Suchergebnisse für

headspace

Ruhe

Headspace

Herzlich Willkommen 2017 oder Danke für die Einladung.

2016 ist viel aufgekommen, rausgekommen, losgekommen. Umbruchphase … aber auch viele schöne Dinge sind passiert! Reisen, kreative Projekte, neue Traditionen … und ich habe ihm Jahr 2016 jeden Tag für 15 Minuten meditiert!

Was ist Headspace?

Ich habe schon vor einer Weile mal über die App Headspace geschrieben. Eine total liebevoll gemachte App, die dich durch deine Meditation führt. Es gibt unterschiedliche Schwerpunkte wie Health, Relationships, Performance. Man kann aber auch „normale“ Meditation machen. Die App ist super für Anfänger, weil sie einen ganz behutsam und verständlich an das Thema heranführt. Sie ist aber auch toll für geübte Meditierer.

Auf jeden Fall gibt es bei Headspace bestimmte Schritte. Wenn du 3 Tage geschafft hast, wird der kleine 3 Tage Button von grau zu bunt. Dasselbe nach 10, 30, 90, 180 und eben 365 Tagen. Welchen Ansporn braucht man noch? Ich möchte das alles von Grau auf Bunt wechselt.

Trotzdem wirkte 365 ganz schön unheimlich! Ein ganzes Jahr. Jeden Tag fünfzehn Minuten meditieren. Egal, wo man ist. Na gut, mein Handy hab ich sowieso immer dabei. Das ist nicht das Problem. Es gibt einen Offline-Modus, bei dem man Sessions downloaden kann und erst wenn man wieder online ist, werden diese zu deinem Run Streak dazu gezählt. Das ist also auch kein Problem.

Ich glaube, der letztendliche Auslöser war es, dass jedesmal mein Herz ein bisschen mehr gebrochen wäre, wenn Andy am Schluss der Session sagt:“See you tomorrow“ und ich gewusst hätte, dass ich nicht da sein werde. Ich werde ihn im Stich lassen … er wird einsam in seiner App auf mich warten. Und da sich mein rationales Denken bei solchen Dingen ausschaltet …

The Big 365

Ein ganzes Jahr! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe!

Wenn ich jetzt zurückblicke, wird mir ganz schwindelig bei der Vorstellung, wo ich überall in diesem Jahr meditiert habe. In gefühlt tausend Hotels und fremden Betten, in Flugzeugen, Zügen, Autos, auf dem Boden, im Bett, im Zelt, in Kambodscha bei Sonnenaufgang, in Spanien am Meer, in Italien auf nem Berg, am Set, zu Hause. Mal einen Monat lang jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen, manchmal auf den letzten Drücker kurz vorm einschlafen, manchmal allein manchmal zu zweit.

Es gab Tage, an denen ich beim Meditieren meine Hände nicht mehr gespürt habe. Das Gefühl hatte, auf mich runter zu schauen und mich danach leicht und frei gefühlt habe. Es gab Tage, an denen ich die kompletten fünfzehn Minuten nachgedacht habe und in erst in dem Moment, in dem Andy sagt „and now let go of the focus, let the mind do whatever it wants to do“ krampfhaft versucht habe, schnell Ruhe in den Kopf zu bekommen. Manchmal war ich nach dem Meditieren müde, manchmal total energetisch, manchmal ein bisschen traurig, manchmal bin ich danach aufgesprungen und durch die Wohnung getanzt. So oder so wurde ich immer selbstbewusster darin, mich hinzusetzen, tief ein- und auszuatmen, die Augen zu schließen und  zu schauen, wie es mir heute geht.

Ich muss gestehen, ich hatte, bevor ich diese Reise begonnen habe, ein wenig Angst, dass ich am Ende ganz taub sein würde. Dass mir nichts mehr etwas anhaben könnte. Ich total Zen und irgendwie leer durch die Gegend laufe. So ist es nicht! Alle Emotionen sind noch genau da, wo sie vor einem Jahr waren, Wut, Eifersucht, Trauer, Freude, Angst. Teilweise sogar stärker, hab ich das Gefühl. Nur bin ich jetzt viel besser darin, meine Emotionen zu erkennen, mich zu fragen, woher sie kommen. Ich kann eher entscheiden, ob ich mich ihnen hingebe oder mich von ihnen distanziere. Es gibt weniger grundlose Wutanfälle, Stress kann mir nicht mehr so viel anhaben.

Und ich bin sehr stolz auf mich! Ich hätte nicht gedacht, dass ich es durchziehe. Ich hätte nicht gedacht, dass man ein Jahr lang jeden Tag Andys Stimme hören kann. Und besonders hätte nicht gedacht, dass ich jeden tag fünfzehn Minute Zeit finde. Aber here we are. Und der letzte Button ist bunt geworden.

fullsizerender-2

Loslassen

Und jetzt kommt wahrscheinlich der allerschwierigste Teil, auf den ich überhaupt nicht vorbereitet war. Das alles loszulassen. Ich meine nicht, dass ich nicht mehr jeden Tag meditieren möchte, aber ich will nicht mehr müssen. Nach 365 dachte ich mir: na gut, ich mache noch das nächste Pack zu Ende. Und dann, na gut, noch eins und noch eins, und jetzt, nach 409 Tagen, lass ich es los.

Es fühlt sich im Endeffekt gut an, erleichternd.

Denn ich glaube, darin liegt die wahre Stärke, dir etwas aufzubauen und es loszulassen. Und dann wieder von vorne. Ich bin gespannt was 2017 bringt!

fullsizerender

 

 

 

Radio

Rise & Shine: Interview mit Amber

Nun, was soll ich sagen, ich kenne Amber jetzt schon ziemlich lange. Seit ihrer Geburt um genau zu sein.
Schon immer war sie ausgesprochen fröhlich. Ein richtiges Sonnenkind. Aber auch diszipliniert und zielstrebig. Mit fünf Jahren hat sie zusammen mit Isa und mir angefangen zu schauspielern, hat einige absolut beeindruckende Performances hingelegt und ihren ganz eigenen Weg durch diese seltsame Karriere gefunden. Trotz vieler Kinorollen und einiger Aufmerksamkeit, ist sie immer auf dem Teppich geblieben. Wortwörtlich, denn vor einigen Jahren hat sie Yoga für sich entdeckt. Mit einer ähnlichen Disziplin und Freude an der Aufgabe, hat sie im vergangenen Jahr eine Ausbildung zur Yogalehrerin absolviert und einen YouTube-Channel gestartet, auf dem sie andere Leute für den Sport und die Lebensweise von Yoga begeistert. Ganz entspannt, aber auch ein bisschen anders als normal, habe ich mich jetzt mit Amber unterhalten und ihr mal so, wie man das als Bruder normalerweise nicht tut, ein paar Fragen gestellt. Here we go!

Leonard: Ähnlich wie ich, bist du ja auch durch Isa ans Schauspielern gekommen. Was hat dich damals am Schauspielern so fasziniert, dass du weiter machen wolltest?

Amber: Als ich jünger war, ging es viel um das Drumherum. Man kannte ja sonst nur Familie, Schule, Freunde und dann auf einmal hatte man einen Einblick in die Arbeitswelt, in die Erwachsenenwelt.

Jetzt hast du ja letztes Jahr eine Ausbildung zur Yoga-Lehrering gemacht, unterrichtest mittlerweile auf YouTube. Wie hast du Yoga für dich entdeckt?

Vor ungefährt sieben Jahren habe ich mit Mama, als Mutter-Tochter-Aktion einen Yogakurs in Potsdam besucht. Aber erst als ich Yoga mit Adriene auf YouTube entdeckt habe, ist das Feuer entfacht. Das kam auch gerade in einer Phase, in der ich nicht besonders glücklich war, so dass Yoga etwas wurde, an dem ich mich festhalten konnte. Mittlerweile mache ich jeden Tag Yoga und es fühlt sich schon komisch an, wenn ich mal einen Tag auslasse.

