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Making Of – The Queen

Zu beiden Folgen über die Queen aus Lennys Webserie From the Land of Myth & Mist habe ich eine besondere Beziehung, da ich bei beiden Drehs zum einen nicht nur dabei war, sondern wir zum anderen auch gleichzeitig Buchtrailer zu  meinem Buch THE WORLD (coming 23. September 2016) gedreht haben. Und da Lenny morgen, am 21. August 2016, die zweite Queen-Folge präsentiert, dachte ich mir, es ist der beste Moment für ein Making Of.

the Queen the queen

Introducing the Queen

Introducing the Queen ist schon länger online, aber die Dreharbeiten gehören zu den spektakulärsten aller Myth & Mist Folgen, da wir den Heilstätten in Beelitz gedreht haben. Die ganze Atmosphäre, alles war schon Myth & Mist. Der Nebel, als wir am Morgen dort ankamen, die alten Gebäude, die verwaschenen Farben und die Dunkelheit in den Innenräumen, da es kein künstliches Licht gab. Im Grunde war alles schon da, der ganze Myth & Mist Spirit.

aQueen7

Während wir für THE WORLD  das ganze Hauptgebäude als location benutzt haben, hat Lenny sich dafür entschieden, „nur“ den großen Saal zu nutzen. Typisch, minimal, stylisch. Das große Rosettenfenster und sonst nur  … Raum. Und der Stuhl natürlich, auf dem die Queen (Isabel) Platz nimmt und das Schwert, als Zeichen ihrer Herrschaft. Wenige Symbole, wenig Farbe, wenig Bewegung, wenig Spiel.the Queen

Und wenn die Kamera auf die Queen zufährt, dann ist man selbst in der Rolle des Messengers, der keine gute Nachricht überbringt. Wie wird die Königin reagieren? Nicht gut, so viel ist klar. Und doch ist in diesem ersten Video alles noch ganz beherrscht.

As The Queen Surrenders

Ortswechsel an die Location für den zweiten Queen-Teil, in den Ballraum eines echten kleinen Landschlosses mit einem Blick auf eine wunderschöne royale Gartenarchitektur. Ein Ausblick, den Lenny erst einmal komplett verbarrikadiert hat. Rollläden zu, wir brauchen nur wenig Licht. Okay. Was ich zuerst schade fand, hat dem Film aber gut getan, der eine kleine und sehr intime Studie geworden ist. Die Queen, absolut grandios von Isabel gespielt, jagt einem nun, ohne Schwert und Thron, noch mehr Angst ein als zuvor. Kein Licht, keine Erkenntnis, und der Wahnsinn bahnt sich seinen Weg.

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Das bisschen Licht, das noch in den Raum fällt, wird genutzt, und die Birnen des Kronleuchters, die ein warmes und diffuses Licht erzeugen und den Raum in eine neue Farbe tauchen. Gold.

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Wie immer bin ich erstaunt, wie genau Lenny weiß, was er will. Wie genau er bekommt, was er will, und Isabel schließlich so laut schreit, dass der Gärtner des royalen  Anwesens nun ganz sicher ist, dass hier ein paar Verrückte etwas ganz Verrücktes machen. Jep. Und die Queen geht voran.

Postproduktion

Weil wir ein kleines Team sind, wird alles irgendwie selbst gemacht und Lenny schwört zum x-ten Mal, sich demnächst in jedem Department Hilfe zu holen. Jetzt muss er noch das Rasiermesser mit Blut beschmieren.

Queen-4       the queen

Wie schnell das Team größer werden würde, hätten wir wohl alle nicht gedacht, aber davon erzähle ich ein anderes Mal mehr. Und natürlich sind die Dreharbeiten auch nur ein kleiner Teil des gesamten Making Of. Drehtage: ein Tag, Postproduktion … gefühlt sechs Monate. Schnitt, after effects, colour correction, Musik. Alles auch hauptsächlich Lenny. Am Ende frage ich mich, ob ich wirklich bei diesen Filmen dabei war? Irgendwie nicht. Den diese Filme kommen direkt aus Lennys Kopf. Und das ist es, was ich an der Kunst so liebe: Etwas entsteht, das noch nie vorher da war. Niemand vorher so gemacht hat, niemand vorher so gesehen hat.

