 100 Miezekatzen Sensibilität

Trajektorie eines Doppelpendels

Übrigens eine Beobachtung, die ich als Kind schon gemacht habe, als ich versucht habe, den Rhythmus der großen Kirchenglocke zu verstehen, deren voller Klang von der Weitmarer Kirche herübergeweht kam. Jetzt weiß ich, warum das nicht ging. Er ist chaotisch. Eine Kirchenglocke ist ein Doppelpendel. Und diese spezielle Glocke hat auch so geklungen.

Dürr nennt diese instabilen, unvorhersehbaren Systeme lebendige Systeme: Wenn Sie einen Apfel fallen lassen, folgt er dem Gesetz der Schwerkraft und fällt zu Boden. Die Welt der Dinge ist die Welt der stabilen Systeme und damit voll determiniert, also vorherbestimmt. Mechanistisch bedeutet voll determiniert. Aber für lebendige Systeme reicht diese mechanistische Beschreibung nicht aus. 

Die Frage ist also, wieviel Unverhersagbarkeit Lebendigkeit nötig hat und wie viel sie aushält.

Abb. von 100miezekatzen unter GNU Free Documentation License