Das hat ja sicherlich auch viel mit Disziplin zu tun. Spielt Routine für dich eine große Rolle?

Oh ja! Ich bin definitiv ein sehr routinierter Mensch. Das kann sehr angenehm sein, weil ich, sobald ich einen freien Tag habe, einfach wieder meine Routine habe und dann bin ich relaxed. Momentan versuche ich aber auch zu testen, was brauche ich wirklich und was ist einfach nur Routine. Ich möchte ein flexibler Mensch sein, der in jeder Lebenssituation sein Glück und seine innere Ruhe findet. 

Und wie bringst du das in Einklang mit Schauspielen was ja ein sehr unroutinierter Beruf ist?

Ich nehme zum Beispielen in jedes Hotelzimmer eine Lichterkette und ein Raumspray mit, das ich auch bei mir zu Hause benutze. Wenn ich weiß, ich brauch jeden Tag meinen Tee, frage ich mich, wie kann ich das mobil machen und dann nehme ich einfach einen kleinen Wasserkocher mit. Und das gute an Yoga ist ja, man kann es überall machen. Beim akuten Drehen, also am Set hat man ja eh viele Wartezeiten, man ist viel im Hotel. Da kann man überall seine Matte ausrollen oder auf dem Teppich ein bisschen Yoga machen. Beim Drehen trägt man ja jeden Tag fremde Klamotten, hat fremdes Make-Up und sagt fremde Sätze. Ich versuche mich da nicht jedes mal komplett zu verlieren. Da ist es gut, hin und wieder zu sich nach Hause, auch im Sinne von zurück in seinen eigenen Körper zu kommen. 

Und hilft dir da das Yoga?

Ja, ich denke schon. Man atmet anders, man steht anders in seinem Körper, man hat definitiv ein anderes Körpergefühl. Früher habe ich sehr intuitiv gespielt. Das hat den Vorteil, dass es dann sehr natürlich kommt. Wenn man es dann aber mal nicht spürt, oder die Intuition nicht da ist, kann man es nicht abrufen. Mittlerweile schaffe ich es da, mit Technik zu arbeiten. Neben dem körperlichen Yoga hilft mir aber auch das ganze Mindset, das ich in mein Leben integriert habe. Das Meditieren und alles was dazugehört.

Ja stimmt! Du hast ja letztes Jahr 365 Tage meditiert. Also ein ganzes Jahr lang jeden Tag. Wie war das so?

Na ja, ich habe die App Headspace gefunden und Papa ganz stolz davon berichtet. Und wie er so ist, hat er ganz schnell angefangen, die App super viel zu nutzen. Das hat mich motiviert. Außerdem hat die App so verschiedene Buttons, die man bekommt, wenn man drei Tage am Stück meditiert, dann zehn, dann fünfzig, na ja und irgendwann gibts den 365-Tage-Button. Ich erinnere mich noch, dass ich dachte, 365 Tage wäre schon ziemlich cool, aber das schaffe ich nie! Aber je mehr man drin ist und man dann schon den 180 Tage Button hat, desto mehr will man halt auch richtig durchziehen und hat so das Ziel voll vor Augen. 

Yoga hat ja auch viel mit Rise&Shine zu tun. Es gibt ja sogar den Sonnengruß. Inwiefern findest du diesen Aspekt im Yoga machen?

Also für mich verkörpert Yoga etwas, das eigentlich eher gar nichts mit Yoga zu tun hat. Es geht darum dieses innere Glück zu finden und jeden Tag zu schauen, wie geht es mir. Wenn man das mit Basketball hat oder mit Nähen, jeden Tag joggen geht oder beim Haarschneiden seinen Spark findet, dann ist das für mich im weitesten Sinne Yoga. Gleichzeitig hat Yoga natürlich unglaublich viele körperliche Vorteile. Die ganzen Twists, das Detoxen, das Durchatmen. Und dann würde ich sagen, einfach wirklich ruhig machen. Sich nicht überanstrengen, die Augen schließen und auch nicht zu sehr auf die Form achten. Wenn es sich gut anfühlt, dann ist es richtig. Das habe ich immer mehr herausgefunden. Nicht nach Außen zu schauen, sondern bei sich Innen zu gucken, wie es ist. 

Was bedeutet für dich Rise&Shine und hast du einen richtigen Rise&Shine Moment in deinem Leben?

Als Mama mir ihr neues Buch Premiere gewidmet hat, hat sie geschrieben: Rise and Shine Sunshine. Das hat mich sehr berührt und inzwischen ist Rise&Shine für mich eine Art Weckruf geworden. Es ist einfach die Erinnerung an mich selber, dass mein Leben klasse ist, und dass das auch mit einer Verantwortung kommt. Das sollte man ausleben! Oft finde ich mich in selbstzerstörerischen Gedanken wieder oder denke, das könnte alles viel besser sein. Aber dann guck ich mal wieder aus der Selbstzweifelwolke heraus und dort oben scheint die Sonne. Für mich ist der Begriff extrem wichtig geworden.  Ein Moment, in dem ich ausatme und mir sage, alles ist gut, das Leben ist klasse! Und diesen Moment versuche ich so täglich wie möglich zu haben. 

Morning routine
Ruhe

Rise & Shine: Morning Routine

Liebe Red Bug Fans,

Rise and Shine. Das ist unser Monatsthema für April. Wie angekündigt wollen wir hier jeden Monat ein Thema umkreisen. Immer freitags – mit Gedanken, Assoziationen, Rezepten, Interviews.

Rise and Shine

Frühling, Wärme, Sonnenschein. Rise and Shine. Zu welcher Jahreszeit passt das besser als zum Frühling. Und dieser Frühling hat es ja wirklich in sich. Lag lange in den Federn. Schneeflockenfedern bis in den April. Dickes Eis auf Teichen und Seen.

Aber jetzt steigt die Sonne wieder höher, scheint kräftiger, wärmt. Oder nein, sie scheint einfach nur so vor sich hin und die Erde dreht sich schrägstehend um sie herum, lässt im Jahreszeitenwechsel die Sonne von Norden nach Süden über ihre Oberfläche streichen. Frühlingsanfang.

In den Frühlingsanfang gehört natürlich auch, die für mich spektakulärste Rise-and-Shine-Story überhaupt. Am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond feiern hier ja viele Menschen Ostern. Mit bunten Eier, Schokolade, Spaziergang. Aber dazu gehört natürlich auch Karfreitag. Da lässt sich einer ans Kreuz nageln, stirbt, wird in eine dunkle Grabkammer gelegt und … steht am Sonntagmorgen wieder auf. What? Egal, ob und wieviel man davon glaubt, die Geschichte ist phänomenal. Steh auf und geh. Und lass dein Licht leuchten.

Wie jede gute Geschichte bringt auch diese den Hauptprotagonisten an den absoluten Tiefpunkt, vollkommen gescheitert, ausweglos. Und dann kommt der Wendepunkt, jedesmal – und trotzdem immer wieder überraschend, unerwartet und manchmal fast unglaublich. Nach dem Wendepunkt dann der Erfolg, die Erlösung, der Triumph. Ohne den Tiefpunkt würde der Triumph gar nicht bemerkt. Was will ich damit sagen? Es ist unmöglich die ganze Zeit in Topform zu sein, immer zu scheinen, immer zu strahlen. Nein, es muss einen Rhythmus geben.