Ihr könnt die Filme hier anschauen:

Folge: The Queen on YouTube ab sofort

Folge: As the Queen Surrenders ab 21. August auf YouTube.

Rituale
Roots

Oscars // Ritual

Es gibt ein paar Rituale unter den Red Bug Homies.

Das Weihnachtsfest mit großem Tannenbaum oder das traditionelle Hörnchenessen am Neujahrstag. Auch die gemeinsame Oscarnacht gehört seit Jahren zu den festen Terminen. Wieso eigentlich?

Ich kann mich nicht erinnern, mir vorher jemals, eine Nacht um die Ohren gehauen zu haben, um mir Promis auf der Bühne anzusehen, die sich gegenseitig beglückwünschen. Schon als die jungen Homies noch zur Grundschule gingen, lagen sie in ihre Bettdecken gekuschelt die ganze Nacht vor dem Fernseher. Meist wurde es schon hell, bevor sie dann für ein/zwei Stunden schlafen gingen und dann – auf eigenen Wunsch – trotzdem noch pünktlich zur Schule.

Die Kids haben es immer geliebt. Natürlich! Das lange Aufbleiben. Aber ehrlich gesagt, durften unsere Kids immer so lange aufbleiben, wie sie wollten. Ich erinnere mich, dass ich sie einmal zur Schule wecken wollte und sie waren noch wach, hatten die ganze Nacht durchgelesen. So what? Der Glamour vielleicht? Der rote Teppich, die Prinzessinnenkleider, die stattlichen Smokings? Die Musik. Der Glimmer und das Gold?

Seltsam nur, dass jetzt, wo alle drei selbst erfolgreich im Filmgeschäft sind, der Glamourpart des Business’, Premieren, Partys und rote Teppiche für sie gar nicht so interessant ist.

Was ist es also? Natürlich ist es eine Riesenshow. Ich glaube aber, es ist das, was unter dem Glitzer die ganze Zeit hervorscheint. Das, worum es eigentlich geht. Um Menschen, die mit all ihrer Kraft, ihre Leidenschaft leben. Ernsthaft künstlerisch arbeiten. Gute Geschichten erzählen. Menschen berühren. Die Welt besser machen.

In dieser Nacht hat es niemand besser gesagt als Pete Docter, einer der Macher von Inside out, in seiner Dankesrede: „Anyone out there who’s in junior high, high school, suffering, there are days you’re going to feel sad, you’re going to feel angry, you’re going to feel scared — that’s nothing you can choose. But you can make stuff. Make film, draw, write. It’ll make a world of difference.“

Genau das ist es, was die Kids gespürt haben, aufgesaugt haben, schon immer gewusst haben. Das ist Red Bug Home.

Weihnachten ist für die Familie.

Zu Neujahrshörnchen sind alle Freunde eingeladen.

Die Oscarnacht ist eine Red Bug Affair.

 

 

 

 

Oscar // Praise
Radio

Oscars // Praise

Heute ist es wieder soweit! Bauschende Röcke schieben sich zwischen neben Lackschuhen über den roten Teppich, auf dem blitzenden Weg zum Dolby Theatre! Und wir wuseln aufgeregt mit Snacks und Tee hin und her, rücken die Sofas, soll ich gleich meine Bettdecke mitnehmen? Denn das wird eine lange Nacht.

Mit Lob ist das ja so eine Sache. Es ist wunderschön, wenn jemand anderem gefällt, was du gemacht hast. Es ist definitiv toll, gewertschätzt zu werden, in dem man bezahlt wird. Und Preise zu bekommen, setzt dem ganzen dann noch eine Krone auf.

Trotzdem fragt man sich, ist das nicht total Mainstream? Irgendwie konservativ und systemkonform? Sich diesem ganzen Spektakel hinzugeben? Arbeit die von Herzen kommt, mit so einer albernen Statue zu belohnen, als würde das irgendeinen Unterschied machen?

