Rausch

Festivals

24. Juli 2016

Sommer … die Zeit der Festivals!

Festivals sind eigenartig. Eine tempöräre Wohngemeinschaft von tausend, sich unbekannten Leuten, die gemeinsam tanzen, feiern und jegliches Zeitgefühl verlieren. Nach drei Tagen kennt man den Weg durch die Zeltstadt, zu seinem eigenen Zelt, als ob man ihn schon sein Leben lang läuft. Man lernt sich selbst und seine Freunde in einem ganz neuen Licht kennen. Ah, so bist du also wirklich mit absoluten Schlafmangel.

Was ich an Festivals liebe:

  • Lauf rum wie du willst. Aber wirklich! Ob Jeans und T-Shirt oder Sommerkleid, Bandana, Indianerbemalung, dein Lieblings Kuh-Onesie oder Glitzer-Zylinder. Alle fallen auf und dadurch entsteht eine angenehme Einheitlichkeit.

 

  • Die random Begegnungen. Nirgendwo ist es so leicht 2 Minuten Freundschaften zu haben, wie auf einem Festival. Ein Wanderer auf der Suche nach seinem Zelt, kommt an deinem Pavilion vorbei und ihr habt 5 Minuten ein intensives Gespräch über die Suche nach dem richtigen Weg im Leben und warum es manchmal ratsam ist stehenzubleiben und sich zu sammeln. (Ja zugegeben Alkohol und andere Substanzen spielen da auch eine Rolle, aber im Gegensatz zum Club, wird man auf Festivals richtig heimisch!) Ihr seid zwar Nachbarn, aber das ihr euch wieder seht ist sehr unwahrscheinlich.

 

  • Man merkt das es geht. Dieser Punkt ist sozusagen ein Hass/Liebe Punkt für mich. Festivals sind Back to the Roots. Obwohl ich glaube das wir bei unseren Roots nicht ein 10tel von dem Müll produziert haben, wie auf einem Festival. Aber man merkt das es geht, drei Tage minimale Körperhygiene zu haben, ständig und nie zu essen und zwei Stunden am Tag zu schlafen. Wir laufen mit dreckigen Füßen und braunen Gesichtern, mit unseren Rucksäcken auf dem Rücken und Resten von Glitzer am Körper die Straße lang. Obdachlos oder vom Festival? Im Sommer ist das manchmal schwer auseinanderzuhalten.

 

  • Die tausend Insider die entstehen. Ein Beispiel: „Der Schmal ist sehr Grad auf dem Raclette Floor, wir sollten umprovisieren!“ oder „Ellen … Ellen … Ellllleeeeeeeenn!!“

 

  • Die Dusche danach! Das Einsteigen ins sein kuscheliges sauberes Bett! Ohne betrunkene Menschen, die halb auf dein Zelt fallen. Das Wummern noch in den Ohren schläft man wie ein Baby. Ich liebe Festivals, aber ich liebe es auch wenn sie vorbei sind!

 

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