Man muss ja nicht gleich sterben und wiederauferstehen. Aber sich ausruhen, auch mal down sein, traurig sein, müde. Erst wenn man sich auch mal hinlegt, ausruht, schläft kann man wieder aufstehen. Rise and Shine. Und genau, ursprünglich ist Rise and Shine ja ein Weckruf, der jemanden dazu bringen soll, aufzustehen, und zwar sofort. Manchmal kombiniert mit dem Wegziehen der Bettdecke. Auf deutsch wohl eher gleichzusetzen mit Raus aus den Federn. Schwingt da ein kleiner Vorwurf an den Langschläfer mit? Wieviel schöner klingt Rise and Shine.  Steh auf und strahle. Strahle, damit man dich in deiner ganzen Schönheit sehen kann, aber auch strahle, damit deine ganze Wärme auf deine Umgebung, über deine loved ones, deinen inner circle in die Welt hinaus strahlen kann.

Morning Routine

Mir hilft dabei eine Art Morning Routine, die immer mal wieder wechselt. Was gehört dazu? Für mich: Vielleicht überraschend, aber die Morning Routine, fängt schon vor dem Einschlafen an. Ich nehme mir kurz Zeit, mich auf den nächsten Tag zu freuen.

Einer meiner Lieblingsfilmzitate stammt aus Hitch: Begin each day as if it were on purpose. Früh aufwachen und … aufstehen. Dem Ruf der Natur folgen, ins Bad. Dann runter ins Wohnzimmer, kurz dem Hund zunicken, aber der schläft um diese Zeit noch und schlägt nur kurz müde mit dem Schwanz, ohne wirklich die Augen zu öffnen.

Meditation

Viertel Stunde, nicht länger als eine halbe. Manchmal ganz in Ruhe, meist mit Headspace und in letzter Zeit auch oft mit der angenehmen Stimme von Rakel Sosa. (THX an Amber, die mir eine Session bei Rakel geschenkt  … und Headspace entdeckt hat, als es noch wenige kannten.)

Morning Pages

Und dann Morning Pages. Was ist das denn? Den Begriff hat so weit ich weiß Julian Cameron geprägt. Ich kenne ihn jedenfalls aus ihrem Buch The Artist’s Way. (THX an Katrin, die mich darauf aufmerksam gemacht hat.)

Eigentlich ist es ganz einfach: Schreiben. Ich schreibe ein paar Seiten, stream of consciousness, einfach drauflos. Mit Hand, weil man da anders schreibt. Ich jedenfalls und weil es nicht darauf ankommt, dass jemand es lesen können muss. (Selbst ich kann meine Handschrift nur schwer bis gar nicht entziffern, aber wie gesagt, darauf kommt es auch nicht an).

Es ist für mich sehr aufschlussreich beim Schreiben zu bemerken, worüber ich schreibe. Vielleicht gibt es etwas, von dem ich glaube, das es mich sehr beschäftigt. Und ich nehme mit vor, es schreibend zu klären, schreibe dann über etwas ganz anderes, was mir entweder mehr auf der Seele liegt oder einfach nur mal erwähnt werden muss, um auf den Kern der Sache zu kommen. Es hat etwas sehr meditatives. Aha, da kommt ein Gedanke, ich schreibe ihn auf, nehme ihn wahr und lasse ihn gehen. Julian Cameron nennt es auch active meditation.

Aber Morning Pages lassen immer wieder Gedanken, Wünsche, Ängste an die Oberfläche, die ich mir nicht eingestehen möchte. Und sie erinnern immer wieder an wichtige Sachen, die ich gerne verdrängen würde, oder mittelmäßig gut verdrängt hatte.

Morning Pages sind wirklich ein gutes Tool, um Dinge aus einer eher unbewussten Schicht aufs Papier zu holen. Connecting to another source, wie ich es sonst nur vom Bildhauern kenne. Diese Seiten machen mir sehr deutlich klar, wo ich gerade stehe, was mich beschäftigt. Nicht, wenn ich sie nochmal lese (wie gesagt, das tue ich fast nie), sondern direkt beim Schreiben.

Jetzt könnte man denken, na warum denkst du dann nicht einfach nach, ohne zu schreiben, wenn es nicht zum Lesen gedacht ist? Einfach die Tätigkeit, die leichte Verlangsamung der Gedanken durch den Prozess des Schreibens, lässt einen Zustand entstehen, den ich durch hinsetzen und Nachdenken nicht so erreiche. Ich glaube sogar, dass es eine Rolle spielt, ob ich mit links oder rechts schreibe. (Ich bin Linkshänder und kann mit beiden Händen gleich schnell und gut und unleserlich schreiben)

Morning Pages sind eine Aufmerksamkeit, die ich mir selbst schenke. Bevor ich auf das iPhone schaue.

Das Glas Wasser

Und da ich immer wieder höre, dass man viel trinken soll, ist jetzt eine gute Gelegenheit ein großes Glas (warmes) Wasser zu trinken. Das Glas in beiden Händen, counting my blessings and hugging someone in my mind. Jemanden, der mir in dem Moment einfällt, und es fällt mir in dem Moment immer instantly jemand ein, der eine Umarmung gebrauchen kann. Und ich hoffe, bin mir fast sicher, dass der/diejenige es auch irgendwie spürt. Etwas Support, ein Trost, eine Aufmerksamkeit, eine Wärme. Ich spüre es auf jeden Fall.

Wenn Katrin dann herunterkommt und den Hund auf die Morgenrunde führt, mache ich Frühstück für uns. Der Tag kann beginnen, als wäre es mit Absicht.

Radio

Prüfungen und Blue Skies

In seinem letzten Lutherbeitrag hat Uwe gefragt: Wie würde eine „Glaubensprüfung“ aussehen, wenn man Meditiationsunterricht hätte? Das hat mich auf die Frage gebracht, inwiefern Prüfungen sich verändern, je subjektiver die Fähigkeiten werden, auf die wir Wert legen.

Bei Andy gibt es keine Prüfung. Es gibt nur den eigenen Erfahrungswert. Fühlst du dich gut? Gelingt es dir besser? Hast du den Eindruck, dass du Fortschritte machst? Und selbst diese Fragen treten völlig in den Hintergrund. Wichtiger ist der Prozess. Des Lernens. Die Erfahrung, sich selbst einer stetigen Wandlung zu unterziehen. It’s a liefelong process, sagt Andy gerne. Und man glaubt es ihm und ärgert sich noch nicht mal. Irgendwie entsteht das Gefühl, dass das Lernen reicht. Dass es gut ist, sich klar zu machen, dass man bereits besser geworden ist, wenn es sich so anfühlt. Denn wer misst deine eigene Zufriedenheit?

Prüfungen sind, und das zurecht, schwer in Verruf geraten. Ach, wie schön waren noch die Zeiten, in denen man einen Haufen Leute zur selben Zeit in einen Raum gesteckt hat. Und am Ende hatte man einen Zettel, auf dem all diese Leute nach ihren Fähigkeiten sortiert aufgelistet waren.

Werden Fähigkeiten schwerer nachweisbar? In einer Zeit, in der Wissen überall herumschwirrt und nur vom interessierten Lerner eingefangen werden muss, welche Bedeutungen haben Prüfungen dann überhabt noch? Wenn man zukünftig Skills lernt, die weit schwerer messbar sind, als eine gelöste Matheaufgabe, wie überprüft man dann?

Beim Meditieren geht es darum, seinen Geist zu trainieren, um mit bestimmten (arguably allen) Situationen anders (arguably besser) umzugehen. Wenn man in einem schwierigen Gespräch Ruhe bewahrt und sich beweist, dann springt nicht hinter dem Buchregal ein kleiner Mann in schwarzem Kittel hervor und überreicht dir, in einer Staubwolke aus Licht und Schmutz, dein Zertifikat. Schwieriges Gespräch: Bestanden. 2,0. Man hat keinen Zettel, auf dem vermerkt wurde: Besserer Mensch – 0,23 Prozent. Aber man hat sein Gefühl. Das gute warme Gefühl in der Brust, das dir sagt: gut gemacht! Das war ja ein voller Erfolg!

