Rausch

Stolzenhagen

Vor ein paar Wochen war ich mit der Theatergruppe Taràntula auf dem Gut Ponderosa im Wunderschönen Stolzenhagen.

Um es kurz zu erklären: Taràntula ist eine Theatergruppe des Okevs (Offener Kunstverein Potsdams), die 2005 von Ulrike Schlue gegründet wurde.

Wir sind so ca. 25 Jugendliche, jung, frisch und wir arbeiten sogar Sonntags.

Und es gibt zwei Arten, dieses Probenwochenende zu beschreiben.

„Mein Herz geht grad so auf“ oder „Mein Herz wird grad voll“

Das Glas Halbleer oder Halbvoll? Auf jedenfall wunderbar.

Dreimal am Tag gab es superleckeres vegetarisches Essen.

Dazwischen wurden am Klavier und mit Gitarre Lieder mit sehr tiefgründigem Text gedichtet, die dann für den Rest des Tages über das ganze Gelände und aus den tiefsten Ecken dröhnten.

Geschlafen wurde auf dem Dachboden auf Matratzen.

Und die Wörter Sleeping-Station und Schweinehaufen beschreiben die allgemeine Schlafsituation ganz gut.

Obwohl – zugegeben – eh nicht so viel geschlafen wurde.

Um neun ging es nämlich jeden Tag mehr oder weniger munter mit den Proben los.

Stückentwicklung, Charakter ANALyse, Improvisation und natürlich der brutale Frühsport.

Am Samstag war auf dem Gelände ein afrikanischer Markt und in der Nacht wurde erst getanzt und dann am Lagerfeuer gesessen.

Und wenn ich mal so ganz ehrlich bin, möchte ich später so leben.

In einem Steinhaus mit offener Wohnküche.

Einer Sofalandschaft unterm Glasdach, auf der sich bei Regen alle wie Würmer zusammen kuscheln.

Mit einer großen Tafel an dem jeden Tag zusammen gegessen wird. (Und ja wir hatten unsere eigene Interpretation eines Tischgebets und es wurde nicht AUF-gegessen bis es nicht gesagt wurde.)

Beamerabende mit künstlerischen Filmen, für die man einfach hundert sein muss, um sie zu verstehen.

Jede Nacht neben meinen besten Freunden pennen und morgens mit dem stärksten Kaffee in Deutschland geweckt werden.

Also lass mal ne Kommune gründen bitte …

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Die tollen Fotos sind von der verrückt talentierten Angélique.

Ich finde sie fangen die Stimmung so gut ein.

Also checkt mal ihre Website aus à http://respire-a-linterieur.jimdo.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

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1 Kommentar

  • Antworten Landkommune - Redbug Home 1. Juli 2015 zu 16:51

    […] Amber, dein Beitrag über Stolzenhagen hat mich doch daran erinnert, dass uns damals in den 70ern auch vorschwebte aufs Land zu ziehen. […]

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