Macht es einen Unterschied?

Ich glaube, es ist ein aufrichtiges Bedürfnis jemandem seine Wertschätzung zu vermitteln, wenn einem die Arbeit des anderen etwas bedeutet.
Deshalb macht es Spaß zu sehen, wie der Filmemacher einen Preis erhält, für den Film, der sich an den Kinositz gefesselt hat. Deswegen macht es Spaß, sich die kleinen Twists uns Turns anzuhören, die in einer guten Dankesrede stecken können. Und die, selbst in so einem hyperglamourösen Kontext, die Filmindustrie beeinflussen und verbessern können. Deswegen macht es Spaß, darüber zu diskutieren, wieso weshalb und warum man findet das ein Film einen Oscar verdient hat oder nicht.

Und wenn man all sein Herzblut, all seine Kraft und Energie in eine schöne Arbeit gesteckt hat, dann darf man sich feiern lassen. Und mitfeiern!

Auf die diesjährigen Dankesreden bin ich besonders gespannt. Wer nutzt die zwei Minuten im Spotlight wofür? Für mich ist das immer ein besonderer Moment, der wenn er richtig genutzt wird eine unglaubliche Power entwickeln kann.

Dann macht es einen Unterschied. Und da lohnt es sich dabei zu sein.

 

Welchem Film würdest du dieses Jahr einen Oscar verleihen und wofür?

Simultane Veröffentlichung
Radio

Simultaneous release

Am 16. Oktober 2015 kam  Cary Joji Fukanagas Film Beast of No Nation ins Kino. Natürlich war damit zu rechnen, dass die kontroverse Geschichte über einen Kindersoldaten viel Aufruhr bringen wird. Dass der Aufruhr dann aber gar nichts mit dem Thema selber zu tun hat, war eine Überraschung.

So hat zum Beispiel der Fakt, dass Idris Elba nicht für einen Academy Award nominiert wurde, maßgeblich zum Oscar-Boykott beigetragen. Dass dieser Mangel an Respekt aber wahrscheinlich gar nichts mit Idris’ Hautfarbe, sondern der Art und Weise wie der Film veröffentlicht wurde zu tun hat, ist die zweite Welle von Aufruhr, die dieser Film mit sich brachte.

,Beast of No Nation‘ wurde nämlich zeitgleich im Kino und online auf Netflix veröffentlicht. Ein Prinzip, das schon einige Filme vorher probiert haben und das als Simultaneous Release bezeichnet wird.

Aufgrund der Unterschreitung der 90-Tage Wartezeit bis zur DVD Veröffentlichung haben die vier größten amerikanischen Kinoketten den Film dann schlichtweg boykottiert, was dazu führte, dass man ,Beast of No Nation‘ nur in ausgewählten Sälen sehen konnte.

Sicherlich, während Netflix die Bedürfnisse des Konsumenten in den Vordergrund stellt, versuchen Kinobetreiber den spürbar sterbenden Trend des Kinos aufrecht zu erhalten. Doch ist die Verhinderung neuartiger Veröffentlichungsmethoden wirklich die richtige Art?

Mit der Diskussion um die Zeitfrist reduzieren Kinos ihren Wert einzig und allein auf die exklusive Frühausstrahlung. Doch ist das wirklich der Grund, warum wir ins Kino gehen? Ob geplant oder nicht, die meisten Filme kann man mittlerweile eh online schauen. Und das teilweise sogar vor Kinostart.

Wenn Kinobetreiber also darauf bestehen, den Film als erstes zeigen zu dürfen, degradieren sie meiner Meinung nach ihren eigenen Wert. Beim Kino geht es doch um was ganz anderes!

Die große Leinwand, die warmen Sitze, der hervorragende Sound und vor allem, dass man mit einem Haufen Menschen ein gemeinsames Erlebnis hat.