In der Schule wusste man immer, ob man etwas gut konnte oder nicht. Ob man eine gute Prüfung schreibt, das konnte keiner Voraussagen. Wenn man zähneklappernd und händeringend auf sein leeres Papier wartete, dann kam es einem vor, als hätte man ein ganz anderes Fach studiert, als es zu prüfen galt. Der eigene Gefühlskompass völlig aus dem Gleichgewicht geraten.

Dasselbe Gefühl beschleicht mich manchmal, wenn ich im Wartezimmer eines Arztes sitze. Tief in den Sitz gesunken, den Blick starr auf die meditativ angerichteten Steine gerichtet. Bin ich gesund? Fühle ich mich gut? Habe ich etwas falsch gemacht? Hätte ich schon vor Wochen herkommen sollen? Hört mich denn keiner?… Hilfe?

Das Gefühl, geprüft zu werden, ist immerhin tief in unserem Bewusstsein verwurzelt. Ob religiös oder nicht, immer mal wieder kribbelt einem der Nacken, juckt die Nasenspitze. Ist das eine gute Entscheidung? Tue ich das Richtige? Bin ich ein guter Mensch?

Dann reißt man dem Lehrer den angeschwitzten Zettel aus der Hand. Hab ich bestanden!? Bin ich durch? Komme ich in den Himmel?

Andy würde da nur weise lächeln. Blue skies. They’re always there.

Sind wir Menschen Blue Sky kompatibel? Können wir uns abtrainieren, uns ständig zu prüfen? Wäre das überhaupt gut?

Denn sobald ich im Sprechzimmer sitze, zerfließe ich in einer Pfütze des Wohlgefallens, bei der Vorstellung, wie viele Prüfungen die Ärztin abgelegt hat, um hier herzukommen. Und wenn das Flugzeug die Blue Skies durchquert, dann bewundere ich entspannt die Wolkenschlösser. Wohl wissend, dass es so gut wie unmöglich ist, eine Pilotenprüfung zu bestehen. This guy is a hero. I am safe. Das ist es wahrscheinlich, was wir wirklich wissen wollen. Am I safe?

Ob in der Schule oder im Flugzeug oder in der Kirche. Am I safe?
Die Frage ist, ob uns die Antwort auf diese Frage, eine Prüfung geben kann.

Don't hurt yourself.
Roots

Don’t hurt yourself.

What have we done to our fair sister
oder:
Will this whole shithouse go down in flames

Unser neues Abendritual: Naturdokus. Es macht solchen Spaß,mit dem Schnuckerteller auf den Knien unter einem Haufen von Decken hervorzulugen und sich die Welt erklären zu lassen. Aktuell: Südseedokus. Faszinierend, wie ausgeklügelt das alles funktioniert! Alles reagiert, entwickelt sich mit und umeinander… 

Leider kommt eine Art meist mehr schlecht als recht dabei weg, und das sind wir. Die letzte Dokumentation hab ich die Hälfte der Zeit zwischen den Fingern hervor geblinzelt; es ging um die Bedrohung des Pazifiks… Schlagartig fühlte ich mich zurückgesetzt in meine Grundschulzeit, als ich zum ersten Mal einen Aufklärungsfilm über die Überfischung der Meere gesehen habe.

Wir haben damals oft Ausflüge in ein kleines Kino gemacht, das extra für uns Dokumentationsfilme vorführte. Diese Ausflüge und eine Kassette  mit Kinderliedern aus den 70ern, mit Hitsongs wie „Das Ozonloch gibt es doch“, stürzten mich in eine Phase tiefer Unsicherheit und dem quälenden Gefühl von Hilflosigkeit. Ich schwor mir, nie wieder Nagellack zu benutzen und auch keinen Fisch zu essen. Ob es die Tatsache war, dass ich das Ozonloch nirgends am Himmel erblicken konnte wenn ich besorgt hinauf spähte, oder meine persönliche Entwicklung mich vom Leid der Welt ablenkte, weiß ich nicht. Jedenfalls ließ meine Verzweiflung nach.

Bis zu der Dokumentation neulich! 99% des Haibestandes ist bereits ausgerottet? Was? Innerhalb von vier Jahren wird es keinen Thunfisch mehr geben? Was? Wenn weiterhin soviel Co2 vom Pazifik aufgenommen wird, übersäuert das Wasser und das erste Glied der Nahrungskette, Plankton kann nicht länger existieren? Was?!

Und wer ist schuld daran? Na toll.

Immer mehr Menschen leben vegan, sind sich sicher, dass nichts den Menschen berechtigt in die Natur einzugreifen, sie auszunutzen. Heute morgen beäugten wir unser Frühstück und fragten uns: welchen Platz nehmen wir in der Nahrungskette ein? Gibt es einen Platz für uns und haben wir ihn irgendwann verlassen? Wann soll das gewesen sein?

Wo zwischen dem täglichen Kampf ums überleben und dem täglichen Gang zum Supermarkt gehören wir hin?

Ich denke ein Sache, die die letzte Zeit mit sich gebracht hat, ist die schleichende Erkenntnis: wir sind nicht getrennt. Wir sind nicht getrennt von der Luft, die uns umgibt. Winzigkleine Atome. Auf der kleinsten Ebene sind wir einfach nur wabernde Wolken aus Zeug. Und alles kann in uns hinein und durch uns hindurch sausen. Wir sind nicht getrennt vom anderen. Lange bevor ich die Wärme deiner Haut spüre, kann ich dich schon auf dem Bildschirm sehen. Wir sind nicht getrennt von Mother Nature. Wie Beyoncé so schön sagt. When you hurt me, you hurt yourself.

Don’t hurt yourself.

Vielleicht lohnt es sich einen anderen Blickwinkel auf uns einzunehmen. Wir sind Ausschlachter und Egoisten. Wir sind Raubtiere, Missgönner und Wegnehmer. Wir sind arschkalte Soziopathen. Been there. Done that.

Aber sind wir auch Masochisten?

Irgendwo hab ich mal gehört, dass Raucher nicht rauchen, obwohl sie wissen, dass es gesundheitsschädlich ist, sonder weil sie wissen dass es gesundheitsschädlich ist. Als eine Form von Selbstbestrafung. Selbstbelohnung, Selbstbestrafung. Irgendwie aneinander gekoppelt in unserer modernen Welt.

(Ich saß neulich neben einer sehr netten Frau am Buffett und wurde Zeuge einer systematischen Selbstverunsicherung. „Oh, die Tiramisu ist ausgezeichnet. Ouu, ich sollte das nicht essen. Ahh, heute mach ich mal ne Ausnahme. Hhhhh, das wird sich alles rächen…“ Es war schmerzhaft anzusehen. In meinem Hirn trudelten Floskeln und Scherze, Ermutigungen und Verwerfungen hin und her, während mir langsam der Schweiß ausbrach. Das Ganze hatte alttestamentarische Ausmaße.)

Und so steht man am Strand, kickt blinzelnd eine alte Shampooflasche hin und her und fragt sich, wie die da hingekommen ist.

 Cut the crap

Gib es zu. Du hast Mist gebaut. Und jetzt schämst du dich in Mutters Schoß zurückzukehren. Und dir anzuhören, dass jeder Mal Fehler macht. Diese verdammte stoische Liebe, mit der uns der Planet bedenkt, ist aber auch schwer auszuhalten.

Was wäre, wenn der Weg zur Versöhnung nicht der Kreuzweg ist, den wir gerne daraus machen; Das stolze Haupt gebeugt, die Knie blutig aufgeschürft: „Ach, ach, ich hoffe alle Mikropartikel aus meinem Facial haben noch nicht das ganze Plankton gekillt.“

Was wäre wenn der Weg zur Versöhnung, der Weg zu sich selbst wäre.
Vielleicht, wenn wir aufhören würden uns zu schämen. Und anfangen würden uns zu lieben, huhuu könnte die ganze Sache einen guten Turn nehmen.

 .

