Tierfilm David Attenborough
Roots

Kastanien-Doku

Als Erstes muss ich ein großes Danke an Isa und Lukas ausrichten. Schon lange haben sie von den David Attenborough Dokumentationen auf Netflix geschwärmt. Und auch wenn ich Tierdokus sehr gerne mag, bin ich in letzer Zeit einfach nicht dazu gekommen, eine anzusehen. Vor ein paar Tagen haben wir dann aber die erste Folge von Unbekanntes Afrika geschaut. Eine Serie über die Tierwelt Afrikas, kommentiert von David Attenborough, einem der bekanntesten Naturfilmer Englands, der übrigens auch die Serie Planet Erde moderiert, die seit mehreren Jahre die best bewerteteste Serie auf IMDb ist.

Wenn man ein paar Jahre lang keine Tier-Doku mehr gesehen hat, oder maximal ein paar N24 Aufnahmen kennt, dann sollte man sich auf jeden Fall ansehen, was diese Serien zeigen. Es ist schlichtweg gewaltig.
Die Kameras sind überall und zeigen alles. Und dennoch schafft es, die Serie den schmalen Grad aus Objektivität und Subjektivität zu gehen. Man fühlt sich verbunden, greift aber nicht ein.
Und es ist natürlich super interessant.

Die Serie und der anbrechende Frühling haben mich dann an eine Idee erinnert, die ich schon als kleines Kind hatte. Mittlerweile wohne ich ja nicht mehr zu Hause, aber im Hof meiner Eltern steht eine riesige Kastanie. Vom Balkon aus sieht man sie super. Diese Kastanie ist eine enorme Vogelstadt. Verschiedenste Arten von Vögeln scheinen dort zu wohnen. Immer wieder sieht man sie aus dem Baum flitzen, nur um kurz darauf mit Essen oder Ästen wieder zu kommen. Da ich einige Zeit mit einem Fenster zum Hof gewohnt habe, bin ich oft morgens von den Geräuschen aus dem Baum geweckt geworden. Der ganze Hof ist dann erfüllt von dem Geschnatter der Tiere. Im Winter, wenn die Äste leer sind, ist der Baum verlassen. Aber jetzt im Frühling hört man den Trubel von hunderten von Vögeln jeglicher Art.

Schon immer habe ich davon geträumt, dort mit einer Kamera Aufnahmen von den Vögeln zu machen. Hinter die Wand aus Blättern zu schauen. Zu sehen was da so vor sich geht.

Man könnte so viele tolle Geschichten erzählen. Über Rivalität, Zweisamkeit, Familien, Freunde, Verwandte, Streit und Liebe. Damals gab es allerdings noch keine GoPros, keine Drohnen oder iPhones. Man hätte mit einer Schulterkamera auf den Baum klettern müssen, nur um dann stundenlang zu warten bis die verscheuchten Vögel wiederkommen.

Mittlerweile ist der Traum durch die technischen Mittel viel näher gekommen.
Man könnte funkgesteuerte GoPros an interessanten Stellen platzieren und mit kleinen Drohnen um die Baumspitze kreisen. Die Objektive sind besser und mittlerweile kann man sogar fast ohne Probleme bei Nacht filmen.

Doch eine Sache steht dem Ganzen noch im Weg. Ich habe überhaupt keine Ahnung von Vögeln.

Wo muss man die Kameras hinstellen, um interessante Aufnahmen zu bekommen? Was sind die Geschichten, die man in einem solchen Baum erzählen kann? Wie funktioniert das Zusammenleben so vieler Vögel (und Insekten)?

Denn das macht Serien wie Unbekanntes Afrika so unfassbar spannend. Man ist immer da, wo es etwas zu sehen gibt. Die Naturfilmer folgen den Tieren, sind aber gleichzeitig immer einen Schritt voraus. Was dadurch entsteht, sind atemberaubende Aufnahmen, die nicht nur lehrreich, sondern auch faszinierend sind. Und jedem, der mal eine riesige Welle an inspirierender Natur braucht, dem kann ich David Attenborough nur wärmstens ans Herz legen.

Und wer weiß, vielleicht finde ich ja auch irgendwann meinen David Attenborough.
Dann könnt ihr euch auf Netflix die faszinierende Kastanien-Doku anschauen.

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1 Kommentar

  • Antworten Isabel 15. April 2016 zu 18:01

    Oh yeah, die würde ich gucken!

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