Wenn man sich Interviews der Hateful8 Darsteller anschaut, dann hört man eines von allen: es ist ein absoluter Genuss, den Film mit einem Publikum zu sehen. Eine Gruppe von Menschen, die zusammenfährt, lacht, erleichtert ist. Es ist eine Erfahrung, die über den Film hinausgeht.

Denn wenn man nun die Wahl hat, zeitgleich einen Film entweder im Kino oder zu Hause zu sehen, dann werden einem die Unterschiede doch ganz deutlich. Und das heißt nicht, das eins davon besser oder schlechter ist. Nur halt anders.

Und mit genau diesem Unterschied sollten Kinobetreiber werben. Billigere Tickets, damit die Säle voll sind, Cafés direkt im Kino, um danach über den Film reden zu können, auch mal Filme zeigen, die schon lange auf DVD erschienen sind.  Zwanghaft zu versuchen an seinen alten Prioritäten zu klammern, führt eh nur in den Abgrund. It’s a changing world. Und das Kino muss sich mit ändern. Und das nicht einmal zum Schlechteren.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Wechsel im Marketing der Kinos, eine ganz neue Filmkultur initiieren könnte. Sehen und gesehen werden. Diskutieren. Zusammen sein. All die Dinge die Zuhause vielleicht zu kurz kommen.

Noch ist Reden während des Films nicht erwünscht, aber ist Kino nicht ein Gemeinschaftssport?

Die Filme habe ich auf Netflix, den Beamer im Wohnzimmer und fürs Popcorn gibt es den PopcornLoop.
Aber das Erlebnis, mit 20, 50, 100 fremden Menschen einen Film zu sehen, zu spüren wie meine eigene Stimmung in der Stimmung des Saals aufgeht, das bekomme ich doch nur im Kino.

Kino muss also nicht sterben. Es muss sich nur ändern.
Und ich freue mich drauf!

 

Radio

MAD MAX

Es ist mal wieder soweit. Die Oscars stehen vor der Tür und  damit ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um das letzte Filmjahr Revue passieren zu lassen. 2015 gab es viele große Actionfilme, erfolgreiche Sequels und nette Indie-Filme.

Doch mein Favorit 2015 ist definitiv Mad Max.

Ein waghalsiger Film, der einem das Gefühl vermittelt, mit einem Fuß in der Zukunft zu stehen.

Doch was ist, wenn ich euch sage, dass die Idee gar nicht so neu ist? Wenn ich sage, dass George Miller sich mit Mad Max auf ein uraltes Rezept gestützt hat?

Eine rasante Verfolgungsjagd, atemberaubende Stunts, der präzise Einsatz von Spezialeffekten, ein schweigsamer Hauptcharakter und eine mutige Partnerin.

Das alles hat einer der berühmtesten Filmikonen bereits vor einer Ewigkeit verwirklicht. 1926 um genau zu sein. Die Rede ist natürlich von Buster Keaton und seinem Film The General. Ihr glaubt mir nicht?

Na dann Vergleichen wir mal.

In The General spielt Buster Keaton einen (unabsichtlichen) Kriegsverweigerer, der durch Zufall im Alleingang eine Gruppe Saboteure mit einer Lokomotive verfolgt.

Wenn auch mit etwas mehr Absicht, ist Max ebenfalls Außenseiter eines Kriegssystems und wird trotzdem per Zufall in eine Verfolgungsjagd, diesmal mit Autos, verwickelt.

The General spielt sich von nun an fast ausschließlich in Bewegung ab. Was Keaton mehr als einmal in gefährliche Situationen auf der Lokomotive bringt. Seine Stunts – alle selbstgemacht.

Bekanntlich ist auch Mad Max ein Verfolgungs-Road-Movie, in dem Tom Hardy ebenfalls mehrmals auf einem Gefährt in Gefahr gebracht wird. Und auch Mad Max wird zurecht für seine geniale Stuntarbeit gefeiert.

Als Keaton seine große Liebe aus den Händen der Saboteure befreien kann, bilden die beiden ein ungleiches, aber trotzdem funktionierendes Team an der Lokomotive. Und auch Hardy und Theron stehen sich das ein oder andere Mal im Weg, schaffen es aber trotzdem, immer wieder gemeinsam einen Plan zu machen.