Further suggestions:

SEA SHEPEARD BEACH CLEAN UPS

VEGAN INSPIRATION

TREAT YOUR HEAD RIGHT

IDEAS WORTH SPREADING

Radio

Marken mit Persönlichkeit – Die 12 Archetypen

Wie kommt es, dass wir zu bestimmten Marken ein unverkennbares Gefühl haben? Eine Assoziation, die einfach nicht wegzudenken ist und die wir mit unseren Mitmenschen teilen.

Ich sage Apple, du sagst weiß.            

6
Interessanterweise wird weiß auch begleitet von clean, Ruhe, Konzentration, Eleganz, Effektivität. Und all diese Assoziationen sind verbunden mit einem ganz bestimmten Gefühl, einfach so einem Vibe, den Apple, in dir hervorruft. Deine Assoziationen mögen andere sein, aber Tatsache ist, dass du etwas fühlst, wenn du an Apple denkst. Als hätte Apple…eine Persönlichkeit. Und genau auf dieser Idee beruht dieses System. Okay, genug mit den Kursiven. Let’s get going..

Nehmen wir an, du denkst darüber nach, eine Marke aufzubauen, die eine ähnlich starke Persönlichkeit wie Apple hat. Worauf kommt es an?

Wie funktionieren Assoziationen?

Apple ist nur eins von vielen Beispielen für Marken, die sich Assoziationen zu nutze machen, um in ihrem (potentiellen) Kunden ein Gefühl auszulösen. Einen unverwechselbaren Abdruck zu hinterlassen.

Assoziationen sind eine schwierige Sache. Jeder von uns lebt in einem anderen assoziativen Netz. Je nach Kultur, persönlichem Umfeld und Erfahrungen geben wir Dingen eine andere Bedeutung. Deshalb lohnt es sich, für die Persönlichkeit einer Marke in Archetypen zu denken. Also in Kategorien, die es leichter machen, Assoziationen zu bündeln. Ein Archetyp ist quasi das Aushängeschild für eine ganze Reihe von Eindrücken, Informationen und Gefühlen, die lose miteinander verknüpft sind.

Ähnlich wie bei einem Stereotyp, geht es dabei meistens darum, schnelle Schlüsse über eine bestimmte Person zu machen, über die man wenig Informationen hat. Wer sich jemals in eine Schublade gesteckt oder über einen Kamm geschert gefühlt hat, weiß wie unangenehm sich das anfühlen kann. Das System dahinter funktioniert allerdings faszinierend effizient. Ich sage Minirock du sagst freizügig. Ich sage Brille du sagst klug. Ich sage Gameboy du sagst Nerd.

4Wir machen uns Assoziationen zu nutze, greifen auf einen Pool von Informationen zu, die mehr oder weniger lose miteinander verknüpft sind. Alle Eindrücke denen wir uns aussetzten, werden in diesen Pool geworfen, in das Netz unserer assoziativen Welt eingesponnen.

Meine Tante Marta trägt Miniröcke und sie ist eine Nonne, wird überstimmt von anderen Nonnen, Tanten und Miniröcken. Die meisten Nonnen tragen Kutten, das habe ich auch so gelesen, und im Film taucht auch nie eine Nonne auf, die Miniröcke trägt. Wenn ich so drüber nachdenke, kenne ich nur eine Nonne auf der Welt, die jemals Miniröcke trägt. Sorry Tante Marta.

Wie kann man dieses System nutzen um einer Marke eine Persönlichkeit zu geben, die vielleicht weniger schillernd, aber bestimmt genauso unverwechselbar wie Tante Marta ist?

Der assoziative Spielautomat

Alles was du über Marta weißt, ist dass sie eine Tante ist, die eine Nonne ist die Miniröcke trägt. Aber mit aller Wahrscheinlichkeit hast du bereits ein Gefühl zu ihr. Wenn du an Marta denkst, taucht vor deinem Inneren Auge ein Bild auf. Vielleicht kannst du sogar ihr Gesicht erkennen, weißt wie sie lacht, wie sie geht, wie sie spricht und was ihr Lieblingsessen ist. Irgendwie hat Tante Marta eine Persönlichkeit, die gerade in dir entstanden ist. Aus den einfachen vier Fakten, Tante, Marta, Nonne, Minirock.

Du hast in Sekundenschnelle und wahrscheinlich ohne es zu merken, auf eine riesige Datenbank von Eindrücken zugegriffen. Der Spielautomat landet auf Tante, Marta, Nonne, Minirock und dein Gehirn macht sich an die Arbeit. Und liefert dir – eine Story. Hier Boss, Marta, Tante, 34 Jahre alt, rote Locken, breites Lächeln, fährt einen verbeulten Kleinwagen mit diesen seltsamen Bezügen aus Holzkugeln, die beim Fahren den Rücken massieren. Hat in der 7. Klasse mit Timmie Strohbein im Busch gesessen und geraucht. Als er sie Küssen wollte ist sie zurückgewichen. Konnte den besten Purzelbaum im ganzen Sportverein. Spricht ausgezeichnet spanisch und französisch. Und so weiter und so fort. Und wenn bereits der Duft von Tante Martas Parfum in deiner Nase kitzelt, dann hat die Assoziation gewirkt.

Also geht es um mehr als einen Vibe. Es geht um eine Story.

Und das ist, was eine Persönlichkeit bedeutet. Ein Versprechen, eine Geschichte. Erinnerungen, die du noch gar nicht hast. Klingt kompliziert? Ist es nicht.

Hier sind die zwölf Archetypen.
INNOCENT
safety

Marken mit Persönlichkeit - INNOCENTDas oberste Ziel für diese Persönlichkeit ist es, glücklich zu sein. Whoa – gilt das nicht für alle Persönlichkeiten? Nicht auf die Art und Weise, die es für eine/n INNOCENT bedeutet. Dieser Typ strebt nach Ausgeglichenheit und Ruhe. Nach Vollkommenheit. Marken mit diesem Ziel ermöglichen dir, dein eigenes Paradies zu finden.

Beispiel: HEADSPACE

SAGE
understanding

Marken mit Persönlichkeit - SAGEÜbersetzt bedeutet sage weise, a sage ist ein Weiser. Das sagt viel über die Motivation dieses Persönlichkeitstyps aus. Dieser Archetyp ist fasziniert davon, Dingen auf den Grund zu gehen. Wissen und Wahrheit spielen eine große Rolle für diesen Archetyp. SAGE Marken stellen Informationen bereit, die es dem Nutzer erlauben seinen Horizont zu erweitern und über seine Umwelt zu reflektieren.

Beispiel:  GOOGLE

EXPLORER
freedom

Marken mit Persönlichkeit - EXPLORERDie Kapuze bis zum Anschlag im stürmischen Schneeregen auf dem Weg zum Himalaya oder im Unterhemd auf der Vespa in Italien, der EXPLORER Typ erlebt die Welt, in dem er sie entdeckt. Erlebnisse und Erfahrungen sind die wichtigste Quelle der Inspiration für diese Archetyp. Jede Marke die dem EXPLORER ermöglicht, auf Entdeckungsreise zu gehen, gehört zu dieser Kategorie.

Beispiel: JACK WOLFSKIN

OUTLAW
liberation

Marken mit Persönlichkeit - OUTLAWHigh noon, lässig am Zigarillo kauend, denkt der OUTLAW darüber nach, ob es nicht mal wieder Zeit für einen Aufstand wäre. Dieser Archetyp macht sich nicht viel aus Regeln. Sein Ziel ist es, von Zeit zu Zeit am System zu rütteln, damit die Sache wieder ordentlich in Schwung kommt. Und wen er/sie auch den Ruf eines Einzelgängers hat, so ist das doch etwas, was den OUTLAW zu einem wichtigen Teil der Gesellschaft macht. Und das wissen auch Marken, die sich mit diesem Archetyp identifizieren.

Beispiel: HARLEY DAVIDSON

MAGICIAN
power

Marken mit Persönlichkeit - MAGICIANEs gibt Sachen, die gibts gar nicht. Ob weiße Kaninchen aus Hüten schlüpfen, oder du unterwegs deine Mails checken kannst, der MAGICIAN macht Dinge wirklich, die du vorher nicht für möglich gehalten hättest. Dafür ist es für diesen Typ besonders wichtig, das Schalten und Walten unseres magischen Universums zu untersuchen und  die Vorstellung von dem, was wahr und machbar ist, bis ins Unendliche zu dehnen. Viele Technikmarken haben diesen Archetyp, aber auch in anderen Bereichen des Lebens finden sich MAGICIANS.

Beispiel: APPLE

HERO
mastery

Marken mit Persönlichkeit - HEROJust do it. Marken wie Nike sprechen den HERO in dir an, der weiß, du hast das Zeug dazu ein Held zu sein. Und es gibt nur einen Superman. Deswegen haben Persönlichkeiten dieses Typs einen gesund Sinn für Konkurrenz und Kampfgeist. Das macht diesen Archetyp besonders geeignet für Sportmarken oder jede andere Marke, die in dir ein Motiviationsfeuerwerk zündet und dir dabei hilft, hochgesteckt Ziele zu erreichen.

Beispiel: NIKE

LOVER
intimacy

Marken mit Persönlichkeit - LOVERJa, der Name ist Programm. Für den LOVER dreht sich alles um die Liebe. Und zwar jede Form von Liebe. Nichts lässt das Herz eines LOVERS höher schlagen, als die Aussicht auf eine prickelnde Berührung oder eine liebevolle Umarmung. Dieser Typ genießt das Leben mit allen Sinnen und nutzt jede Gelegenheit um deine Wangen zum Glühen zu bringen. Sei es durch Verführung oder eine aufrichtige Geste der Zuneigung. Marken dieses Typs  erinnern dich daran: All you need is love.

Beispiel: GODIVA CHOCOLATE

JESTER
enjoyment

Marken mit Persönlichkeit - JESTEROkay, okay, wait a minute. wir haben eine wichtige Sache vergessen. Bei all den hochtrabenden Zielen der anderen Typen, was ist mit Lachen? Wo bleibt der Spaß? JESTER sind Stimmungskanonen. Denn wenn man keine Freude am Leben hat, wozu ist es dann gut? Der JESTER nimmt sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe an und Marken dieses Typs knuffen dich augenzwinkernd in die Seite, wenn alles ein bisschen zu  ernst wird.

Beispiel: OLD SPICE

EVERYMAN
belonging

Marken mit Persönlichkeit - EVERYMANWenn man eins und eins zusammenzählt wird einem schnell klar, wir sind alle gleich. Bei all den aufregenden, interessanten, extravaganten und charmanten Unterschieden die wir vorzuweisen haben, haben wir doch im Grunde alle das selbe Ziel. Dazuzugehören. Familie, Freunde und Gemeinschaft sind für den EVERYMAN und auch EVERYWOMAN wichtig. Denn das, was uns gleich macht, verbindet uns auf wunderschöne Weise. EVERYMAN Marken wissen das und helfen uns dabei, die Gemeinsamkeiten zu erleben, die eine große Gemeinschaft ausmacht.

Beispiele: IKEA

CAREGIVER
service

Marken mit Persönlichkeit - CAREGIVERManche Menschen blühen auf, wenn sie jemand anderen helfen können. Das ist ganz einfach ihre Natur. Jenseits davon Martyrer zu sein, haben sie doch einen besonderen heilenden Touch. In ihrer Nähe und mit ihrer Hilfe fühlt man sich bestärkt, umsorgt und behütet. Das ist das Geschenk des CAREGIVERS und die besondere Stärke von Marken dieses Archetyps.

Beispiele: UNICEF

RULER
control

Marken mit Persönlichkeit - RULERSmall talk beiseite und Karten auf den Tisch; es kann nur einen König geben. Und ja, wenn ein RULER das sagt, dann blitzt ein Goldzahn in der Dunkelheit. Man würde RULERN gerne ihrer Autorität entziehen, wenn sie nicht so verdammt gut darin wären. Einfluss, Status und Macht machen diesen Typ unwiderstehlich. Das wissen RULER Marken und krönen dich zum Herrscher über dein eigenes Leben.

Beispiele: ROLEX

CREATOR
innovation

Marken mit Persönlichkeit - CREATORWas passiert, wenn ich anstatt so zu machen, mal hier so und dann versuche das mal andersherum, und dann dies hierhin und das dorthin…boom, das Rad wird neu erfunden. Experimentierfreude und Kreativität sind die Markenzeichen dieses Archetyps. CREATOR sind Erfinder, Bauer und Künstler. Sie basteln Innovationen aus Dingen, die andere nur mit einem Schulterzucken quittieren würden. CREATOR Marken ermöglichen ihren Kunden, ihre einzigartige Perspektive auszuleben und Dinge zu erschaffen, die es vorher nicht gab.

Beispiele: LEGO

Wer will was?

Die zwölf Typen können grob in vier verschiedne Kategorien eingeteilt werden. Das Auswahlkriterium ist hierbei das Kernbedürfnis, dass jedem Typ zu Grunde liegt.

STABILITY & CONTROL

12    10  11

BELONGING & ENJOYMENT

 

7    8   9

RISK & MASTERY

6    4    5

INDEPENDENCE & FULFILLMENT

132

 

 

 

Marken sind Persönlichkeiten

Jeder Archetyp kommt mit seinem eigenen Set von Wünschen und Bedürfnissen. Mit Stärken und Schwächen. Manche Marken verkörpern einen Typ allein, die allermeisten sind ein Mix aus zwei oder mehr Typen. Du wirst sehen, dass sich manche sinnvoll kombinieren lassen um eine starke Persönlichkeit zu bilden.

Auf eine Art und Weise ist es, als würde man einen Charakter für ein Buch oder einen Film entwickeln. Wer erzählt die Geschichte am besten? Wer eignet sich am besten als Held für diese Story. Mit wem fühlt mein Publikum, mit wem kann es sich identifizieren? Von wem kann es sich inspirieren lassen?

Was mir daran gefällt ist, dass der Fokus auf der Geschichte liegt, die du erzählen willst. Auf dem Abenteuer auf das eine Marke den Kunden mitnimmt. Klingt kitschig? ist es auch. Aber wie wäre die Welt, wenn es das iphone nicht gäbe?

Welche Marke, die du kennst hat für dich die stärkste Persönlichkeit? Kannst du einen oder mehrere Archetypen darin erkennen?

Ruhe

Nichts

Ich bin nicht besonders gut darin, nichts zu machen.

Drei Sekunden Entspannung und schon will ich aufstehen, an einer Idee arbeiten, Inspirationen sammeln. Die Konzentration zu haben, nichts zu machen, finde ich wirklich schwer.
In letzter Zeit liege ich oft in meiner Hängematte (Danke Amber!) auf dem Balkon und genieße die Sonne. Aber das nächste Mal wenn ich hinschaue, mache ich schon wieder irgendetwas anderes.

Ich meine, ich schreibe lieber einen Blogeintrag übers Nichtsmachen, anstatt nichts zu machen…

Input und Output zu regulieren, kann ich mittlerweile ganz gut. Aber was ist mit Noput? Leere, Stille, Nichts? Immer öfters stelle ich fest, wie wichtig es ist, Dinge ruhen zu lassen. Wenn ich Musik mache, passiert die meiste Arbeit, wenn ich nichts mache. Dann höre ich mir das Stück nach einer Weile wieder an und weiß, was ich ändern muss. Und auch beim Schreiben. Je länger ich über eine Idee nachdenke, desto unsinniger wird sie. Dann verstricke ich mich, werde zu kompliziert.