Mit seiner Liebe an Board macht sich Keaton in The General schon bald auf den Rückweg. Doch nun wird er von den Saboteuren verfolgt. Der Spieß dreht sich um, und die Verfolgungsjagd geht in die entgegengesetzte Richtung weiter.

Muss ich noch mehr sagen? Die Mad Max Truppe stellt fest, dass sie in eine Sackgasse gefahren ist und tritt den Rückweg an, was eine rasante Verfolgungsjagd in entgegengesetzte Richtung zur Folge hat.

Ich könnte hier nun noch eine ganze Weile weiterschreiben, aber bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte, also habe ich mal ein paar Vergleiche herausgesucht:

 

Max_1       general_1

max_2       general_2

max_4       general_4

max_3       general_3

max_6       genereal_6

Ja und auch hier könnte ich ewig weiter machen. Aber genau das ist für mich der Grund, warum Mad Max einer der besten Filme der letzten Jahre ist. George Miller hat von den ganz Großen abgeschaut. Bewährtes behalten und Neues hinzugefügt. Entstanden ist ein Film, der die Vergangenheit ehrt, die Gegenwart fordert und die Zukunft erreicht. Mein absoluter Favorit!

Chris Pratt
Radio

Chris Pratt

Chris Pratt ist ein Meister der Affirmation. Und ich schaue ihm unheimlich gerne zu. Auf seine gelassene, offene Art, hat er sich quasi über Nacht zum größten Action-Star des letzten Jahres gemacht.

Aber ich glaube ich muss etwas weiter ausholen.

Denn wenn sich der Kreis schließen soll, müssen wir erst mit einem anderen Chris beginnen. Chris Evans.

Ist es nicht interessant dabei zuzusehen, was die Avengers-Stars in ihren Marvel-Pausen machen? Wie sie mit ihrem Ruhm umgehen, was für Projekte sie auswählen.
In solchen Entscheidungen spiegelt sich so viel Persönlichkeit wieder.

So nutzt Scarlett Johansson ihre Marvel-Pause um in Jon Favreaus netter Komödie ,Kiss The Cook’, oder dem Sci-Fi Thriller ,Under The Skin’ mitzuspielen, während Chris Evans nach ,Captain America’ seine frei Zeit in die seichte Komödie ,What’s your Number?’ investiert.

Doch auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Charakterschwäche scheint, hat Chris Evans mit diesem Projekt wahrscheinlich Filmgeschichte geschrieben.

In ,Whats Your Number’ spielt Chris Evans den attraktiven Nachbar und späteres Loveinterest von Hauptdarstellerin Anna Faris, die all ihre Ex-Männer abklappert um unter ihnen doch noch ihren Traummann zu finden. Anna Faris kennen wir alle aus ‚Scary Movie’.
Zufälligerweise ist Anna Faris mit Chris Pratt verheiratet.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund aus dem Chris Pratt ebenfalls eine Nebenrolle in „Whats Your Number“ gespielt hat. Als einer der schrecklichen Ex-Freunde.

In einem Interview wurde Pratt dann gefragt, wie es für ihn war, am Set zu sein und dabei zuzuschauen wie seine Frau mit Captain America rumknutscht.

Vielleicht war es dieser Moment, in dem Chris Pratt etwas klar wurde…das kann ich auch.
Denn nur 3 Jahre später war er mit ,Guardians Of The Galaxy’ selber ein riesiger Marvel-Held.

Natürlich könnte das auch alles ein kompletter Zufall sein, wäre da nicht das Video.

2010 hat Chris Pratt ein Making-Off Video für Parks And Recreation gedreht. Während dem Video klingelt sein Handy. Als Scherz formuliert Chris vor der Kamera seine Antwort, in der er ,Steven Spielberg’ schreibt, dass er ihn später wegen Jurassic Park 4 zurückruft.