Alles aus der Hand zu geben und den Ideen die Möglichkeit zu geben, ihren eigenen Weg zu gehen, fällt mir wirklich schwer. Ich bin zu gerne in control. Aber es ist doch wichtig mal abzuschalten. Sonst hat man irgendwann ein Burnout. Ist mit 25 fertig mit Leben.

Das einzige, das wirklich hilft, sind Filme. Visuell und virtuell beeindruckende Filme. Aber sie müssen spannend sein. Und super gut gemacht. Denn wenn das Drehbuch schwächelt, wenn die Schauspieler nicht ehrlich sind, wenn die Kamera nervt, denke ich die ganze Zeit darüber nach.

Aber ein Film, der die Kontrolle übernimmt, ist ein wahres Wunder. Dann bin ich nur Beifahrer. Zuschauer. Im Grunde nutzlos. Also ohne Aufgabe. Dann kann ich loslassen und genießen. Muss nichts machen.

,Under The Skin‘ ist ein solcher Film. Da bin ich einfach nicht existent, wenn ich zuschaue. Sicherlich, die Lichtreflexe brechen sich in meinen Augen, aber bei mir kommt nur ein weißer, tiefer und unheimlich beruhigender Ton an. Kein Stress, Lenny. Du musst dir keine Gedanken machen. Hier ist alles perfekt.

Fast keine andere Kunstform lässt mich so abschalten wie ein Film. Denn auf einmal wird alles abgerückt von mir. Ich spiele keine Rolle. Jemand anderes hat sich Gedanken gemacht.

Irgendwann werde ich es bestimmt auch ohne Film schaffen. Richtig headspacen. Die Ruhe genießen.

Doch noch ist alles im Rausch.

 

Ruhe

Reiseaufarbeitung

Hihi, ich bin wieder da.

Oder wie es einer meiner Kumpel formulieren würde: „Der temporäre Squadaußenposten Abteilung Südostasien ist zum Headquarter Potsdam erfolgreich zurückgekehrt!“

So oder so. It feels good to be home again!

Ein ausführlicher Bericht über meine Eindrücke in den drei Ländern, die ich bereist hab, kommt bald. Aber erstmal mein versprochenes Update. Was hab ich wirklich gebraucht, was nicht und was hätte ich vorher gern gewusst.

Meine Top 5 genutzten Sachen, ohne die ich aufgeschmissen wäre:

  • Mein Schlafsack Inlett! (Danke Vincent!). Schon klar wenn du Bedbugs  (nicht verwandt und nicht verschwägert mit den Red-Bugs) hast, hast du sie eben. Davor wird dich ein dünnes Stück Stoff auch nicht retten. Aber es gibt genügend Situationen, in denen ich mich einfach nicht in die Hostel Bettwäsche legen wollte. Nicht unbedingt weil die so super eklig war, sondern weil man nach einer Weile einfach eine starke Bindung mit den Sachen in seinem Rucksack aufbaut und lieber in seiner eigenen „Bettwäsche“ schläft. So war es für mich zumindest.
  • Mein Kühlgel für Mückenstiche! Oh ja die Mücken waren da. Und nicht nur die, sondern auch merkwürdige blutsaugende Fliegen und Krabbeltiere aller Art. Der Vorteil ist, man fühlt sich automatisch verbunden mit den anderen Backpackern, deren Beine aussehen, als hätten sie eine Rote-Punkte-Strumpfhose an, und die den Versuch genauso aufgegeben haben, nur noch in langen Stoffhosen rumzulaufen. Embrace the Stiche. Und alle 7 Sekunden Kühlgel drauf! Aber zugegeben ich habe auch eine ungünstige Mischung aus extremer Anfälligkeit für Stechtiere aller Art und fast schon manischer Aufkratzerie mit mangelnder Selbstdisziplin.
  • Mein Ipod! Hach wie ich ihn liebe. Eine Sache, die ich wirklich am Backpacking bzw. Reisen dieser Art schätzen gelernt hab, sind die langen Bus- bzw. Zug- bzw. Mini-Van Fahrten. Die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen, dabei das Marina and the Diamonds Album von vorne bis hinten durchhören (Travel Playlist coming soon!) und so intensiv nachdenken, dass einem die 12h Busfahrt wie eine halbe Stunde vorkommt.
  • Imodium! Ich bin wirklich kein Pillenschlucker. Und hatte auch nicht vor, das im Ausland zu ändern. Trotzdem kommt man bei all den neuen Bakterien, Geschmäckern und Gewürzen nicht drumherum, dass der Magen ab und zu verrücktspielt. Auch da bin ich der Meinung, besser raus als verstopfen. Nur unpraktisch, wenn Übelkeit dazukommt und man gerade in ein Flugzeug von Laos nach Kambodscha steigt. Ich hab es nur dieses eine Mal gebraucht, aber dass ich die Sicherheit hatte, im Notfall schnell was tun zu können, hat mich sehr entspannt. Und ansonsten: Let it flow.
  • Mein Rucksack! Ok der Punkt ist vielleicht ein bisschen offensichtlich. Man will ja nicht gerade mit einer großen Ikeatüte durch Asien reisen. Aber wirklich, dieser Rucksack war das praktischste von allem. Im Vergleich zu den Rucksäcken der anderen war er definitiv am ganz unteren Ende des Größenspektrums (ok es gab auch die Menschen, die wirklich nur mit einem kleinen Eastpack Rucksack gereist sind, aber man muss ja beim ersten mal nicht gleich ohne Sauerstoffflaschen auf den Mount Everest). Aber es hat alles reingepasst. Ich habe so oft Nutzen davon gemacht, dass man ihn sowohl oben als auch vorne aufmachen kann und man nicht immer alles rausrupfen muss, um an den Schal zu kommen, der ganz unten eingequetscht ist, wenn es plötzlich kalt auf dem Boot wird. Er sieht nach all dem Staub, den Kofferräumen, den Tuk-Tuk Fahrten immer noch aus wie neu und ich hab ihn echt lieb gewonnen. Also ja last, but definitiv not least mein kleiner süßer Rucksack.

Und ansonsten hab ich eigentlich echt alles aus meinem Rucksack mindestens einmal gebraucht. Den Karabiner, um Schuhe aussen dranzuhängen (dann hat man wirklich den Backpacker Style complete), die After-Sun-Lotion (ja es wurde gesonnt und es wurde gebrannt), die Nagelschere (auch wenn man knabbert und meint, sie nicht zu brauchen ich sag nur ein Wort: Fußnägel). Ok, das Regencape haben wir nicht gebraucht, aber viel Platz hat es eh nicht weggenommen und das ist wirklich saisonabhängig und 4 Handcremes waren jetzt vielleicht auch nicht so von Nöten. Aber die Augentropfen kamen bei den 4mal6 Stunden Flug sehr gelegen.

Macht euch keine Sorge um Wäsche, es gibt in jeder Stadt, an jeder Ecke einen Laundry Service, der dir deine Wäsche oftmals innerhalb von 8 Stunden wäscht, trocknet, bügelt und faltet für $1 das Kilo. Auch wenn es am Anfang vielleicht etwas Überwindung kostet, 4 seiner 5 T-Shirts in fremde Hände zu geben … nichts geht über das frisch geduscht, frisches T-Shirt Gefühl! Auch Wifi gibt es in jedem Café und jedem Hostel. Ob es schnell ist, ist dann noch mal eine andere Frage, aber zum Mails checken und Headspace aktualisieren, reicht es meistens immer.

 Handtuch hat mir wirklich nicht gefehlt. Fast jedes Hostel hatte eins und wenn nicht, konnte man sich immer eins leihen. Außerdem habe ich auf dem gesamten Trip zweimal Socken angezogen. Und das war auf dem Hin- und Rückflug. Und ja, ich hatte 7 Paar mit. Wenn man bei 40 Grad Hitze mit dem Gedanken spielt, sich die Haare abzurasieren, um mehr Fläche für Wind zu bieten, ist an Socken wirklich nicht zu denken. Also ein Paar, maximal zwei reichen völlig. Sehr dankbar war ich auch für meine Feuchttücher. Als Katzendusche im Nachtbus oder schnelles Händewaschen zwischendurch, wenn es nicht anders geht.

Und am allermeisten … es ist so viel einfacherer als es aussieht und es macht so viel Spaß.

Die Mischung aus täglicher Aktivität und der tiefe Schlaf und die intensiven Träume, die damit einherkommen und grenzenlose Freiheit, tun und lassen zu können, was man will. Ich hab noch nie so spontan in meinem Leben gelebt. Von einem Tag auf den anderen einen Kajaktrip buchen oder ein Motorrad ausleihen (für $4 pro Tag, Führerschein und Helm wird nicht großgeschrieben in Asien). Die tausend kleinen random adventures, sei es das spontane Besteigen eines Berges oder das Entdecken eines Tempels, den man nur findet, wenn man sich in einer unbekannten Stadt verläuft. Es ist herrlich!

Ruhe

Reisevorbereitungen

So,

fünf Wochen Südostasien stehen bevor.

Das erste Mal über drei Wochen weg von zuhause. Das erste Mal Asien. Das erste Mal Backpacking.

Ganz schön aufregend! Auf jeden Fall gibt es superviel Zeug zu organisieren, bevor man sich ins Abenteuer stürzt. Zum Glück ist diese Art von Reisen ein schon viel begangener Trampelpfad und der Wunsch nach Wissensaustausch bei allen sehr groß. Wie abgefahren, dass man sich nicht mehr auf alte verstaubte Reiseführer verlassen muss und in so kurzer Zeit, so viele Informationen aus unterschiedlichen Quellen ziehen kann. Verschiedene Reisestile erkunden, bis man seinen eigenen kreiert. Das Internet in Hochform.

Und weil es am Anfang einer Reise wirklich sehr überwältigend sein kann, was es alles zu erledigen gibt und man am Ende doch alles supereasy schafft, dacht ich, ich schreib mal meine Tips auf. Als kompletter Neuling vor dem Antritt einer Reise.

Schritt 1: Ziel raussuchen. Pinterest Fotos angucken. Mit Freunden quatschen. Budget festlegen. (Bei kleinerem Budget empfiehlt sich Asien einfach hervorragend). Vorfreude.

*Uns hat total geholfen, uns für fünf Wochen Asien, fünf Ziele rauszusuchen, die wir in den drei Ländern, die wir bereisen, sehen wollen. Daraus hat sich eine grobe Route ergeben. Zu viel ist einfach zu überwältigend. Und ich denke lieber mehrmals fahren, statt durchhetzen und nichts richtig sehen.

Schritt 2: Zeitraum festlegen. Flüge buchen. – Ich habe das mit dem Reisebüro Sta-Travel gemacht die sich auf Jugendreisen spezialisiert haben. Bis 25 kriegt man einen dicken Jugendrabatt und die Beratung ist echt super. Nur zu empfehlen. Natürlich hängt der Zeitraum auch vom Reiseziel ab. Im Mai ist es in Asien für Europäer fast schon unerträglich heiß und im Juni beginnt dann schon die Monsunzeit.

Schritt 3: Versicherungen! Zum Glück kann man das bei Sta-Travel gleich alles mitbuchen. Hab ich auch gemacht mit der Reiserücktrittversicherung. Krankenversicherung für Leute, die bei der TK sind … da kann man supereasy online über ENVIVAS für neun Euro eine Jahresauslandversicherung abschließen, die echt alles abdeckt. Ausfüllen, drei Tage später Bestätigung im Briefkasten. Total einfach. Geht aber wie gesagt auch bei Sta-Travel.

Schritt 4: Auslandskreditkarte. Diese möglichst rechtzeitig beantragen. Wer bei der deutschen Post ist, kann sich kostenlos eine Zusatz- Sparbuchkarte machen, mit der man zehnmal kostenlos im Ausland abheben kann. Bei der Sparkasse FullSizeRendergeht so etwas nicht. Dann lieber zur DBK gehen. Aber die brauchen vier Wochen, um ein Konto zu eröffnen. Sonst halt zähneknirschend die fünf Euro Abhebegebühren in Kauf nehmen.

Schritt 5: Impfungen! Für Thailand, Kambodscha und Laos gibt es jeweils nur Empfehlungen (Hepatitis A und B, Gelbsucht…) aber einen Nachweis braucht man nicht.

Schritt 6: Rucksack! Ich zumindest hatte noch keinen und wollte mir für Festivals etc. sowieso mal einen holen. Da einfach zu Aussteiger gehen. Die Beratung war der Hammer. Im Internet hat der Rucksack vier Euro weniger gekostet, dafür war die Beratung unbezahlbar. Mein Rucksack ist der Lowe Alpine Airzone Frauenrucksack mit 33 bis 40 Litern.

Schritt 7: Passbilder nicht vergessen für Visum etc. Checken, ob der Reisepass noch drei Monate gültig ist!!!

Schritt 8: Sachen einkaufen. Wie Reiseapotheke, Waschseife etc. alles was man nicht im Ausland kaufen möchte. Wir haben uns mit einem Kumpel unterhalten, der gerade von zweieinhalb Monaten Asien wiedergekommen ist. Er hat uns auch noch super Tips gegeben. Kein Reisehandtuch, sondern ein sogenanntes Sarong vor Ort kaufen. Trocknet schneller, kann auch als Decke benutzt werden und stinkt vor allem nicht. Dann empfiehlt er noch ein Schlafsack-Inlett, falls das Bett im Hostel dann doch nicht so angenehm ist. Mückennetz eher ungünstig, weil man es in den meisten Fällen eh nicht über dem Bett aufhängen kann oder es sonst schon eins gibt. Kleines Vorhängeschloss für die Safes in Hostels für Wertsachen etc. sollte man mitnehmen oder da kaufen. Und ansonsten, sich nicht zu viele Gedanken machen.

Optional: Zimmer picobello aufräumen (das mach ich aber vor jeder Reise), Abschiedsabende planen,  Blogbeiträge vorschreiben, Headspace Sessions downloaden …

Ich bin schon supergespannt und aufgeregt und freue mich wie ein Hefeklops!

Natürlich melde ich mich nach meiner Reise, was ich alles wirklich gebraucht hab, was man weglassen kann, worauf man achten sollte und mit ganz vielen Fotos!!

 

 

Ruhe

Meditation

Am allerbesten schlafe ich in einem frisch aufgeräumten Zimmer mit frischer (vorzugsweise weißer) Bettwäsche nach einem aktiven, erlebnisreichen Tag.

Geht, denk ich, jedem so.

Wenn also mein Umfeld sauber und mein Körper erschöpft ist.

Aber die Gedanken, die ich den Tag über hatte, die Eindrücke, sind immer noch verwurschtelt und unsortiert in meinem Kopf, als ob ich zwar meine Klamotten aufgehoben, aber sie nur in den Schrank gestopft hätte.

Also Meditation. Um nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere zu reinigen. Macht ja Sinn.

Und die erste Meditation nach monatelanger Pause war wie das erste Mal Laufen gehen, nach Monaten ohne Sport und Tonnen von italienischer Pasta.

Aber genauso wie ich nach ein zwei Wochen wieder in meinem normalen Laufrhythmus war, hat sich auch mein Geist schneller beruhigt.

Und dann kann ich so richtig gut schlafen.

Für den, der sie noch nicht kennt … checkt doch mal die App „Headspace“ aus.

Ich weiß kommt ein wenig unromantisch rüber eine App zum Meditieren aber sie funktioniert wirklich gut. Ist total liebevoll gemacht und supergut für „Anfänger“