Nun ja… 5 Jahre später ist Chris Pratt der Hauptdarsteller in Jurassic World, dem vierten Teil der Jurassic Park Reihe.

Das ist mehr als nur ein Zufall. Vor allem, wenn man weiß, dass Chris Pratt an ,The Secretglaubt.

Wer also statt dem Captain von Amerika lieber der Guardian der Galaxie sein möchte, der sollte Chris Pratt im Auge behalten. Denn ,affirmation is the secret.‘

 

Flow
Rausch

flow

Manchmal hat das Leben einfach einen Flow. Affirmationen erfüllen sich und Energie wird entladen.

Momentan ist so eine Phase bei mir. Ich habe einen Dreh nach dem anderen, bekomme jede Menge Rollen angeboten und schaffe es in den Pausen trotzdem an meinen eigenen Projekten zu arbeiten.
Natürlich freue ich mich riesig darüber, aber der Flow ist auch nicht immer ganz einfach. So habe ich zum Beispiel überhaupt keine Zeit über die Dinge nachzudenken die ich tue. Ich schlafe wenig und mache viel.
In solchen Phasen fällt es mir dann besonders schwer Entscheidungen zu treffen, weil ich noch gar nicht richtig verarbeitet habe, was gerade passiert.

Bei Filmen kann das sehr fatal sein. Der Zuschauer muss zwischen den Szenen immer die Zeit bekommen, das Gesehene zu reflektieren. Bei Komödien ist das ganz besonders gut zu sehen. Und ich habe in letzter Zeit viele Komödien gesehen. Komödien folgen der Grundstruktur eines Drehbuch meist haargenau. Und das ist wichtig. Denn wenn der Zuschauer sich Gedanken über den Verlauf der Handlung machen muss, oder gedanklich noch in der letzten Szene ist, verpasst er vielleicht den nächsten Witz. Filme wie Jungfrau (40), männlich, sucht…, Dinner für Spinner oder Superbad sind deshalb so kurzweilig, weil sie vom Aufbau genau den Erwartungen des Zuschauers entsprechen. Sie geben einem zwischendurch immer wieder Zeit darüber nachzudenken, was gerade passiert ist, so dass man sich gleich nach dem Abspann über den Film unterhalten kann.

Ganz anders ist das bei Filmen wie Only God Forgives, Under The Skin oder Foxcatcher. Das sind Filme, die dem Zuschauer wenig Zeit geben zu reflektieren. Denn im Grunde gibt es auch keine Informationen zu verarbeiten. Gerade in Zeiten eines Flows schaue ich solche Filme unglaublich gerne. Ich sitze dann im Kino und genieße einfach die dichte Atmosphäre die geschaffen wird. Ich gebe mich ganz dem Moment hin, da ich weiß, dass ich die Intention hinter dem Film eh erst in ein paar Tagen verstehen werde. Wenn ich dann aus dem Kino komme, ist mein Kopf am arbeiten. Es ist gar nicht daran zu denken schon über den Film zu reden. Meist dauert es mehrere tage, bis ich den Film komplett begriffen habe. Tage an denen ich in jedem Gespräch auf eine Handlungsebene im Film verweisen will. An denen mich jede Situation an eine Situation im Film erinnert. An denen mein Unterbewusstsein arbeiten und ich nach und nach den Film entschlüssele. Ganz bewusst richten sich Nicolas Winding Refn, Jonathan Glazer oder Bennett Miller nicht nach den natürlichen Sehgewohnheiten des Zuschauers. Sie lassen einen die ganze Zeit in der Schwebe. Geben einem keine Zeit zu entspannen. Und erst viel später, nach Tagen oder Wochen, versteht man was sie einem vielleicht sagen wollten.

Vielleicht ist das bei einem Flow ja genauso. Vielleicht muss man einfach abschalten und genießen. Sich keine Gedanken darum machen, wie es weiter gehen wird oder ob man etwas ändern sollte. Vielleicht kann man während eines Flows einfach keine Entscheidungen treffen. Denn die Bedeutung hinter dem was man tut, wird einem erst viel später bewusst.